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40 Kilometer und 4.000 Höhenmeter mit Rucksack, Schi und Sturmgewehr

06. März 2009 - 

Die "Edelweiss Raid 2009" ist ein in Österreich einzigartiger Bewerb, der die Bewältigung einer gewaltigen hochalpinen Marschstrecke mit Alpin- und Gefechtssituationen vereint. Der Wettkampf stellt eine der größten Herausforderungen für Gebirgssoldaten dar.

Internationale Beteiligung

Neun Teams aus Österreich, zwei Teams aus der Schweiz und zwei Teams aus Deutschland stellen sich diesen Aufgaben. Für Spannung ist gesorgt, da in Tirol eine Auswahl der besten Gebirgssoldaten Europas bei dieser "Weltmeisterschaft der Gebirgstruppen" gegeneinander antreten.

Marschstrecke und Stationen

Die Wettkampfstrecke verläuft über eine Distanz von 40 Kilometer, wobei die Mannschaften 4.000 Höhenmeter im Aufstieg von Walchen über das Hochlager Lizum, das Mölstal, das Meissnerhaus und den Patscherkofel bis ins Ziel nach Igls überwinden müssen. Das Eintreffen der ersten Wettkampfteams wird am 12. März um ca. 13 Uhr erwartet. Alle Stationen auf der Strecke entsprechen der Philosophie des Wettkampfes, sportliche Höchstleistungen mit militärischen Einsatzaufgaben zu verbinden. Klettern über schwierige Felsgrate, Orientierungsaufgaben im Gebirge, Scharfschießen im alpinen Gelände, Handhabung des Lawinenverschüttetensuchgerätes, Bergung eines Verletzten, Selbstzubereitung der Verpflegung bzw. Erhaltung der Kampfkraft sind Aufgaben, die es unter anderem während des Wettkampfes zu meistern gilt.

Umfangreiches Sicherheitsmanagement

Der hochalpine Charakter der "Edelweiss Raid 2009" erfordert ein umfassendes Sicherheitsmanagement, um das Risiko für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten. Deshalb richten die Veranstalter eine eigene Zelle "Alpine Sicherheit" ein, deren Soldaten die Wetter- und Lawinensituation beobachten sowie zur detaillierten Planung der Sanitätsversorgung beitragen.

Weitere Sicherheitsfaktoren stellen der hohe Ausbildungsstand und die alpine Qualifikation des auf der Strecke eingesetzten Personals sowie die hohe physische und psychische Leistungsfähigkeit der Wettkämpfer dar. Ein digitales Funksystem garantiert eine ständige Verbindung zu den Trupps und ermöglicht, die Standorte der Mannschaften auf einer digitalen Lagekarte mitzuverfolgen.

Lawinensprengen

Bereits während der Wettkampfvorbereitungen beurteilen die Soldaten laufend die Lawinensituation. Potentielle Lawinenhänge entlang der Wettkampfstrecke werden von Heeresbergführern der 6. Jägerbrigade von Heeres-Hubschraubern aus abgesprengt. In der Wettkampfwoche ist die Entschärfung von Lawinenhängen am Hippoldjoch, der Naviser Sonnenspitze, der Kreuzspitze und der Rossböden geplant. Diese Fähigkeiten der Heeresbergführer sind auch abseits des Militärs gefragt: am 7. und 8. März werden am Hubschrauberstützpunkt in der Frundsberg-Kaserne in Schwaz zwei Trupps bereitgehalten, um Lawinenhänge auf Antrag der Landeswarnzentrale abzusprengen.

Streckenänderung

Die ständige Lagebeurteilung ist bei einem Wettkampf im Hochgebirge ein Muss. Durch den Kommandant der 6.Jägerbrigade, Brigadier Ernst Konzett, und seine Stabsoffiziere wurde auf die derzeitige Lawinensituation und die schlechte Wetterprognose für die Wettkampftage entsprechend reagiert. So wurde aufgrund der Niederschläge und der Triebschneeablagerungen die Marschstrecke abgeändert: Der Start wurde von Innerst nach Walchen verlegt. Der Wettkampf wurde deshalb jedoch keineswegs "entschärft", da die Länge der Marschstrecke und die Anzahl der zu bewältigenden Höhenmeter annähernd gleich belassen wurden.

Siegerehrung in Hall

Der Schlusspunkt und gleichzeitig Höhepunkt des Wettkampfes ist die feierliche Siegerehrung am Oberen Stadtplatz in Hall am Donnerstag, den 12.März, um 18:30 Uhr. Das Rahmenprogramm bildet ein Platzkonzert der Militärmusik Tirol.

Gebirgssoldaten beim fordernden Aufstieg im alpinen Gelände. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Gebirgssoldaten beim fordernden Aufstieg im alpinen Gelände.

Biwak: Warme Mahlzeit nach einem fordernden Wettkampftag. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Biwak: Warme Mahlzeit nach einem fordernden Wettkampftag.

Hubschrauber des Bundesheeres unterstützen die Wettkampforganisation. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Hubschrauber des Bundesheeres unterstützen die Wettkampforganisation.

Brigadier Konzett, r., und seine Berater beurteilen die Lawinensituation. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Brigadier Konzett, r., und seine Berater beurteilen die Lawinensituation.

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