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Am Steuer des Leoparden

11. Juni 2014 - 

Wenn Korporal René Kyselka aufs Gaspedal steigt, heulen zwölf Zylinder auf und ein 1.500 PS starker Dieselmotor schiebt sein Fahrzeug nach vorn: Der 24-jährige Niederösterreicher ist Panzerfahrer beim Bundesheer. Sein eigenes Auto, ein VW Golf, hat nur 150 PS, aber ein Panzer ist auch 50 mal so schwer. Der "Leopard" 2, der größte Panzer des Bundesheeres, wiegt bis zu 55 Tonnen. Der Panzer kann bis zu 70 km/h schnell fahren. "Je schneller, desto besser ist das Gefühl", sagt Kyselka und lacht.

Passanten zücken die Mobiltelefone

Derzeit ist Kyselka mit seinem Panzer bei der Übung "Schutz 2014" eingesetzt. Als er am Mittwochmorgen mit dem "Leopard" durch Hall fuhr, zückten die Passanten ihre Mobiltelefone und fotografierten ihn. Ein Panzerkonvoi ist in Hall - anders als etwa in der Heimatgarnison Zwölfaxing - ein nicht alltägliches Ereignis. Kyselka und sein Team, Zugskommandant Hauptmann Christoph Müllner, Richtschütze Gefreiter Patrick Zenz und Ladeschütze Rekrut Manuel Holl sichern die 820 Meter lange Europabrücke der Brennerautobahn A13 bei Innsbruck.

Fahren im Gelände

Der Korporal hat erst im Februar seine Ausbildung abgeschlossen. Zunächst müssen die Panzerfahrer den Führerschein für Lastkraftwagen machen. Dann lernen sie fünf Wochen lang das Fahren mit dem Panzer. Besonders schwierig für den Fahrer ist es, wenn er sein Fahrzeug im Gelände bewegen muss. "Das ist herausfordernd. Wenn es Mulden gibt, muss man den Panzer richtig steuern, damit er nicht hüpft." Wenn Kyselka so ein großes Schlagloch übersieht, schimpft die Besatzung, weil sie in dem engen Panzer hin- und hergeschüttelt wird. "Das ist schon vorgekommen", sagt Kyselka, "aber so ein Fehler wird auch wieder verziehen."

"Mein Team ist super"

"Mein Team ist super, die Zusammenarbeit funktioniert echt gut", erzählt der 24-Jährige. Die anderen Soldaten unterstützen den Fahrer. Wenn der die Luke schließen muss, hat er nur noch vier schmale Schlitze mit Prismenspiegeln, über die er nach draußen sieht. "Einmal hab ich in der Nacht einen Graben übersehen. Ich habe ihn über den Restlichtverstärker nicht erkennen können. Mein Kommandant hat im letzten Moment noch Stopp geschrien", erzählt Kyselka.

1.160 Liter Diesel im Tank

Wenn Kyselka nicht fährt oder auf Übung ist, kümmert er sich in der Kaserne in Zwölfaxing um sein Fahrzeug. Er kontrolliert die Laufwerke, wechselt die Gummipakete der Kette oder reinigt die Luftfilter des Motors. Und auch das Tanken braucht seine Zeit. Bis der "Leopard" 2 aufgetankt ist, vergehen 20 Minuten. In die beiden Tanks passen 1.160 Liter Diesel.

Korporal RenÚ Kyselka vor seinem "Leopard" 2A4. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Korporal RenÚ Kyselka vor seinem "Leopard" 2A4.

Der Platz des Fahrers im Kampfpanzer. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der Platz des Fahrers im Kampfpanzer.

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