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Wider das Vergessen: Gedenkfeier am Grazer Feliferhof

Graz, 20. Mai 2005  - Vor 60 Jahren endete die jahrelange und systematische Ermordung von Menschen durch die Nationalsozialisten auch am Grazer Feliferhof. Dort entdeckten alliierte Truppen im Mai 1945 ein Massengrab mit 143 Ermordeten, 116 davon trugen Zivilkleidung.

Dieser Opfer wurde gestern am Feliferhof gedacht: Das Militärkommando Steiermark, die Stadt Graz, der Landesschulrat für Steiermark und die Österreichische Liga für Menschenrechte hatten zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung geladen. An jenen Ort, der in der Monarchie als Schießplatz errichtet und während der NS-Zeit unter anderem zur Hinrichtungsstätte umfunktioniert worden war.

Die Gedenkfeier wurde von engagierten Grazer Schülerinnen und Schülern gestaltet. Dabei präsentierten sie Teile jener Projektarbeiten, die an ihren Schulen dem BG/BRG Carnerigasse, dem Musikgymnasium Dreihackengasse, dem BG/BRG Klusemannstraße, dem BRG Körösistraße, dem BG/BRG Oeverseegasse sowie an der Pädagogischen Akademie am Hasnerplatz durchgeführt wurden und die schrecklichen Geschehnisse am Feliferhof reflektierten.

Zu den zahlreichen Ehrengästen zählten gestern neben weiteren auch Alt-Landeshauptmann Josef Krainer sowie der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Gérard Sonnenschein. Außerdem hatten es sich der Grazer Polizeidirektor Helmut Westermayer sowie der geschäftsführende Präsident der steirischen Landesgruppe des Österreichischen Kameradschaftsbundes, Dr. Volker Zimmermann, nicht nehmen lassen, an der Gedenkfeier teilzunehmen. Die Stadt Graz war durch Bürgermeister Siegfried Nagl sowie die Stadträtinnen Tatjana Kaltenbeck-Michl und Wilfriede Monogioudis vertreten.

Neben Klaus Gartler, Steiermark-Vorsitzender der Österreichischen Liga für Menschenrechte, bedankte sich auch Militärkommandant Generalmajor Heinrich Winkelmayer bei den jungen Organisatoren der Gedenkfeier. Sie, die Schülerinnen und Schüler aus Graz, würden auf diese Weise dem Vergessen und damit einer leider aktuellen Erscheinung unserer Zeit wirksam gegensteuern, betonte Winkelmayer.

Als symbolische Geste wurde zum Abschluss der Gedenkveranstaltung am Feliferhof ein Kastanienbaum gepflanzt.

Klaus Gartler von der Liga für Menschenrechte bedankt sich bei den jungen Organisatoren.

Klaus Gartler von der Liga für Menschenrechte bedankt sich bei den jungen Organisatoren.

Engagierte Grazer Schülerinnen und Schüler gestalteten die Gedenkfeier.

Engagierte Grazer Schülerinnen und Schüler gestalteten die Gedenkfeier.

Auch der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl gedachte der Opfer am Feliferhof.

Auch der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl gedachte der Opfer am Feliferhof.

Symbolische Geste: Generalmajor Winkelmayer hilft mit, einen Kastanienbaum zu pflanzen.

Symbolische Geste: Generalmajor Winkelmayer hilft mit, einen Kastanienbaum zu pflanzen.

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