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Vertrag über Ulan Schützenpanzer für das Bundesheer rechtskräftig

Wien, 07. Mai 1999  - Heute vormittag ist vor Vertretern des österreichischen Bundesheeres von der Firma Steyr Daimler Puch Spezialfahrzeug AG (SSF) als Hersteller der Vertrag über die Lieferung von Schützenpanzern Ulan gegengezeichnet und somit rechtskräftig geworden. Die Vertragssumme beträgt ca. 3,1 Milliarden Schilling. Die Auslieferung der Ulan als Teil des Mech-Paketes an das Bundesheer ist in den Jahren 2002 bis 2004 vorgesehen. Mit diesem Auftrag ergeben sich zusätzlich Impulse für die österreichische Wirtschaft und die Sicherung von heimischen Arbeitsplätzen.

Der Schützenpanzer Ulan ist ein modernes gepanzertes Kampf- und Transportfahrzeug, das der Panzergrenadiergruppe neben Schutz hohe Feuerkraft und Beweglichkeit bei Tag und Nacht verleiht und gleichzeitig maximale Leistungen erbringt. Der Ulan ist für die zukünfte Aufgabenerfüllung der Panzergrenadiere optimal geeignet.

Das verhandelte Gesamtpaket besteht aus 112 Fahrzeugen sowie den Systemanteilen für Ausbildung und Logistik. Diese Systemanteile umfassen die Ausbildung von technischem und Fahrerpersonal, die entsprechenden Ausbildungsmittel, Fahrschultürme, Spezialwerkzeuge inkl. Meß- und Prüfgeräte, technische Dienstbehelfe, erforderliche Ersatzteilsätze etc. Das Gesamtsystem wird über einen Zeitraum von zumindest 30 Jahren in Verwendung stehen können.

Durch den Auftrag, der eine Größenordnung von ca. 3,1 Milliarden Schilling umfaßt, wird ein hoher inländischer Wertschöpfungsanteil erreicht. Zusätzlich ist die Umsatzsteuer an die staatliche Finanzverwaltung abzuführen. Da der Vertrag eine Zahlung bei Lieferung vorsieht, können Finanzierungskosten vermieden werden. Der Hersteller hat sich u.a. verpflichtet, Systemkomponenten für den Ulan, die aus dem Ausland zugekauft werden, zu 120 Prozent mit Beschaffungen im Inland zu kompensieren.

Der Schützenpanzer wurde im Zusammenwirken der Planungsstellen des Bundesministeriums für Landesverteidigung mit SSF entwickelt und internationalen Vergleichserprobungen unterzogen. Damit wurde sichergestellt, daß der Ulan die spezifischen Anforderungen des österreichischen Bundesheeres in besonderer Weise erfüllt.

Am 10. Dezember 1996 hat Bundesminister Dr. Werner Fasslabend dem Landesverteidigungsrat den Projektstand über die Beschaffung von Panzerfahrzeugen für das österreichische Bundesheer vorgetragen. Der Landesverteidigungsrat hat dann bekanntlich empfohlen, das sogenannte Mech-Paket zu beschaffen. In dieser Empfehlung war auch enthalten, Verhandlungen bezüglich eines Schützenpanzers mit einem heimischen Hersteller aufzunehmen.

Ulan Schützenpanzer

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Ulan Schützenpanzer

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