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Weihnachts- und Neujahrsgruß des Militärsuperintendenten

Wien, 03. Dezember 2007  - In einem Gespräch unter Kameraden fiel unlängst der Satz: "Nichts ist mehr, wie es früher war." Dabei ging es um die "alten Werte" und deren scheinbare Vergänglichkeit. Sie haben sich abgenützt, sind vielfach wertlos geworden.

Wenn wir ehrlich sind, ist es mit dem Weihnachtsfest doch auch so. Als ich ein Kind war, ist Weihnachten nicht mit Hektik in mein Leben herein gebrochen, sondern das Fest kam, gesteuert durch den Adventkalender, langsam näher. Mit Geschichten und Liedern im Schein der Kerzen des Adventkranzes wurde dem Weihnachtsfest der Sinn gegeben. Es war ein Sinn, der mehr mit dem Herzen als mit dem Kopf begriffen wurde.

Nichts ist mehr, wie es früher war! Nicht das Weihnachtsfest aus Kindertagen, nicht die Werte, die früher unsere Gesellschaft getragen haben. Was ist passiert, wer hat Schuld an diesem Verlust?

Dass es ein Verlust ist, den wir erlitten haben, zeigt uns der Versuch unserer Gesellschaft, Weihnachten mit Sinn zu füllen. Aber der ist weder mit Geschenken noch im Weihnachtspunsch oder sonstigem Kommerz zu finden. Dass eine Gesellschaft Werte braucht, sehen wir am Versuch, die moralischen Werte durch wirtschaftlich geprägte Lebensausrichtung zu ersetzen. Kurz gesagt: Gewinnmaximierung statt Herz.

Wir haben den Sinn der Weihnacht und auch den Gebrauch der Werte deshalb verloren, weil wir ihnen in unserem Leben keinen Platz geben. Wenn etwas keinen Platz hat, hat es auch keine Bedeutung und kann letztlich auch nicht gebraucht werden, weil es nicht da ist. Und dennoch möchten wir Weihnachten feiern, möchten uns auf Handschlagqualität und andere Werte verlassen können. Was ist zu tun? Mehr Herz und weniger Vorteilsdenken, ist eine Möglichkeit. Mehr Nachhaltigkeit und weniger Oberflächlichkeit, mehr Ehrlichkeit und weniger Notlügen sind weitere Möglichkeiten.

"Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh. 3, 16)

Die Weihnachtsbotschaft heißt: Wir haben in Gottes Plan einen eindeutigen Platz. Räumen wir doch auch ihm in unserem Leben einen Platz ein. Damit wird zwar auch nicht alles so, wie es früher war, aber die wirklich wichtigen Dinge des Lebens sind dort, wo sie hingehören.

Gesegnete Weihnachten und ein gesundes und glückliches Jahr 2008!

Ihr Oskar Sakrausky

Ein Bericht der Redaktion Evangelische Militärseelsorge

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