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"Soldaten reicht Euch die Hände": Friedenstreffen in Italien

Laghi (Provinz Vicenza), 28. Juli 2007  - Mit nur 186 Einwohnern ist Laghi die kleinste Gemeinde Norditaliens. Wegen der Kämpfe um die Gebirgszüge des Majo und Molino bis hin zum Pasubio zählte die Gegend 1916 zu den blutigsten Schlachtfeldern der österreichischen Südfront. Deswegen entstand kurz nach Kriegsende am Abhang des Monte Majo ein österreichisch-ungarischer Soldatenfriedhof, dessen unzählige Kreuze an die Geschehnisse von damals erinnern.

Gedenken auf geschichtsträchtigem Boden

Auf diesem geschichtsträchtigen Boden lud die Kriegsgräberfürsorge des Österreichischen Schwarzen Kreuzes ihren italienischen Partnerverband und die Gemeinde Laghi zum Gedenken ein. Zahlreiche Gäste kamen, um den Opfern aller Kriege ihre Ehrerbietung zu erweisen. Unter den Besuchern konnte der Geschäftsführer der Kriegsgräberfürsorge OÖ, Bürgermeister Oberstleutnant Fritz Schuster, unter anderem Vizehonorarkonsul Cavalliere Mario Eichta und Laghis Bürgermeister Giovanni Oliviero begrüßen.

Zahlreiche Gäste

Neben den vollzählig erschienenen Einwohnern von Laghi waren auch Bürgermeister aus umliegenden und ferneren Gemeinden, Alpini-Soldaten, Carabinieri, Abordnungen der Kaiserjäger aus Jenbach und Ora (Auer), eine Delegation des Militärkommandos OÖ, Goldhauben und das Schützenkorps aus Pettenbach rund um das Ehrenmal angetreten.

Leben für bessere Zukunft geopfert

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Oliviero und einer eucharistischen Feier forderte Bürgermeisterin Elisabeta Ferro Tradati aus Bormio in einer berührenden Ansprache zum Händereichen und zur Versöhnung auf. Dabei verglich sie die Zeit von damals mit der heutigen: "Sehr leicht wird dabei jener Soldaten - Freunde wie Feinde - vergessen, die ihr Leben einer nationalen Idee und einem Glauben an eine bessere Zukunft geopfert haben. Ziele, die erst in unserer Generation und 90 Jahre später nach einem weiteren Weltkrieg beginnen, ihre Erfüllung zu finden."

Weitere Kranzniederlegungen

Die österreichische Delegation nützte die Fahrt nach Südtirol auch zu Kranzniederlegungen in den Soldatenfriedhöfen Feltre, Asiero und Tonezza del Cimone. Die von den örtlichen Behörden liebevoll restaurierten Gedenkstätten bildeten dabei eine besinnliche Kulisse für die gemeinsamen österreichisch-italienischen Gedenkfeiern zu Ehren der Gefallenen.

Mahnung für eine friedliche Zukunft

Die grenzüberschreitende Arbeit des Schwarzen Kreuzes gemeinsam mit dem Bundesheer, italienischen Behörden und Traditionsverbänden aus beiden Ländern trägt zur gelebten Traditionspflege bei - über die Generationen hinweg, als Mahnung für eine friedliche Zukunft in einem gemeinsamen Europa.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Oberösterreich

Die Besucher am Soldatenfriedhof in Laghi.

Die Besucher am Soldatenfriedhof in Laghi.

Vorne: italienischer Oberst, Oberst Plieschnegger, Cavalliere Mario Eichta, Bürgermeister Fritz Schuster, Oberst Barthou (v.l.).

Vorne: italienischer Oberst, Oberst Plieschnegger, Cavalliere Mario Eichta, Bürgermeister Fritz Schuster, Oberst Barthou (v.l.).

Am Friedhof erinnert eine Tafel an das Treffen.

Am Friedhof erinnert eine Tafel an das Treffen.

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