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Vizeleutnant und Landesrettungskommandant

12. Juni 2014 - 

Die Kooperation zwischen Bundesheer und Rettungsverbänden bei der Übung "Schutz 2014" ist in  Tirol in einer Person vereint: Vizeleutnant Josef Wolf vom Militärkommando Tirol ist auch Landesrettungskommandant von Tirol.

Als solcher kann er freilich bei der geplanten Großübung nicht mitmachen. Den Einsatz des Roten Kreuzes wird sein Stellvertreter leiten. Die Rettungsorganisation soll mit 50 Ärzten und Sanitätern und 16 Fahrzeugen anrücken. "Die Schutz 2014 ist eine gute Gelegenheit für uns, die Bewältigung eines Massenunfalls zu üben. Im täglichen Routinebetrieb arbeiten Rettungs- und Notfallsanitäter perfekt am Patienten. Das ist eine medizinsche Leistung. Bei einem Großunfall muss man zuerst organisieren."

Sanitätsversorgung wird zentral gesteuert

Neu organisiert haben Josef Wolf und Oberstarzt Andreas Mayr auch die Sanitätsversorgung des Bundesheeres für die Übung. Früher waren die Sanitäter immer  bei der Truppe dabei. Weil bei der Einsatzart "Schutz" der Übungsraum sehr groß ist, funktioniert das nicht mehr. Jetzt werden Sanitäter und Notärzte zentral aus der Eugen-Kaserne zu Notfällen gerufen.

Pharma-Geschäftsführer steuert Notfallzentrale

"Bisher gab es einen Verdacht auf Herzprobleme, eine allergische Reaktion, einen epileptischen Anfall und ein grippale Geschichte", schildert Oberleutnant Gerhard Lötsch. Der Milizoffizier ist im Zivilberuf Geschäftsführer von Novartis Gebro Fieberbrunn mit 250 Mitarbeitern. Während der Übung steuert der Pharmazeut 13 Sanitätsteams, einen Notarztwagen und den Notarzthubschrauber aus der Notfallzentrale.

Digitaler Funk für Sanitätsteams

Alle Teams sind mit dem Behördendigitalfunk "Tetra" ausgerüstet. Das Gerät verfügt auch über eine Treckingfunktion. Deshalb kann jedes Fahrzeug auf der Landkarte abgebildet werden, die ein Beamer an die Wand wirft. Auch der Status der Fahrzeuge ist dort ersichtlich. Für Oberwachtmeister Stefan Plattner keine große Sache: Der Milizunteroffizier arbeitet in der Rettungsleitstelle Tirol in Innsbruck. "Wir hatten heute Nacht einen Fall, bei dem der Sani weit weg gewesen wäre. Das Sanitätsteam einer anderen Einheit war näher am Einsatzort, deshalb haben wir dieses Team geschickt", erklärt Plattner. Früher hätte ein solcher Einsatz die ganze Befehlskette der Übungstruppe beschäftigt. Bei der "Schutz 2014" funktioniert das auf Knopfdruck.

Eben erst vom Libanoneinsatz zurückgekehrt und jetzt bei der "Schutz 2014" dabei ist Korporal Lukas Hageneder. Allerdings nicht in seiner militärischen Funktion, sondern als Wasserretter der Einsatzstelle Schwaz/Achensee. Die Wasserrettung Tirol ist als weitere zivile Rettungsorganisation in die Bundesheer-Übung eingebunden. Korporal Hageneder hat sich dafür extra Urlaub genommen und saust nun mit seinem Bootsführer Dominik Paregger mit einem Jet-Ski auf dem Inn auf und ab - als eine Art Feinddarsteller für das Salzburger Jägerbataillon, das dort die Eisenbahnbrücke sichert.

"Wir haben immer schon mit dem Militär Übungen gemacht, es gibt eine jahrzehntelange Kooperation. Wir verbinden mit der "Schutz 2014" nautische Übungen und Tauchmanöver", schildert Markus Kostner, der Landesleiter der Wasserrettung Tirol. Den Jet-Ski verwenden die Wasserretter ansonsten für Bergungen aus Flüssen. "Wir waren die ersten in Europa, die das Gerät eingesetzt haben. Es ist leicht, schnell gewassert und kostengünstig. Mittlerweile", sagt Kostner, "sind bereits Wasserretter aus allen Bundesländern gekommen, um sich das anzusehen."

Vizeleutnant Josef Wolf ist Landesrettungskommandant von Tirol. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Vizeleutnant Josef Wolf ist Landesrettungskommandant von Tirol.

Korporal Lukas Hageneder und Dominik Paregger auf einem Jetski am Inn. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Korporal Lukas Hageneder und Dominik Paregger auf einem Jetski am Inn.

Der Landesleiter der Wasserrettung Tirol, Markus Kostner. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der Landesleiter der Wasserrettung Tirol, Markus Kostner.

Gerhard Lötsch und Stefan Plattner in der Notfallzentrale. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Gerhard Lötsch und Stefan Plattner in der Notfallzentrale.

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