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Tschad: Darabos feiert mit Soldaten das Ende der Mission

Abéché, 15. November 2009  - Verteidigungsminister Norbert Darabos besuchte am Wochenende die österreichischen Soldaten im Tschad und nahm an der Abschlusszeremonie für das Bundesheer-Kontingent teil. Demnächst geht der größte Afrika-Einsatz des Bundesheeres seit der ersten Auslandsmission im Kongo 1960 zu Ende. Fast zwei Jahre halfen die Soldaten im Einsatz.

Darabos traf in der Hauptstadt N'Djamena auch mit dem "Special Representative" der Vereinten Nationen im Tschad, José Victor Da Silva Angelo, sowie dem Leiter des UNHCR im Tschad, Stefano Severe, zusammen. Höhepunkt der Reise war allerdings der Besuch des österreichischen Kontingents in Abéché und die Teilnahme an der "Closing Ceremony".

Großer Erfolg

In seiner Rede im Rahmen des Festaktes hob Darabos die Professionalität und Kompetenz der Bundesheer-Soldaten hervor. "Nach genauer Prüfung unserer Möglichkeiten habe ich vor ungefähr zwei Jahren - ungeachtet der veröffentlichten Meinung - die Tschad-Mission gestartet. Und ich bereue diese Entscheidung nicht. Ganz im Gegenteil - diese Mission ist ein großer Erfolg."

Die Truppe konnte zu einem sicheren Umfeld für etwa 500.000 Flüchtlinge und zahlreiche humanitäre Organisationen beitragen, so Darabos, der auch auf die anfängliche Kritik an dem Einsatz verwies. Er habe diese Kritik immer scharf zurückgewiesen, so Darabos zu den Soldaten, "weil ich zu 100 Prozent davon überzeugt war, dass wir sehr wohl die Kompetenz für einen Einsatz in Afrika haben. Dass wir das können. Und Sie haben gezeigt, dass wir das können."

Österreich hat seinen Beitrag geleistet

Darabos bedankte sich bei den Soldaten für die geleistete Arbeit und fügte hinzu: "Wenn es irgendjemand gibt, der heute noch immer an unserer Fähigkeit zweifelt, in der zentralafrikanischen Wüste Menschen zu schützen, der den Einsatz in Frage stellt - dem haben unserer Soldaten, dem haben Sie schon längst die Antwort gegeben." Österreich habe seinen Beitrag geleistet. Jetzt würden andere Nationen übernehmen.

Das Österreichische Bundesheer war von Jänner 2008 bis November 2009 an der EU-Mission "EUFOR/TCHAD RCA" und später an der UN-Mission "MINURCAT" beteiligt (zunächst mit Spezialeinsatzkräften und in der Folge mit einer Transporteinheit).

Die Bilanz:

  • Verbesserung der Sicherheitslage und Abnahme der Bedrohung durch Rebellenaktivitäten und Überfälle bewaffneter Banditen,
  • Gewalteskalationen konnten weitgehend verhindert werden,
  • eingesetzte österreichische Soldaten: 695 (EUFOR) bzw. 325 (MINURCAT), gesamt 1020 Personen.

Spezialeinsatzkräfte und Logistikeinheit

Das Österreichische Bundesheer hat mit dem Tschad-Einsatz einen wesentlichen Schritt in Richtung Einsatzbereitschaft für neue Herausforderungen in einer Region gemacht, deren Stabilisierung im europäischen und somit im österreichischen Interesse liegt. Für die Spezialeinsatzkräfte (Jagdkommando) kann durch den Erfahrungsgewinn in einer Wüstenregion unter extremen klimatischen Bedingungen ein bedeutender Entwicklungsschritt verzeichnet werden. Diese Erfahrung kann dem Bundesheer niemand mehr nehmen.

Im Rahmen von MINURCAT wurden durch die österreichische Logistikeinheit in Zusammenarbeit mit Frankreich 24 Konvois mit einer Leistung von 83.226 Kilometern durchgeführt. Zur Versorgung des Kontingentes absolvierten die Luftstreitkräfte 125 Flüge mit denen sie 2.139 Tonnen Ausrüstung und 1.020 Personen transportierten.

Der Minister im Gespräch mit Angehörigen des Kontingentes.

Der Minister im Gespräch mit Angehörigen des Kontingentes.

Mit einer Abschlusszeremonie feierten die Soldaten das Ende des Einsatzes.

Mit einer Abschlusszeremonie feierten die Soldaten das Ende des Einsatzes.

Die Vorbereitungen für die Rückkehr der Einsatzkräfte nach Österreich sind bereits im Gange.

Die Vorbereitungen für die Rückkehr der Einsatzkräfte nach Österreich sind bereits im Gange.

Knapp zwei Jahre lang halfen die Österreicher der notleidenden Bevölkerung.

Knapp zwei Jahre lang halfen die Österreicher der notleidenden Bevölkerung.

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