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Der Einsatz in Kaprun aus der Sicht der Fliegerkräfte

Kaprun, 13. November 2000  - Als die Besatzungsmitglieder der eingesetzten Hubschrauber am Samstag, dem 11. November 2000, zur Assistenzleistung in den Dienst gestellt wurden, ahnten sie nicht, was auf sie zukommen wird.

Erst am Einsatzort, nach einer Lageeinweisung, wurde das wahre Ausmaß des Unglücks erkennbar. Vermutlich 155 Personen, darunter viele Jugendliche, fielen der verheerenden Brandkatastrophe am Kitzsteinhorn zum Opfer. Aufgrund der Rauchentwicklung und den notwendigen Sicherungsmaßnahmen war an eine Bergung der Opfer vor Montag, dem 13. November, nicht zu denken.

Spezialisten wurden eingeflogen und Einsatzkräfte zum und vom Einsatzort transportiert. Mit einem Hubschrauber aus Langenlebarn, zwei Maschinen aus Aigen/Ennstal und einem Hubschrauber aus Linz/Hörsching wurden ab Montag die Opfer vom Stollenausgang der Mittelstation nach Salzburg geflogen.

Kadersoldaten aus den Garnisonen in Salzburg hatten nicht nur die körperlich anstrengende, sondern vor allem auch psychisch belastende Aufgabe, die Opfer von der Unfallstelle über ca. 1800 Stufen nach oben und über einen rund 700m langen Querstollen hinaus ins Freie zu bringen.

Nebel, schlechte Sicht sowie ein kräftiger Föhnsturm behinderten den Einsatz der Transporthubschrauber.

Nur der fundierten Ausbildung und der Erfahrung unserer Piloten und Techniker war es zu verdanken, daß diese auf einem ca. 5x5m großen Landeplatz, knapp neben dem Tragseil der Seilbahn, die Opfer aufnehmen und nach Salzburg transportieren konnten.

"Die Kameradschaft, Professionalität, der ständige Stress und die unbürokratische Art der Zusammenarbeit mit allen Teilen machten es möglich, diese schreckliche, aber notwendige Aufgabe zu erfüllen", sagte ein Techniker.

Major Lang (Kriminalabteilung Salzburg) im ORF - Interview: " Viele haben Unglaubliches geleistet! Aber uns hat die Flugleistung der Hubschrauberpiloten des Österreichischen Bundesheeres besonders imponiert. Einmal hat mich unser Einsatzleiter im Berg angerufen und mir über die hervoragenden fliegerischen Leistungen berichtet. Und wir sind wirklich oft minutenlang unten gestanden und haben uns die Szenerie am Himmel angesehen. Diese Dinge, die waren einfach ergreifend."

Ohne den Einsatz von Transporthubschraubern der Luftstreitkräfte wäre der schnelle Einsatz der Hilfskräfte und der Abtransport der Opfer in diesem schwierigen Gelände nicht möglich gewesen. Die Besatzungen wurden bis zu Ihrer Leistungsgrenze gefordert.

Aber nicht nur die Leistungen der Einsatzkräfte, auch die psychologische Betreuung war hervorragend und wird auch in der Nachbereitungsphase weiter durchgeführt.

nähere Informationen zum Einsatz des Bundesheeres in Kaprun

Agusta Bell 212 im Anflug auf den Landeplatz.

Agusta Bell 212 im Anflug auf den Landeplatz.

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