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Bundesheer kämpft in Salzburg gegen den Schnee

Salzburger Soldaten stehen seit Montagmorgen im Dauereinsatz gegen die Wetterkapriolen

Salzburg, 09. Februar 2006  - Knapp 300 Soldaten aus ganz Salzburg wurden diese Woche alarmiert, um den Schneemassen Einhalt zu gebieten. Am Montag wurde das Werkschulheim Felbertal in Ebenau wegen Einsturzgefahr evakuiert und das Bundesheer zur Assistenzleistung angefordert.

Das Militärkommando Salzburg setzte 92 Soldaten in Marsch, um die 7000 m² Dachfläche zu räumen. Die 40 Helfer der Luftraumüberwachung aus der Schwarzenberg-Kaserne und die 52 Männer des Militärkommandos Salzburg hatten dabei bis zu zwei Meter hohen Schnee zu bewältigen. Gegen das Abstürzen gesichert wurden sie von Heereshochalpinisten, die über die entsprechende Ausrüstung und eine hervorragende Ausbildung verfügen.

Höchste Einsturzgefahr

Ähnlich prekär die Situation bei einer Holzbearbeitungsfirma in Adnet: Der zuständige Statiker schlug gegen 16 Uhr Alarm, dass das Dach die Schneelast nicht mehr lange halten könnte. Sofort rückten weitere 40 Soldaten des Fliegerabwehrregimentes 3 aus und begannen gegen 17 Uhr mit den Arbeiten auf dem Flachdach. " Wenn das Bundesheer 30 Minuten später eingetroffen wäre, hätte das Dach unter der Schneelast nachgegeben", berichtet der Firmenchef. Auf dem 10500 m² großen Dach lasteten bis zu 500 Kilo Druck pro Quadratmeter.

Kuchl ebenfalls Einsatzgebiet

In Kuchl wurden die Dächer einer Holzbaufirma abgeschaufelt. Der in tieferen Lagen feuchte Schneefall war schwierig zu entfernen. 50 Soldaten des Fliegerabwehrregimentes 3 befreiten in mühsamer Arbeit die zehn Meter hohen Gebäude vom tonnenschweren Schnee.

Kinder-Schischule bedroht

In Werfenweng drohte ein großes Stallgebäude unter der überwältigenden Schneemenge einzustürzen. Da der Stall direkt neben einer Kinderschischule liegt, waren die Kinder in Gefahr und rasches Handeln notwendig.

Hauptmann Gierlinger vom Fliegerabwehrregiment 3 setzte seine 25 Soldaten umsichtig, aber trotzdem rasch und effizient ein, um das Schlimmste zu verhindern. Auch bei einigen Privathäusern zeigen sich schon erste Risse im Mauerwerk, auch hier war Hilfe dringend notwendig.

Keine Wetterbesserung in Sicht

Für das Wochenende ist vorerst noch keine Entspannung absehbar. Deshalb zog das Militärkommando Salzburg 175 Soldaten aus der Strucker-Kaserne in Tamsweg und 21 Soldaten der Stabskompanie des Militärkommandos Salzburg in der Rainer-Kaserne in Glasenbach zusammen. Die Hilfskräfte können jederzeit auf Anforderung der Salzburger Behörden weitere Dächer von Schulen, Kindergärten und anderen öffentlichen Gebäuden vom Schnee befreien.

Zusammenarbeit mit Behörden

Der Paragraph 2, Absatz 1 lit. c regelt den Einsatz des Bundesheeres bei Assistenzleistungen. So können auf Ansuchen der zuständigen Bezirkshauptmannschaft rasch Soldaten zur Hilfeleistung bereitgestellt werden.

Das Militärkommando Salzburg führt und koordiniert dabei die im Bundesland stationierten Kräfte während der Assistenzleistung über eine eigens eingerichtete Einsatz-Zelle aus der Riedenburg-Kaserne in der Stadt Salzburg.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Salzburg

Ein Stallgebäude in Werfenweng drohte einzustürzen.

Ein Stallgebäude in Werfenweng drohte einzustürzen.

Das Werkschulheim musste evakuiert werden.

Das Werkschulheim musste evakuiert werden.

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