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Gedenken: Festakt für die Opfer des Flugunglückes vor 35 Jahren

Klagenfurt-Lendorf, 28. Juni 2019  - 1984 kamen bei einem Flugzeugabsturz sechs Soldaten, der Pilot und bei den folgenden Bergungsarbeiten ein Feuerwehrmann ums Leben. Am Freitag wurde mit einem kleinen militärischen Festakt in der Klagenfurter Khevenhüller-Kaserne der acht in der Nähe von Rottenstein in der Gemeinde Ebenthal verunglückten Kameraden gedacht.

Opferreichstes Flugunglück

Am 27. Juni 1984 kam es zu einem der schwersten Flugunfälle des Österreichischen Bundesheeres. Im Rahmen einer Luftlandeübung des Jägerbataillons 25 wurden die damals neu angeschaffte Pilatus PC-6 "Turbo Porter" eingesetzt. Ein erfahrener Pilot und Fluglehrer mit 3.500 Flugstunden transportierte die Soldaten mit Gepäck. Oberhalb von Goritschach, in der Gemeinde Ebenthal, wurde ihm eine unangenehme Thermik zum Verhängnis und die PC-6 zerschellte an einer Felswand. Er und sechs junge Soldaten des Luftlandebataillons überlebten diesen Absturz nicht.

Bei den folgenden Bergearbeiten rutschte ein Feuerwehrmann im steilen Gelände aus und musste ebenfalls sein Leben lassen. Dieser Tag ist einer der traurigsten in der Geschichte des Bundesheeres.

Gedenkstätte Rottenstein

"Aufgrund des tragischen Ereignisses wurde 1986 der Rosental-Friedensgedenkmarsch zum Gedenken an die verunglückten Kameraden ins Leben gerufen", erzählt Zeitzeuge Vizeleutnant Manfred Perger. Eine der Stationen war in Rottenstein, wo das Bundesheer ein Denkmal für die Opfer errichtet und gepflegt hat.

2010 wurde der Gedenkmarsch aus organisatorischen Gründen eingestellt und 2014, zum 30. Jahrestag, die Gedenkstätte in die Khevenhüller-Kaserne verlegt. "Es ist in Rottenstein zu gefährlich geworden. Felsbrocken hatten sich im steilen Gelände schon gelöst und drohten herabzustürzen. Zudem war es für die älteren Angehörigen der Opfer nicht mehr möglich, dorthin zu gelangen", erzählt Perger.

Gedenken zum 35. Jahrestag

In der Khevenhüller-Kaserne kamen rund um den 35. Gedenktag des Unglückes um die 100 Anteilnehmende zusammen. Neben dem Kommandanten der 7. Jägerbrigade, Oberst Horst Hofer, dem Bürgermeister der Gemeinde Ebenthal in Kärnten, Franz Felsberger, Angehörigen der Verunglückten, Kameraden der Feuerwehr, Soldaten der Kampfunterstützungskompanie und Abordnungen des Jägerbataillons 25 sprach der katholische Militärseelsorger Pater Anselm die Gedenkworte und ein Quartett der Militärmusik Kärnten begleitete das Gedenken musikalisch.

"Danke an die 25er-Kameraden, dass sie auch nach so langer Zeit die Erinnerung hochhalten. Es ist wichtig, dass wir an die Kameraden denken und sie nicht vergessen, um sie in unserer Erinnerung weiterleben zu lassen", fand Brigadekommandant Hofer die passenden Worte.

Bürgermeister Felsberger zeigt sich ebenso dankbar: "Ich bedanke mich recht herzlich, dass die 35. Gedenkfeier in einem so würdevollen Rahmen abgehalten werden kann. Ein großes Dankeschön auch für die Bemühungen der Verlegung der Gedenkstätte nach Lendorf, sodass weiterhin dem Unglück, welches auch für Ebenthal das schlimmste Ereignis war, gefahrlos gedacht werden kann."

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Kärnten

Angehörige zündeten Kerzen für die Verunglückten an.

Angehörige zündeten Kerzen für die Verunglückten an.

Die Gedenkfeier wurde von Pater Anselm zelebriert.

Die Gedenkfeier wurde von Pater Anselm zelebriert.

Ebenthals Bürgermeister Franz Felsberger sprach einige Gedenkworte.

Ebenthals Bürgermeister Franz Felsberger sprach einige Gedenkworte.

Oberst Horst Hofer bedankte sich bei den 25er-Kameraden für die Gedenkfeier.

Oberst Horst Hofer bedankte sich bei den 25er-Kameraden für die Gedenkfeier.

Ein Quartett der Militärmusik Kärnten umrahmte die Gedenkfeier musikalisch.

Ein Quartett der Militärmusik Kärnten umrahmte die Gedenkfeier musikalisch.

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