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"Cook & Chill": Die neue Küche des Bundesheeres

Wien, 18. August 2005  - Ab 22. August werden die Reformmaßnahmen des Bundesheeres auch in den Heeres-Küchen wirksam. Zunächst wird das Projekt "Cook & Chill" (Kochen und Kühlen) in Wien umgesetzt - bald soll das neue System auch in den Bundesländern eingeführt werden.

Ziel ist es, zu Jahresende 2005 die Bundesheer-Zentralküche im "Cook & Chill"-Verfahren zu betreiben. Damit werden sämtliche Ausgabestellen des Heeres im Nahbereich Wiens mit zeitgerechtem Essen versorgt.

Was ist "Cook & Chill"?

"Cook & Chill" ist ein Verfahren, bei dem die Komponenten einer Speise im herkömmlichen Verfahren gegart und unmittelbar nach der Zubereitung einem Schnellkühlprozess unterzogen werden. Dies unterbricht den Garprozess. Anschließend werden die Produkte verpackt und über dem Gefrierpunkt (bis max. 4°C) gelagert. Unmittelbar vor dem Verzehr werden die Speisen in den Ausgabestellen regeneriert und zeitnah an die Konsumenten ausgegeben. Dieses Verfahren belässt den Lebensmitteln einen Nährstoff- und Vitamingehalt, der um 30 Prozent höher liegt als bisher.

Warum diese neue Küche für unsere Soldaten der Zukunft?

Die Verpflegsversorgung im Österreichischen Bundesheer wurde umstrukturiert. Mit der Umstellung auf die so genannte Komponentenverpflegung entspricht das Heer den neuesten Trends der Essenszubereitung. Die Änderung der Essgewohnheiten und die täglichen Anforderungen des Berufslebens haben mit sich gebracht, dass die Küchen des Bundesheeres nicht mehr ausschließlich die Verköstigung von Grundwehrdienern übernehmen, sondern auch als Betriebsverpflegung anzusehen sind. Daher wird besonderer Wert auf die Qualität der Lebensmittel gelegt, um den Bediensteten Speisen mit höherem Gesundheitswert als bisher zu bieten.

Die Vorteile von "Cook & Chill" liegen auf der Hand

Neben einer Reduktion der Gesamtkosten soll vor allem eine Qualitätssteigerung in den Bereichen Geräteausstattung und Personaleinsatz erreicht werden. Zusätzlich ermöglicht das neue System mehr Flexibilität bei unterschiedlichen Ausgabezeiten. Durch das "Cook & Chill"-Verfahren kommt es zu einer deutlichen Verbesserung der Speisequalität. Für die Köche sind kochfreie Wochenenden und attraktivere Arbeitszeiten als positive Nebeneffekte zu werten.

Wo gibt es bereits das "Cook & Chill"-Verfahren?

Im europäischen Raum hat sich "Cook & Chill" bewährt. Angewandt wird es vor allem in hygienisch sensiblen Bereichen wie Krankhäusern, Pflegeheimen, Schulen, Kindergärten, aber auch im Catering und der Betriebsverpflegung mit mehreren örtlich getrennten Ausgabestellen - wie auch beim Österreichischen Bundesheer.

Für das Bundesheer war ausschlaggebend, dass in naher Zukunft alle Soldaten und Mitarbeiter hochqualitative und gesunde Speisen erhalten.

Ein Bericht der Redaktion Abteilung Kommunikation

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