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30 Jahre Walgau-Kaserne

Bludesch, 28. Juni 2019  - Mit einem Festakt und einer Leistungsschau feierte das Jägerbataillon 23 das 30-jährige Bestehen der Walgau-Kaserne. Neben vielen Bürgermeistern aus den Bezirken Bludenz und Feldkirch nahmen auch der zuständige Landesrat für Sicherheit, Christian Gantner, und der Landeshauptmann von Vorarlberg, Markus Wallner, an der Veranstaltung teil.

Wie kam die Kaserne zu ihrem Namen?

Der Walgau ist ein Tal im Süden Vorarlbergs. Er umfasst das Tal der Ill von der Enge bei Lorüns bis zur oberen Illschlucht bei Feldkirch. Die Talebene des Walgaus ist ein etwa zwanzig Kilometer langes und bis zu vier Kilometer breites Aufschüttungsgebiet. Im Süden wird der Walgau vom Rätikon und im Norden von den Ausläufern des Walserkammes und des Lechquellengebietes begrenzt.

Ostwärts von Bludenz münden das Montafon und das Klostertal und bei Thüringen das Große Walsertal in den Walgau. Die menschlichen Siedlungen liegen meist auf den Schwemmkegeln der Illzuflüsse oder den Terrassen auf der Nordseite. Der Talname lautete ursprünglich "Welschgau" oder "Gau der Welschen". Bis ins 13. Jahrhundert bewohnten Rätoromanen den Walgau.

Warum an diesem Standort?

Bludesch ist Vorarlbergs jüngste Garnison. Am 6. März 1986 titulierte eine Vorarlberger Tageszeitung einen Bericht mit: "Der lange Marsch in den Walgau". Es wurde geschrieben, dass nunmehr seit drei Jahren das Ziel, die geplante Kaserne zu errichten, verfolgt wurde. Der Ruf nach einer großen Kaserne für Vorarlberg reichte jedoch bis Ende der sechziger Jahre zurück.

Der Ruf nach einer neuen Kaserne in Vorarlberg galt stets dem Ziel, dem Großteil der Wehrpflichtigen Bürger die Ableistung des Wehrdienstes im eigenen Land zu ermöglichen. Vorhandener Grundbesitz des Landes in Bludesch sowie die vom Bundesheer bevorzugte zentrale Lage hatten Bludesch als Standort jeweils an die Spitze aller Überlegungen gestellt.

Am 27. November 1986 erfolgte dann der langersehnte Spatenstich für die Walgau-Kaserne.

Ein bedarfsgerechter Bau

Bereits im Dezember desselben Jahres wurden die Rodungsarbeiten auf dem festgelegten Grundstück aufgenommen. In den Jahren 1987 bis 1989 wurde die Walgau-Kaserne mit einem Eingangsgebäude, vier Mannschaftsunterkünften in Kreuzbauweise, einem Stabs-, Wirtschafts- und Lagergebäude, einem Sportgebäude, einem Werkstättengebäude und einem Garagengebäude samt den Sport und Außenanlagen errichtet.

Feierliche Eröffnung

Die offizielle Schlüsselübergabe erfolgte am 30. Oktober 1989 in Anwesenheit von Verteidigungsminister Robert Lichal, des Armeekommandanten General Hannes Phillip und anderen hochrangigen Persönlichkeiten aus Klerus, Politik und Wirtschaft. Im November und Dezember 1989 wurde die Kaserne durch das Kommando des Landwehrstammregiments 91 mit der Wirtschaftsversorgungsstelle, der Stabskompanie, 1. und 3. Ausbildungskompanie bezogen. Aus dem Landwehrstammregiment wurde das Jägerregiment 9 und in weiterer Folge das Jägerbataillon 23. Aus der Wirtschaftsversorgungsstelle wurde die Bertriebsversorgungsstelle.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Vorarlberg

Das Jägerbataillon 23 tritt zum Festakt an.

Das Jägerbataillon 23 tritt zum Festakt an.

V.l.: Landeshauptmann Wallner, Landesrat Gantner, Brigadier Konzett, Oberstleutnant Köck.

V.l.: Landeshauptmann Wallner, Landesrat Gantner, Brigadier Konzett, Oberstleutnant Köck.

Die Kaderpräsenzeinheit demonstriert das neue gepanzerte Mehrzweckfahrzeug "Hägglunds".

Die Kaderpräsenzeinheit demonstriert das neue gepanzerte Mehrzweckfahrzeug "Hägglunds".

General Corrieri, Übeleis, Landesstatthalter Gasser, Militärkommandant Oberst Redl.

General Corrieri, Übeleis, Landesstatthalter Gasser, Militärkommandant Oberst Redl.

Ansprachen vor dem Bau der Kaserne.

Ansprachen vor dem Bau der Kaserne.

Verteidigungsminister Lichal übergab den Schlüssel für die neue Kaserne.

Verteidigungsminister Lichal übergab den Schlüssel für die neue Kaserne.

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