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Februar 2005

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Unsere Jungs kommen nach Hause!

01. Februar 2005 - 

Wien, Maria-Theresien-Kaserne, Debriefing unseres Info-Teams. Wir haben uns für heute einen Seminarraum in der Kaserne reserviert, um unseren Einsatz in Sri Lanka nochmals Revue passieren zu lassen. Was war gut, was war schlecht, was muss das nächste Mal besser werden? Wir beschließen, auch zukünftige Einsätze unseres Heeres in dieser Konstellation als Team zu begleiten und zu dokumentieren.

Unglaublich, wie schnell die Zeit verrinnt! Insgesamt sieben Seiten umfasst unser Einsatzbericht für unsere vorgesetzte Dienststelle. Dann wird es Zeit aufzubrechen. Aufzubrechen Richtung Flughafen, wo noch heute das Gros unseres Kontingents aus Sri Lanka eintreffen wird. Für uns ist es Ehrensache, die Ankunft unserer Kameraden in Wien-Schwechat selbst zu dokumentieren und filmisch festzuhalten.

Das Empfangskomitee

Generalmajor Günther Höfler, Kommandant des Kommandos Internationale Einsätze, ist da. Als direkter Vorgesetzter aller Soldaten im Auslandseinsatz wird er die Angehörigen des AFDRU-Hilfskontingents offiziell empfangen. Auch Oberst Konicek von der ABC-Abwehrschule wartet bereits.

Und auch Manuela Weidinger, der "gute Geist" des Zentrums Einsatzvorbereitung aus Götzendorf, lächelt uns entgegen, als wir die Ankunftshalle betreten. Manuela ist der Ansprechpartner in allen personalrechtlichen Angelegenheiten für die Soldaten im Auslandseinsatz. Von Fragen der Personaladministration bei Einsatzbeginn über besoldungsrechtliche Probleme bis zu Dienstfreistellungen und Sonderurlauben nach einem Einsatz ist sie die wichtigste Anlaufstelle. Und Manuela weiß Bescheid, ist kompetent. Dafür sei ihr im Namen der zahlreichen "Auslandsgeher" an dieser Stelle gedankt.

Endlich ist es soweit

Die große Informationstafel in der Ankunftshalle zeigt die Landung der Maschine aus Sri Lanka an. Vorbei am Zoll, der uns problemlos passieren lässt, eilen wir unseren Kameraden entgegen. Wir wollen sie noch vor der Übernahme des Gepäcks unmittelbar vor den großen Förderbändern filmen.

Auch Generalmajor Höfler möchte seine Soldaten abseits des zu erwartenden großen Willkommenstrubels in der Ankunftshalle würdig in Empfang nehmen. Man merkt dem General an, dass er sich freut, seine Truppe gesund und unversehrt in der Heimat begrüßen zu können.

Schlank und rank sind sie geworden, unsere Gefährten aus Sri Lanka. Das feucht-heiße Klima hat ganz offensichtlich seinen Tribut gefordert. Bei einigen scheint die Uniform richtiggehend zu schlottern. Stramm und zackig meldet Oberstleutnant Fritz Teichmann die angetretenen Soldaten. Fritz war Verbindungsoffizier im Kontingent und hat zahlreiche Wege zu lokalen Behörden und Autoritäten geöffnet und Brücken zu singhalesischen Dienststellen geschlagen. Mit seinem Charme und seiner Beharrlichkeit hat er viel zum Erfolg des Unternehmens beigetragen.

Der General ist stolz

General Höfler ist sichtlich stolz auf seine Mannen. Freudig und mit bewegten Worten begrüßt er "sein" Sri Lanka-Kontingent. Als alter Profi weiß er was jetzt zählt: Es ist nicht die Zeit der langen Ansprachen, sondern die Zeit der in der Ankunftshalle wartenden Angehörigen und Freunde!

Und genauso passiert es auch. Nach einer kurzen, aber sehr herzlichen Begrüßung sind die Jungs entlassen. Sie eilen raschen Schrittes hinaus zum Förderband, wo bereits die Seesäcke am Fließband in die Halle hereinrollen. Dann stürmen sie hinaus in die übervolle Ankunftshalle zu Vätern und Müttern, zu Frauen und Freundinnen, zu Freunden und Arbeitskollegen.

Die Zeit des Loslassens

Der Einsatz ist vorbei. Für viele stellt er einen markanten Einschnitt in ihrem Leben dar. Jetzt ist die Zeit des Loslassens, des sich Freuens mit Familien und Freunden ob der glücklichen Heimkehr ins schöne Österreich.

Morgen, Mittwoch, kommt ein weiterer Teil unserer "Wassermacher" in die Heimat zurück. 15 Männer und eine Frau verbleiben bis zum Schluss der Mission - voraussichtlich Ende Februar - im Einsatzraum. Ein Ersatzteam aus Wien wird sie bei ihren Aufgaben unterstützen.

Für mich ist es nun an der Zeit mein Tagebuch zu schließen und mich bis zum nächsten Einsatz zu verabschieden. Es freut mich, dass so viele Menschen Anteil genommen haben am Einsatz unseres Bundesheeres in Sri Lanka.

Ich hoffe, dass es mir mit meinen täglichen Berichten gelungen ist, Herrn und Frau Österreicher über Können und Einsatzbereitschaft des Österreichischen Bundesheeres ein bisschen zu sensibilisieren.

Eine reife Leistung

96 Stunden von der Alarmierung der Soldaten in Korneuburg bis zum Beginn der Wasseraufbereitung in Sri Lanka - nach einem Lufttransport über 8.000 Kilometer und einem Landmarsch über weitere 135 Kilometer mit 100 Tonnen Ausrüstung - das ist eine Leistung, über die selbst das US-Marinecorps gestaunt hat und auf die die Bevölkerung Österreichs stolz sein kann!

Das Österreichische Bundesheer ist ein kleines Heer. Aber es ist eine Truppe mit engagierten, motivierten und bestens ausgebildeten Soldaten. Ich bin stolz darauf, Soldat und Offizier dieses Heeres zu sein!

Voller Stolz empfängt Generalmajor Höfler die Soldaten. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Voller Stolz empfängt Generalmajor Höfler die Soldaten.

Verwandte und Freunde freuen sich: ihre Liebsten sind wieder zuhause! (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Verwandte und Freunde freuen sich: ihre Liebsten sind wieder zuhause!

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