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Heereshubschrauber trainieren in den Bergen Tirols

Vomp, 20. September 2019  - Von 16. bis 27. September findet der Hochgebirgslandekurs am Hubschrauberstützpunkt Vomp statt. Drei junge Piloten der Fluggruppe 55 werden auf der "Alouette" III zum Einsatzpiloten in den Bergen Tirols ausgebildet. Die Hochgebirgslandeausbildung wird derzeit noch auf dieser in die Jahre gekommenen Maschine und in Zukunft auf einem modernen Mehrzweckhubschrauber durchgeführt werden. Hiezu sucht das Bundesheer noch geeignete Anwärterinnen und Anwärter. Die Ausbildung für die Hubschrauberpiloten dauert zwei Jahre. Oberstleutnant Christian H. von der Lehrabteilung Hubschrauber der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule Langenlebarn leitet diesen Lehrgang.  

"Gerade die Nutzung des Truppenübungsplatzes Lizum/Walchen auf 2.000 Metern Seehöhe bietet auf Grund seiner Nähe hervorragende Ausbildungsräume für Landungen im Hochgebirge", so der Ausbildungsleiter.

Hubschrauberstützpunkt Vomp als Basis

Der Hochgebirgslandekurs wird zweimal im Jahr im Hochgebirge durchgeführt. Bisher wurde der Hochgebirgslandekurs mit mehreren Hubschraubern aus Aigen im Ennstal/Steiermark und Hochfilzen/Tirol mit langen Anflugwegen durchgeführt. Dabei war die tatsächliche Ausbildungszeit für Hochgebirgslandungen über 2.000 Meter im Verhältnis zu den Anflügen kurz. Mit nur vier Maschinen ist das vom Hubschrauberstützpunkt von Vomp aus bestens geeignet, vor allem durch die vorhandene Infrastruktur (Fliegerhangar) und der Nähe zu den Landezonen im Hochgebirge. Der fast 50 Jahre bestehende Hubschrauberstützpunkt Vomp ist der im Westen gelegenste Militärhubschrauberstützpunkt, der für den Katastrophenschutz von essentieller Bedeutung ist. Die Ausbildung wird einsatznah in einem Raum durchgeführt, wo im Katastrophenfall das Bundesheer als rasche Hilfe zur Verfügung steht. (wie beim Lawinenunglück Galtür 1999 oder Schneechaos 2018).

Herausforderung für die Einsatzpiloten

Einer der angehenden Einsatzpiloten ist Wachtmeister Friedrich D. aus Salzburg. Bisher ist er nur im Winter im Hochgebirge geflogen. Vor jedem Einsatz wird der Flug mit dem Fluglehrer vorbesprochen. Das Hochgebirge fordert ein genaues Studium des Geländes, der Windverhältnisse und der Leistung der "Alouette" III bezogen auf die Flughöhe. Am ersten Tag wurde der Truppenübungsplatzes Lizum auf 2.000 Metern Seehöhe angeflogen.

"Die größte Herausforderung für mich ist mit dem Hubschrauber in großer Höhe einen möglichst leistungssparenden Anflug im schwierigen Gelände durchzuführen und den richtigen Landeplatz zu treffen. Heute wurde ein schwieriger Landeplatz in einer Höhe angeflogen, der sich noch von der Leistung her ausging. Die Wolkensituation erschwerte die Flugbedingungen", so der Flugschüler.

Dies wurde auch von seinem Fluglehrer, Major Thomas S., bestätigt: "Wachtmeister D. hat heute bewiesen, dass er einen schwierigen Landeplatz mit starken Windverhältnissen gut beurteilt hat und richtig angeflogen ist."

Bundesheer erfüllt Kindheitstraum

Für jeden jungen Burschen ist es ein Kindheitstraum Pilot zu werden, so auch für Friedrich D. Er wurde bei der Stellung beim Bundesheer dazu angesprochen. Er hat die Eignungsfeststellung zum Piloten bestanden und die Ausbildung zum Einsatzpiloten am Hubschrauber beim Bundesheer begonnen.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Tirol

Oberstleutnant H. (l., stehend) mit den drei Fluglehrern und den Flugschülern.

Oberstleutnant H. (l., stehend) mit den drei Fluglehrern und den Flugschülern.

Die Fluglehrer (r.) führen mit ihren Flugschülern die Flugvorbesprechung durch.

Die Fluglehrer (r.) führen mit ihren Flugschülern die Flugvorbesprechung durch.

Wachtmeister Friedrich D. im Cockpit der "Alouette" III.

Wachtmeister Friedrich D. im Cockpit der "Alouette" III.

Die "Alouette" III ist der Schulungshubschrauber für den Hochgebirgslandekurs in Tirol.

Die "Alouette" III ist der Schulungshubschrauber für den Hochgebirgslandekurs in Tirol.

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