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Wiener Strategiekonferenz 2019

Wien, 28. Juni 2019  - Unter der Verantwortung der Landesverteidigungsakademie führt die Österreichische Militärische Zeitschrift gemeinsam mit dem "Zentrum für menschenorientierte Führung und Wehrpolitik" des Bundesheeres und der "European Military Presse Association" von 24. bis 28. Juni den 4. Durchgang der Wiener Strategiekonferenz durch, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, eine vom deutschen Sprachraum ausgehende aber dennoch hochrangig international besetzte Strategieentwicklungsplattform zu bieten.

Gesamtstrategisches Denken im Vordergrund

Es ging dabei, wie in den vorangegangenen Jahren, nicht um vorrangig militärisches Verständnis von Strategie, sondern um ein politikbereichsübergreifendes, gesamtstrategisches Denken.

Die Konferenzreihe diente der langfristigen Entwicklung eines Lehrgegenstandes "strategisches Denken" - und folgte einem im Voraus beurteilten thematischen Ablauf:

  • Im ersten Jahr wurde eine vorläufige Arbeitsdefinition des Strategiebegriffes gefunden.
  • Im zweiten Jahr wurde der Frage nachgegangen, ob strategisches Denken lehrbar ist, wie er strukturiert sein müsste und wie es sich in ein Gesamtkonzept der Militärwissenschaft einfügt.
  • Im dritten Jahr wurden die gefundene Arbeitsdefinition und die erarbeitete Struktur auf ein erstes praktisches Thema angewandt, mit dem die Begriffsquadriga "Narrative - Cyber - Hybridität - Resilienz" durchleuchtet werden sollte.

"Wille" als treibender Faktor

Die diesjährige Konferenz widmete sich dem wesentlichsten treibenden Faktor von Strategie, dem "Willen". Ausgegangen wurde vom Clausewitz'schen Verständnis des Krieges als einem Zweikampf, einem Aufeinandertreffen zweier voneinander unabhängiger Willensmomente. Daraus abgeleitet wurde beispielsweise der Frage nachgegangen, wieviel "Wille" die "intuitive" Ebene der strategischen Zwecksetzung bestimmt, ob es eine kulturraumspezifische Betonung des Faktors "Glück" im Rahmen der Entscheidungsfindung gibt, ob eine postmoderne Entwicklung der Strategiefähigkeit westlicher Gesellschaften die Fähigkeit zur strategischen Willensbildung beeinflusst.

Konferenzbände

Die jeweils im Nachhang zur Konferenz herausgegebenen Konferenzbände fassen Vortrags- und Diskussionsergebnisse zusammen und stellen damit die sichtbaren Ergebnisse des Strategieentwicklungsprozesses dar. Der Band 2018, ist kürzlich im MILES-Verlag erschienen. Mit der Verwendung beim Generalstabslehrgang haben die Bände den Sprung zu einem vorläufigen Lehrbuch für strategisches Denken geschafft.

Leitfunktion für das Thema "strategisches Denken"

Nur durch die Vorträge und Panelbeiträge von hochrangigen Experten aus mehr als 15 Nationen und vor allem auch durch die Diskussionsbeiträge eines höchst strategieinteressierten Publikums wird es möglich, das Vorhaben der Wiener Strategiekonferenz erfolgreich weiterzuentwickeln und künftig eine gewisse Leitfunktion für das Thema strategischen Denkens im deutschsprachigen Raum anzustreben. Am 26. Juni zeichnete Generalstabschef General Robert Brieger die Veranstaltung durch einen vielbeachteten Vortrag zum Generalthema der Konferenz "Strategie und Wille" aus.

Ein Bericht der Redaktion Landesverteidigungsakademie

Brigadier Wolfgang Peischl bei seinen Ausführungen.

Brigadier Wolfgang Peischl bei seinen Ausführungen.

Generalstabschef Robert Brieger bei seinem Vortrag.

Generalstabschef Robert Brieger bei seinem Vortrag.

Ein Blick in Publikum.

Ein Blick in Publikum.

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