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Podiumsdiskussion "Von der Strategie zur Realität - Weltmacht China" und Buchpräsentation

Wien, 27. November 2019  - Eine ausgewählte Runde traf sich Mittwochabend zur Podiumsdiskussion "Von der Strategie zur Realität - Weltmacht China". Die in Kooperation mit der Wiener Zeitung stattgefundene Veranstaltung wurde auch zur Präsentation des Buches "Chinas Grand Strategy im Wandel" genutzt.

Einschätzungen der aktuellen Lage

Die drei Herausgeber des Buches saßen dabei im Panel: Peter Buchas, Unternehmensberater in China; Doris Vogl, Sinologin und Lektorin an den Universitäten Wien und Salzburg sowie Walter Feichtinger, Leiter des Instituts für Friedenssicherung und Konfliktmanagement (IFK). Dieser führte als Moderator und Repräsentant der Landesverteidigungskademie durch den Abend.

Ergänzt wurde die Runde durch Michael Löwy, Bereichsleiter Internationale Beziehungen der Industriellenvereinigung, Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Professorin am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien sowie dem Chef des Ressorts Außenpolitik der Wiener Zeitung, Thomas Seifert. Neben tagesaktuellen Einschätzungen der Lage in Hong Kong und Erörterung zum "Säbelrasseln" im südostasiatischen/transatlantischen Raum kristallisierten sich drei Themenkomplexe heraus.

Welche Gesamtstrategie verfolgt China und was sind die Leitlinien?

Eine Gesamtstrategie beruft sich derzeitig auf verschiedene Strategiepapiere, Parteibeschlüsse und Gesellschaftskonzepte und ist entgegen ihrer Bezeichnung noch fragmentiert vorhanden. Das selbstbewusste Auftreten im wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Bereich lässt jedoch keinen Zweifel an Chinas globalem Machtanspruch aufkommen. Großprojekte im Wirtschaftsbereich, der Ausbau der Streitkräfte und der Kulturexport sind Teile dieses Plans. Erfolgreich wird die Strategie spätestens zur selber definierten Deadline 2049 sein: Dann möchte sich das Land der Mitte auf Augenhöhe mit dem Westen positioniert haben und seine globale Dominanz gefestigt wissen.

Die "Belt and Road Initiative" als Prestigeprojekt Chinas

Das sich mittlerweile weit über Asien auf Europa und Afrika erstreckende Infrastruktuprojekt, welches ursprünglich rein ökonomisch konzipiert wurde, verfolgt mittlerweile auch geopolitische Ziele. Dazu gehört die Einflussnahme in der Peripherie und Konkurrenz zu anderen globalen Akteuren wie den USA oder Russland. Der forcierte Zugang zum europäischen Binnenmarkt - Heimat von 500 Millionen Konsumenten - kann aus europäischer Sicht als Hebel benutzt werden, Druck  bei sicherheitspolitischen und humanitären Themen auszuüben.

Die große Bedeutung der Beziehungen EU/China/Russland

Im tagespolitischen Machtkampf zwischen den USA, China und Russland darf Europa nicht den Anschluss verlieren bzw. zwischen die mitunter auch wirtschaftlichen Fronten geraten. Die USA positionieren sich als schärfster Gegner Chinas - und nähern sich parallel Russland an. Gleichzeitig besteht eine Allianz der asiatischen Großmächte gegen die Vereinigten Staaten. Eine starke Europäische Union kann nur durch Kooperation sein Gewicht in der Welt behalten. China zeigt dabei eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit in z.B. wirtschaftlichen Bereichen, wenn es um potentielle Kooperationen mit (europäischen) Partnern geht.

Das Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement veranstaltet regelmäßig Podiumsdiskussionen zu sicherheitspolitischen Themen. Das Buch erschien in der militärwissenschaftlichen Publikationsreihe der Landesverteidigungsakademie.

Ein Bericht der Redaktion Landesverteidigungsakademie

Brigadier Walter Feichtinger führte durch die Podiumsdiskussion.

Brigadier Walter Feichtinger führte durch die Podiumsdiskussion.

Das Publikum hörte einer hochkaräten Gesprächsrunde zu.

Das Publikum hörte einer hochkaräten Gesprächsrunde zu.

Susanne Weigelin-Schwiedrzik von der Universität Wien.

Susanne Weigelin-Schwiedrzik von der Universität Wien.

Doris Vogl von der Universität Salzburg.

Doris Vogl von der Universität Salzburg.

Thomas Seifert von der Wiener Zeitung.

Thomas Seifert von der Wiener Zeitung.

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