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Camp-Feuerwehr bei UNIFIL: Leistungsfeststellung einmal anders

28. November 2019 - 

Das österreichische Kontingent stellt im Libanon seit acht Jahren den Feuerwehr-Zug. Dieser genießt auf Grund jahrelanger guter Leistungen international einen sehr hohen Stellenwert und hat sich bei zahlreichen Einsätzen bewährt. Eine der Grundvoraussetzungen um in dieser Einheit arbeiten zu können, ist der positive Atemschutz-Test. International wird daher der sogenannte "Finnentest" durchgeführt.

Der "Finnentest"

Der "Finnentest" ist ein genormter und wissenschaftlich evaluierter Belastungstest. Der Proband soll bei diesem Leistungstest die bei den einzelnen Stationen geforderte Leistung innerhalb vorgegebener Maximalzeiten erbringen, ohne dass dabei seine seine Herzfrequenz den Wert von 90 Prozent der persönlichen maximalen Herzfrequenz überschreitet. Wird dieser Puls-Wert, oder die vorgegebene Maximalzeit pro Station bzw. die festgelegte Maximalzeit für den ganzen Test (14,5 Minuten) überschritten, gilt dieser als nicht bestanden.

Ziel des Tests

Ziel des Tests ist die Feststellung, ob neben der gesundheitlichen Eignung auch die für schweren Atemschutz erforderliche körperliche Eignung (Kraft, Ausdauer, Motorik, Koordinationsvermögen unter Belastung) gegeben ist.

Eiserner Wille und Durchhaltevermögen

Der Test selbst besteht aus sechs Teilen:

  • Bei der ersten Station sind 100 Meter zu gehen oder zu laufen mit je 16,6 Kilogramm schweren Kanistern in jeder Hand. (Zeit dafür vier Minuten)
  • Zweite Station - Treppen hinauf-und heruntersteigen, in Summe müssen dabei 180 Stufen überwunden werden. (Zeit dafür 3,5 Minuten)
  • Dritte Station: Hämmern eines LKW-Reifens. Dabei liegt der Reifen flach am Boden und muss mit einen sechs Kilogramm schweren Hammer drei Meter nach vorne geschlagen werden. (Zeit dafür zwei Minuten)
  • Die vierte Station - Unterkriechen und Übersteigen von Hindernissen. Dabei gilt es eine acht Meter lange Bahn sechsmal zu überwinden. Alle zwei Meter ist ein Hindernis in einer Höhe von 60 Zentimeter aufgestellt diese werden abwechselnd einmal durchkrochen oder überstiegen. (Zeit dafür drei Minuten)
  • Fünfte Station: C-Schlauch aufrollen. Der Proband muss einen 15 Meter langen C-Schlauch aufrollen, ohne dass sich das Ende von der Stelle bewegt. (Zeit dafür zwei Minuten)
  • Sechste und letzte Phase ist die so genannte "Erholungsphase". Der Proband hat dafür fünf Minuten, nach dieser Zeit wird letztmalig die Herzfrequenz und der Sauerstoffverbrauch gemessen. Liegen alle Parameter im Normbereich, gilt der Test als bestanden.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass die ganzen Übungen mit voller Ausrüstung zu absolvieren sind (Gesamtgewicht 36 Kilogramm). Das Kontingent gratuliert allen Mitgliedern des Feuerwehr-Zugs zu der erfolgreich absolvierten Abschlussprüfung!

Station eins, 100 Meter Kanister tragen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Station eins, 100 Meter Kanister tragen.

Station zwei, Treppen steigen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Station zwei, Treppen steigen.

Station drei, Hämmern. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Station drei, Hämmern.

Station vier, Unterkriechen und Übersteigen von Hindernissen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Station vier, Unterkriechen und Übersteigen von Hindernissen.

Station fünf, C-Schlauch aufrollen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Station fünf, C-Schlauch aufrollen.

Erschöpfter Proband in der sechsten Phase. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Erschöpfter Proband in der sechsten Phase.

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