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Soldaten beenden Assistenzeinsatz in Kärnten - Leistungen mit 560.000 Euro beziffert

Kärnten , 11. Dezember 2019  - Seit Samstag, den 16. November 2019, waren bis zu 80 Soldatinnen und Soldaten im Katastropheneinsatz, um die Schäden der Adriatiefs zu beseitigen. Die Villacher Pioniere leisteten insgesamt rund 4.600 Personenstunden und waren bis Dienstag, den 10. Dezember 2019, im Hammergraben bei Zlan in der Gemeinde Stockenboi mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Hilfe am Boden und aus der Luft

Sie errichteten unter anderem Steinkästen, um Straßen im Unterbau zu verstärken. Bis zu fünf Hubschrauber bewegten in über 130 Flugstunden rund 45 Tonnen Material und Lebensmittel für die abgeschnittenen Kärntner Haushalte und unterstützten die Evakuierungen. Bundesheer-Flugretter von den Jägerbataillonen 25 und 26 sowie Sanitätspersonal vom Pionierbataillon 1 waren für etwaige Notfälle ständig bei den Einsätzen in der Luft und am Boden vor Ort. Dieser Einsatz des Bundesheeres in Kärnten kann mit 560.000 Euro an Leistungen beziffert werden, welche die Soldatinnen und Soldaten erbracht haben. Diese Kosten bleiben den Gemeinden aufgrund des Assistenzeinsatzes erspart.

Serie an Adriatiefs

Die Serie der Adriatiefs Anfang November mit extremen und lang andauernden Regen- und Schneefällen haben schwere Schäden in West- und Südösterreich angerichtet. In Kärnten waren viele Gemeinden von diesen Unwettern betroffen. Die Gemeinden Mallnitz, Stall im Mölltal, Feld am See und Stockenboi waren besonders getroffen. Deshalb wurde das Bundesheer von den Bezirkshauptmannschaften Spittal/Drau und Villach-Land zur Unterstützung angefordert.

Einsätze des Bundesheeres

Am Beginn des Assistenzeinsatzes, am 16. November, waren anfangs zwei und in weiterer Folge bis zu fünf Bundesheer-Hubschrauber für Erkundungs- und Versorgungsflüge sowie zur Unterstützung der Einsatzkräfte am Boden, wie zum Beispiel der Kelag im Einsatz. Ab Montag, den 18. November, beseitigten Soldaten des Pionierbataillons 1 aus Villach mit schwerem Gerät die Folgen einer Geröll- und Schlammlawine auf der Mallnitzer Bundesstraße (B105), um die Erreichbarkeit von Mallnitz wieder sicherzustellen.

In Feld am See drohte ein rund neun Tonnen schwerer Fels in extrem schwierigem Gelände auf die darunterliegende Siedlung abzustürzen. Da eine Sprengung zu viele Gefahren mit sich gebracht hätte, wurde der Fels gesichert und mit Ankerhaken, die eingebohrt und eingeklebt wurden, versehen. Mit Stahlseilen und Greifzügen konnte so der tonnenschwere Brocken ins Tal befördert werden.

Zeitgleich waren die Villacher Pioniere auch in der Gemeinde Stall im Mölltal mit einer Hangsicherung beschäftigt. Dort wurden 25 Häuser evakuiert, da ein Stallgebäude und eine zum damaligen Zeitpunkt 180.000 Kubikmeter fassende Jauchegrube abzurutschen drohte. Mit rund 50 Panzerigel und Schotter befüllten 500 Kilogramm schweren Sandsäcken (so genannte "Big Bags"), ist es gelungen ein Abrutschen des Hanges zu verhindern.

Die letzte gefährliche Schadstelle befand sich im Hammergraben in der Gemeinde Stockenboi. Einige Gehöfte waren dort ebenfalls von der Umwelt abgeschnitten, da die Zufahrtsstraße unterspült wurde und so ein Befahren nicht mehr möglich war. Die Pioniere errichteten einen mehrere Meter langen mit Steinen und Schotter befüllten Holzsteinkasten, um so den weggespülten Hang unterhalb der Straße zu ersetzten und diese wieder befahrbar zu machen.

80 Soldatinnen und Soldaten halfen in Kärnten.

80 Soldatinnen und Soldaten halfen in Kärnten.

4.600 Personenstunden leisteten die Villacher Pioniere.

4.600 Personenstunden leisteten die Villacher Pioniere.

130 Flugstunden absolvierten die Helikopter des Heeres, um der Bevölkerung zu helfen.

130 Flugstunden absolvierten die Helikopter des Heeres, um der Bevölkerung zu helfen.

Bis zu fünf Hubschrauber waren in Kärnten eingesetzt.

Bis zu fünf Hubschrauber waren in Kärnten eingesetzt.

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