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Bundesheer beendet Feuerlöscheinsatz in Kroatien

Kroatien, 26. August 1998  - Die Flächenbrände auf der Insel Korcula an der dalmatinischen Küste sind unter Kontrolle gebracht worden. Die Fliegerkräfte des österreichischen Bundesheeres waren inklusive der Verlegungen 96 Flugstunden lang im Einsatz und haben dabei insgesamt 277.000 kg an Lasten transportiert. Etwa zwei Drittel davon sind auf Löschwasser entfallen. Am späteren Vormittag des 17. August 1998 erfolgte die Beendigung der Brandbekämpfung aus der Luft. Noch am gleichen Tag sind die Hubschrauber in den Abendstunden wieder zu ihren Heimatbasen in Langenlebarn und Linz-Hörsching zurückgekehrt.

Vier Transporthubschrauber vom Typ Agusta Bell 212 waren seit Freitag, den 14. August mit Absprungbasis in Ploce an der kroatischen Adria-Küste eingesetzt gewesen. In Zusammenarbeit mit französischen Spezialtrupps zur Brandbekämpfung haben sie auf der vorgelagerten Insel Korcula mehrere Tage hindurch das Übergreifen der Flammen auf noch nicht vom Feuer ergriffene Flächen erfolgreich verhindert. Die Hubschrauber sind in der Lage, am Außenlasthaken Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von ca. 1.000 l zu transportieren.

Bereits am ersten Einsatztag wurden noch ab ca. 1500 Uhr drei Flugstunden in der Feuerbekämpfung zugebracht und insgesamt vier Tonnen Wasser transportiert. Am zweiten Einsatztag verzeichnete die Statistik bereits 14,15 Flugstunden vor Ort und den Transport von ca. 58.000 kg an Lasten. Am dritten Einsatztag waren bereits 33 Flugstunden geflogen und 215.000 kg an Lasten transportiert. Bei Beendigung der Einsätze vor Ort waren insgesamt etwas mehr als 50 Flugstunden geflogen und 277.000 kg an Lasten transportiert worden. Etwa zwei Drittel der Lastentransporte betrafen Löschwasser, das verbleibende Drittel Löschgeräte und sonstige Materialien.

Zu Beginn und bei Beendigung des Einsatzes sind mit Flächenflugzeugen vom Typ "Skyvan" Verlegungsflüge zum Personen- und Materialtransport durchgeführt worden. Wenn man die Einsatzflüge vor Ort und die Verlegung in den Einsatzraum und zurück zusammenfaßt, sind vom 14. bis 17. August gesamt 96 Flugstunden angefallen.

Bei dem Einsatz waren 25 Mann des österreichischen Bundesheeres und zwei zivile Feuerwehrleute beteiligt. Es war dies das erste Mal, daß Fliegerkräfte des Bundesheeres sich an einem realen Hilfseinsatz im Ausland beteiligt haben. Bei den Vorbereiteten Einheiten (VOREIN) des österreichischen Bundesheeres zur internationalen Hilfeleistung sind u.a. leichte Fliegerkräfte, z.B. Hubschrauber, vorgesehen. Im Zuge von PfP-Übungen sind vergleichbare Einsätze schon mehrfach, auch in einem internationalen Umfeld geübt worden. Die eingesetzten Kräfte des Bundesheeres kamen vom Fliegerregiment 1 in Langenlebarn sowie vom Fliegerregiment 3 in Linz-Hörsching.

Die AB 212 im Löscheinsatz

Die AB 212 im Löscheinsatz

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