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Jänner 2005

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Rückkehr in den Winter

24. Jänner 2005 - 

Montag, 24. Januar 2005. "Face Galle Hotel Colombo", sieben Uhr Früh. Auf der Terrasse des alten Hotels aus der Kolonialzeit nehmen wir unser letztes Frühstück in Sri Lanka ein. Eigentlich wollten wir gestern Abend ja noch die nähere Umgebung des Hotels erkunden - aber keine Chance. Wir waren einfach zu erschöpft, zu ausgepowert von den Anstrengungen der letzten Wochen. Urplötzlich war die große Müdigkeit über mein Team und mich hereingebrochen. Die Luft war endgültig draußen.

Sind wir sicher?

Und dann die Überraschung: Trotz der bleiernen Müdigkeit war ein weiches Hotelbett auf einmal ungewohnt geworden. Einschlafen unmöglich! Dazu das Tosen der Brandung. Das "Face Galle Hotel" liegt direkt am Indischen Ozean. Was, wenn der Tsunami... nein, Blödsinn! Trotzdem fand ich mich nur wenige Sekunden später am Fenster und warf einen kritischen Blick nach draussen. Der Höhenunterschied vom Meeresspiegel bis zu Livios und meinem Zimmer im ersten Stock betrug etwa zehn Meter. Also nicht unbedingt kritisch, zumindest auf den ersten Blick. Eigentlich konnte nichts passieren. Doch dann kamen mir wieder die Bilder der Kinder in ihren Zelten am Strand. Was, wenn der Tsunami wiederkommen sollte? Diesmal würde es nicht einmal den notdürftigen Schutz der billigen Ziegel- und Lehmmauern geben.

Irgendwann muss ich dann doch eingeschlafen sein, denn es war strahlender Morgen, als mein Wecker läutete.

Das letzte Frühstück: Papaya, Orangen, Bananen, Wassermelonen und Kokosnussmilch. Die Entschädigung für drei Wochen Dschungel.

Colombo

Danach verluden wir unser Gepäck, etwa 30 Kilogramm pro Teammitglied plus 200 Kilogramm Übergepäck, unsere Foto- und Kameraausrüstung, in ein Taxi und brechen zum Flughafen auf. Die Stadt schien noch zu schlafen. War ja auch ein wichtiger buddhistischer Feiertag heute. Colombo selbst ist eher eine Enttäuschung. Groß, und schmutzig. Und jede Menge Militär an neuralgischen Punkten wie Regierungsgebäuden, Banken und Brücken. Durchwegs junge Burschen. Jetzt wird mir auch klar, warum man kaum singhalesische Soldaten in den Katastrophengebieten des Südens sieht. Hier in der Stadt stecken sie also. Das wird wohl seine Gründe haben...

Am Flughafen wartete dann noch das Abenteuer der Ticketbeschaffung auf uns. Nein, Tickets für uns gibt es eigentlich nicht, so der Angestellte der tschechischen Luftfahrtsgesellschaft, der auch Austrian Airlines mitbetreute.

Irgendwie schaffte er es aber dann doch, uns an Bord einer Lauda Air Maschine nach Wien zu bringen. Mit all unserem Übergepäck.

Wien

Über Male, die Hauptstadt der Malediven, geht der zehnstündige Flug zurück in unser schönes Österreich, nach Wien. Schneefall und Minus drei Grad Celsius erwarten uns in der Bundeshauptstadt - ein Temperaturunterschied von ca. 40 Grad.

Dafür werden wir am Flughafen sehr herzlich empfangen: All unsere Väter, Mütter, Frauen, Kinder und Freunde sind da. Ich selbst werde von meiner Lebensgefährtin Helga in die Arme genommen. Außerdem sind da noch Gerhard, mein Freund und Mitarbeiter aus dem Ministerium und seine Freundin Sonja.

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