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Bundesheer: Neue Struktur und Schwergewichte

Grafik mit Kernbotschaften zum Strukturpaket Infografik: Die Eckpunkte des Strukturpaketes.

Aufgrund der Budgetlage ist das Österreichische Bundesheer gezwungen, seine Struktur anzu­passen und klare Schwergewichte in den Bereichen Infanterie, Spezialeinsatzkräfte, Pioniere und ABC-Abwehr zu bilden. Durch die Umstrukturierung werden insgesamt 200 Mio. Euro pro Jahr eingespart.

Um diese Ziele zu erreichen, sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

Das Bundesheer konzentriert sich auf die Erfüllung der militärisch einsatzwahrscheinlichsten Aufgaben. Es behält aber in allen Waffengattungen Fähigkeiten, um im Bedarfsfall rasch neue Kapazitäten aufbauen zu können. Die Wehrdienstreform, die Auslandseinsätze, Cyber Defense und die Katastrophenhilfe werden weiterhin sichergestellt.

Kleine Kasernen werden geschlossen, das Personal, die Ausrüstung und das Gerät an großen Stand­orten zusammengeführt. Der Verkaufserlös dieser Liegenschaften soll für Investitionen ge­nutzt werden. Das Fliegerabwehrbataillon 3 in Salzburg wird aufgelöst und das Panzerbataillon 33 in Zwölfaxing in ein Jägerbataillon umgewandelt.

Diese Liegenschaften waren bereits zur Verwertung vorgesehen:

  • Hiller-Kaserne in Linz/Ebelsberg (Oberösterreich),
  • Franz Joseph-Kaserne in Lienz (Tirol),
  • Kirchner-Kaserne in Graz (Steiermark),
  • Hadik-Kaserne in Fehring (Steiermark),
  • Magdeburg-Kaserne in Klosterneuburg (Niederösterreich),
  • Starhemberg-Kaserne (Wien).

Ebenso werden weitere Liegenschaften geschlossen und verwertet:

  • Radetzky-Kaserne in Horn (Niederösterreich),
  • Tilly-Kaserne in Freistadt (Oberösterreich),
  • Frundsberg-Kaserne in Vomp (Tirol),
  • Strucker-Kaserne in Tamsweg (Salzburg),
  • Goiginger-Kaserne in Bleiburg (Kärnten).

Darüber hinaus werden verwertet:

  • Amtsgebäude Garnisonstraße in Linz (Oberösterreich),
  • Kornellhof in Wiener Neustadt (Niederösterreich).

Darüber hinaus wird die Raumordnung in Wien neu geregelt.

Militärmusiken und Institutionen

Die Militärmusiken Niederösterreich, Burgenland, Salzburg, Steiermark und Vorarlberg werden aufgelöst. Das Bundesheer trennt sich auch von Institutionen, die nicht zu seinen unmittelbaren Kernaufgaben gehören. In Niederösterreich werden daher das Militärreal­gymnasium (zwei Jahrgänge können noch die Matura absolvieren) und der Reitausbildungszug der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt geschlossen. Darüber hinaus beteiligt sich das Bundesheer nicht mehr an den Kosten für die Bundesfachschule für Flug­technik in Langenlebarn.

Arbeitsplätze und Waffensysteme

Im Verteidigungsministerium, bei den Ämtern und Kommanden wird eine generelle Kürzung der Arbeitsplätze um 15 Prozent vorgenommen. Das Bundesheer trennt sich von einer großen Anzahl schwerer Waffen. Es werden 106 Artilleriegeschütze, 25 Kampfpanzer, 23 Bergepanzer, 285 Panzerabwehrlenkwaffen und 424 Granatwerfer verwertet.

Luftraumüberwachung

Die gesamte Luftraumüberwachung wurde bereits an die neue Budgetsituation angepasst. Um die Luftstreitkräfte jedoch weiterhin betreiben zu können, ist bis 2020 eine Sonderinvestition notwendig. Der Investitionsbedarf beinhaltet erforderliche Updates, Wartungsereignisse und Nachbeschaffungen.

Miliz

Die Miliz erhält einen verstärkten regionalen Bezug und einen klaren militärischen Auftrag. Zusätzlich werden bis 2018 zwölf Miliz-Kompanien neu aufgestellt.


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