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Jahresempfang 2019 und wehrpolitische Ehrung

Klagenfurt, 06. November 2019  - Am Mittwoch wurde zum traditionellen Jahresempfang des Kärntner Militärkommandanten in die Klagenfurter Windisch-Kaserne geladen. Zum 20. Mal wurde heuer die Auszeichnung "Wehrpolitischer Kärntner 2019" verliehen und zum zweiten Mal wurde ein Kärntner Unternehmen mit dem "Miliz-Gütesiegel" ausgezeichnet.

Militärkommandant Brigadier Walter Gitschthaler konnte Gäste aus Politik, von Behörden, der Exekutive, Rettungs- und Einsatzorganisationen, der Kirche, vom diplomatischen Korps, von Traditions- und Kameradschaftsverbänden sowie Medienvertreter und Soldaten begrüßen.

300 Besucher

Unter den Ehrengästen waren unter anderem der Landeshauptmann von Kärnten Peter Kaiser, Landtagspräsident Reinhart Rohr, Landesrat und Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner, Superintendent Manfred Sauer, Domdekan Michael Kristof, Generalkonsul der Republik Slowenien Anton Novak, Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß, Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin, Landesrettungskommandant Georg Tazoll, Landesrettungskommandant des Samariterbundes Christoph Messner sowie Brigadier Horst Hofer, Kommandant der 7. Jägerbrigade.

Klare Worte

Brigadier Walter Gitschthaler bedankte sich bei allen Verantwortlichen in der Politik und den Behörden sowie bei allen Blaulicht- und Rettungsorganisationen für die für Österreich beispielhafte Zusammenarbeit bei Katastropheneinsätzen in Kärnten.

Zur Situation des Heeres sagte er knapp: "Wir haben ein Problem." Gitschthaler führte als die beiden wesentlichen Punkte die oft angesprochene Budget- und die Personalsituation an. Am Beispiel der bevorstehenden Pensionierungen, die Abgänge bei der Miliz und die geburtenschwachen Jahrgänge bei den Stellungspflichtigen verdeutlichte er diesen Punkt.

"Wir stehen vor einer Grundsatzentscheidung, wie sich das Bundesheer entwickeln soll. Die Aufgabenbestimmung wäre der erste und die Mittel und Strukturen daran anzupassen der zweite Schritt", führte der Militärkommandant aus.

"Die bevorstehenden Einschnitte, wenn die finanziellen Mittel nicht von 0,56 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf ein Prozent fast verdoppelt werden, wären die Halbierung der Zahl von 55.000 Soldaten und Milizsoldaten. Dann müssen wir auch die Verfassung ändern, weil wir die dort verankerten Aufgaben der militärischen Landesverteidigung nicht mehr erfüllen können", so Gitschthaler.

"Fahrzeuge und Luftfahrzeuge sind teilweise 30 bis 40 Jahre alt und es fehlt an Personal. Die Miliz ist ins Alter gekommen und darf seit 2006 nicht mehr üben. Das ist wie ein Lehrling ohne Praxis. Eine Definition der Aufgaben des Heeres ist eine Grundsatzentscheidung", forderte Gitschthaler.

Auszeichnung zum "Wehrpolitischen Kärntner"

Die Auszeichnung zum "Wehrpolitischen Kärntner des Jahres" wird seit 2001 an Personen oder Organisationen verliehen, die den wehrpolitischen Auftrag des Bundesheeres in vorbildlicher Weise fördern. Die Laudatio für den "Wehrpolitischen Kärntner 2019" hielt Oberst Ralf Gigacher von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation im Militärkommando Kärnten.

"Nach dem Sturmtief 'Vaia' im vorigen Jahr in Kärnten war das Bundesheer mehrere Wochen im Assistenzeinsatz - mit Schwergewicht im schwer getroffenen Bezirk Hermagor. Bezirkshauptmann Pansi fungierte als Oberhaupt seines Bezirkes und als Koordinator aller Hilfskräfte. Er tat dies souverän, überlegt und mit unkonventionellen Mitteln, die uns letztlich die Zielerreichung, nämlich die Bannung unmittelbarer Gefahr, ermöglichte. Im militärischen Fachjargon nennen wir das Disziplinenkoordinierung, und diese verstand Bezirkshauptmann Pansi vortrefflich. Als Beispiel sei hier die spektakuläre Schließung das Gaildammes in Waidegg angeführt", begründete Gigacher die Ernennung zum "Wehrpolitischen Kärntner" in der Laudatio.

Bezirkshauptmann Pansi war von der Auszeichnung sichtlich überrascht. "Es ist Teil meines Jobs, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen und für den Bezirk das Beste zu veranlassen. Ich möchte mich hier bei alle Organisationen, Institutionen sowie meinen Mitarbeiter für die großartige Zusammenarbeit während der Unwetterkatastrophe bedanken", so der Ausgezeichnete.

Miliz-Gütesiegel

Ein weiterer Programmpunkt beim Jahresempfang war die Überreichung des Miliz-Gütesiegels. Für besonderes Engagement um die Anliegen der Miliz als Unternehmen, erhielt diese Auszeichnung dieses Jahr das Klagenfurter Notariat Klaus Schöffmann. Inhaber Klaus Schöffmann ist selbst Milizsoldat und als Oberleutnant beim Militärkommando Kärnten beordert.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Kärnten

Höhepunkt: Ehrung zum "Wehrpolitischen Kärntner 2019".

Höhepunkt: Ehrung zum "Wehrpolitischen Kärntner 2019".

Das Notariat Schöffman erhielt das Milizgütesiegel.

Das Notariat Schöffman erhielt das Milizgütesiegel.

Militärkommandant Gitschthaler, l., stellte den neuen Kommandanten der 7. Jägerbrigade vor: Brigadier Horst Hofer.

Militärkommandant Gitschthaler, l., stellte den neuen Kommandanten der 7. Jägerbrigade vor: Brigadier Horst Hofer.

300 Gäste folgten der Einladung in die Windisch-Kaserne.

300 Gäste folgten der Einladung in die Windisch-Kaserne.

Unter den Ehrengästen, v.l.: Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser, Landespolizeichefin Michaela Kohlweiß, Militärkommandant Walter Gitschthaler, Landesrat Daniel Fellner und Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin.

Unter den Ehrengästen, v.l.: Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser, Landespolizeichefin Michaela Kohlweiß, Militärkommandant Walter Gitschthaler, Landesrat Daniel Fellner und Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin.

Musikalische Begleitung durch die Kärntner Militärmusiker.

Musikalische Begleitung durch die Kärntner Militärmusiker.

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