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Darabos: Schutz und Hilfe für Flüchtlinge im Tschad

Wien, 06. November 2007  - "Das Österreichische Bundesheer wird rund um die Flüchtlingscamps im Osten des Tschad für Schutz und Hilfe sorgen. Wir werden mithelfen, den Flüchtlingen ein Sicherheitsgefühl zu geben, damit sie wieder in ihre Dörfer zurückkehren. Wir werden den Menschen medizinische Hilfe anbieten und wir werden dafür sorgen, dass in den Camps keine Kindersoldaten rekrutiert werden können", dies gab heute Verteidigungsminister Norbert Darabos vor Medienvertretern bekannt.

Bis zu 160 Bundesheer-Soldaten

Das Österreichische Bundesheer, so der Minister, werde sich mit bis zu 160 Soldatinnen und Soldaten an der EUFOR-Truppe im Tschad beteiligen. Darabos: "Die EU-Truppe wird ein Schlüsselfaktor für den Schutz der Flüchtlinge und einen wirksamen humanitären Einsatz sein."

Das österreichische Kontingent besteht aus:

  • Spezialeinsatzkräften,
  • Ärzten und Sanitätern,
  • einem Führungselement zur Sicherstellung der Verbindungen,
  • Logistik- und Aufklärungselementen
  • sowie Offizieren in den Hauptquartieren in Paris und im Tschad.

Die endgültige Entscheidung über die Zusammensetzung des Bundesheer-Kontingents falle bei der Truppensteller-Konferenz am 9. November, so Generalmajor Christian Segur-Cabanac, der Leiter des Führungsstabes. Segur-Cabanac: "Österreichs Beitrag wird aber nicht nur von der Anzahl der Soldaten, sondern auch von der Qualität ein sehr wesentlicher sein."

Strikte Unparteilichkeit

Das Mandat soll vorerst bis Mitte 2008 gelten, nach einem halben Jahr wird das Bundesheer den Einsatz evaluieren und überprüfen. Ein zentrales Wesensmerkmal der Mission werde die strikte Unparteilichkeit gegenüber den Fraktionen aktueller innertschadischer Konflikte sein, stellte Darabos fest.

Gemeinsamer Einsatz mit anderen Neutralen

Das Einsatzgebiet umfasst den Tschad und die Zentralafrikanische Republik - und dabei primär die Grenzgebiete zum Sudan. Die Mission ist mit einem UNO-Mandat untermauert und hat die Unterstützung der gesamten internationalen Gemeinschaft. Auch andere neutrale Staaten wie Irland (das den Kommandanten stellt), Finnland und Schweden nehmen an dem Einsatz teil.

Verteidigungsminister Norbert Darabos: "Hilfe im Tschad ist eine Verpflichtung der reichen EU".

Verteidigungsminister Norbert Darabos: "Hilfe im Tschad ist eine Verpflichtung der reichen EU".

Darabos hat sich im Tschad bereits vor Ort ein Bild von der Situation gemacht.

Darabos hat sich im Tschad bereits vor Ort ein Bild von der Situation gemacht.

Darabos: "Habe bei meinem Besuch gesehen, welch unvorstellbare Armut dort herrscht".

Darabos: "Habe bei meinem Besuch gesehen, welch unvorstellbare Armut dort herrscht".

Auch im Jahr 2000 halfen Soldaten des Bundesheeres in Afrika: Nach den Überschwemmungen in Mosambik.

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