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Militär und Seelsorge in Österreich und weltweit

Wien, 31. Jänner 2007  - Die evangelische Militärseelsorge feiert morgen ihr 50-jähriges Bestehen in der Landesverteidigungsakademie (Sala Terrena, Amtsgebäude Stiftgasse 2a, 1070 Wien). Zum ganztägigen Symposium "Netzwerk der Betreuung" werden Ärzte, Psychologen, Militärethiker, Kommandanten u.a. aus dem Militär die Zusammenarbeit im In- und Ausland vorstellen und diskutieren.

Internationale Militärseelsorge

Im abendlichen Festakt werden neben der Buchpräsentation "Es gibt nie ein Zuviel an Seelsorge" der neue Verteidigungsminister Norbert Darabos, der Evangelische Bischof Herwig Sturm und der Generalstabschef General Roland Ertl sprechen. Die obersten Militärseelsorger aus Schweiz, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn und Slowenien haben sich ebenfalls angekündigt.

Militär im Wandel

Am 1. Februar 1957 trat der erste hauptamtliche Militärpfarrer Helmut May, der Bruder des damaligen Bischofs Gerhard May, seinen Dienst im Österreichischen Bundesheer an. Heute betreuen sieben Militärseelsorge, unter der Leitung des Militärsuperintendenten Oskar Sakrausky Soldaten im In- und Ausland. Vor 50 Jahren war das Österreichische Bundesheer geprägt von der Nachkriegszeit und in der Folge von den Rahmenbedingungen des kalten Krieges. Heute gehört es zur Aufgabe des österreichischen Soldaten, die Interessen des Staates sowohl im Assistenzeinsatz in Österreich z.B. an der Ostgrenze (zur Slowakei und Ungarn), als auch in Bosnien, im Kosovo und am Golan zu vertreten.

Tätigkeiten der Seelsorge sind gefragt

Der Militärseelsorger begleitet in der "Mitgehenden Seelsorge" die Soldaten in den Einsatz. Der Militärpfarrer wird gerne – auch aufgrund seiner Schweigepflicht – als Vertrauensperson angenommen. Er betreut die Soldaten in liturgischen Feiern – bei Totengedenken, Angelobungen, Segnungen aber auch bei Feierlichkeiten um Weihnachten und Ostern. Er hilft den Soldaten in Fragen der Militärethik durch Gespräch und Unterricht. Den Kommandanten unterstützt er in der Funktion des Beraters ("social, religious and cultural adviser").

Vernetzung der Arbeit

In wieweit diesem breiten Aufgabenfeld die Militärseelsorge gerecht werden wird, liegt u. a. an der Vernetzung ihrer Arbeit mit den Bereichen Militär (Professionalisierung) und Kirche (Ökumenisierung) im internationalen Kontext (Internationalisierung). Der Schlüssel für das erfolgreiche Handeln der Militärseelsorge in der Zukunft wird in der "Kirchlich-militärischen-Zusammenarbeit" (KMZ) liegen.

Ein Bericht der Redaktion Evangelische Militärseelsorge

Der erste hauptamtliche Militärpfarrer: Helmut May.

Der erste hauptamtliche Militärpfarrer: Helmut May.

Besonders im Grenzeinsatz...

Besonders im Grenzeinsatz...

...und im Auslandseinsatz ist der Militärseelsorger als Vertrauensperson besonders wichtig.

...und im Auslandseinsatz ist der Militärseelsorger als Vertrauensperson besonders wichtig.

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