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Bundesheer-Assistenzeinsatz im Quellschutzgebiet Wildalpen

Wildalpen, 19. Mai 2007  - Auf Anforderung der Stadt Wien führt das Bundesheer seit 14. Mai einen Assistenzeinsatz zum Schutz des Quellwassergebietes Wildalpen durch.

Über Nacht kam Kyrill

In der Nacht vom 18. auf den 19. Jänner 2007 verursachte der Orkan "Kyrill" auch in Österreich große Schäden. Und die in der Obersteiermark gelegene Forstverwaltung Wildalpen der Stadt Wien war von diesem Elementarereignis besonders stark betroffen. Die Schadholzmenge betrug 30.000 bis 35.000 Kubikmeter, dies entspricht der vierfachen Jahres-Erntemenge. Die zuständige Magistratsabteilung 49 - Forstamt der Stadt Wien konnte einen Teil der Schäden aufarbeiten. In Lagen ohne Forststraßen, wo aus Gründen des Quellenschutzes auch keine Straßen gebaut werden dürfen, kann das geworfene Holz aber nicht entfernt werden. Um aber eine Borkenkäfer-Massenvermehrung - und in der Folge Schäden im gesunden Wald - zu vermeiden, müssen diese Stämme entrindet werden.

Nachhaltigkeit statt Kurzsichtigkeit

Der nachhaltige Schutz des Quellwassergebietes ist von höchster Bedeutung für die Menschen in der Bundeshauptstadt. Deswegen ist das Militärkommando Wien seit 14. Mai im Raum Wildalpen im Einsatz. Die Soldaten entrinden in Zusammenarbeit mit der Magistratsabteilung 49 ungefähr 10.000 schadhafte Bäume. Denn sollte der fünf Millimeter große Borkenkäfer auch die gesunden Bäume befallen, wären Erdrutsche und Boden-Erosion zu befürchten. Das Ökosystem wäre nicht mehr im Gleichgewicht, die Folgen in Jahrzehnten irreparabel. Deshalb ist der Einsatz langfristig gesehen so wichtig.

Ganz Österreich hilft mit

Der Assistenzeinsatz wird vom Militärkommando Wien geführt, steht aber unter Salzburger Kommando: Oberleutnant Birgit Jedinger vom Pionierbataillon 2 aus Wals befehligt rund 100 Soldatinnen und Soldaten, die am Berg in Vierer-Teams arbeiten. Diese müssen täglich 800 Höhenmeter zu ihrem Arbeitsort zurücklegen. Die erste Herausforderung für das Bundesheer war das Errichten eines Containerdorfes auf 1.600 m Seehöhe. Insgesamt mussten 15 Büro-, Schlaf- und Materialcontainer mit einem "Black Hawk"-Hubschrauber in lichte Höhen transportiert werden, ehe die Einsatzkräfte mit den Waldarbeiten beginnen konnten. Der Einsatz wird - abhängig von den Witterungsverhältnissen - vier bis sieben Wochen dauern.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Wien

Brigadier Reißner und Forstdirektor Januskovecz sind überzeugt: Solche Naturkatastrophen sind nur gemeinsam zu bewältigen.

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Der Orkan 'Kyrill' fegte über das Land und verursachte enorme Waldschäden im Quellschutzgebiet.

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Zunächst brachte ein 'Black Hawk' Container für die Notunterkunft auf den Berg.

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