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Tagesbefehl von Verteidigungsminister Darabos anlässlich des Jahreswechsels

Wien, 23. Dezember 2009  - Sehr geehrte Soldatinnen und Soldaten, Zivil-Bedienstete, Angehörige des Bundesheeres, der Zentralstelle und der Heeresverwaltung!

Ein für das Österreichische Bundesheer ereignisreiches und herausforderndes Jahr geht zu Ende. Der Hochwasser-Einsatz, bei dem die Soldatinnen und Soldaten mehr als 300.000 Arbeitsstunden geleistet haben, die schwierige Mission im Tschad, die erfolgreich beendet werden konnte, die tragischen Unfälle in Allentsteig, die Debatte um die Bundesheer-Teilnahme an der Kärntner Ulrichsberg-Veranstaltung, der Assistenzeinsatz für mehr Sicherheit im östlichen Grenzraum oder auch Großveranstaltungen wie die Airpower09 und die Leistungsschau am Heldenplatz zum Nationalfeiertag haben das Interesse der Öffentlichkeit auf das Verteidigungsressort gelenkt.

Wir haben diese Herausforderungen nicht nur gemeinsam bewältigt, sondern konnten auch wichtige Maßnahmen für die Zukunft setzen. Es konnte der Ankauf von 150 gepanzerten Mehrzweckfahrzeugen um 100 Millionen Euro, die Errichtung der Musterkaserne in Güssing für 40 Millionen Euro und das neue Flugfunksystem um 20 Millionen Euro auf Schiene gesetzt werden - um nur drei Beispiele von vielen zu nennen. Diese Investitionen macht ein Budget möglich, das - die Sportangelegenheiten bereits abgezogen - mit 2,109 Mrd. Euro für 2009 moderat über dem Budgetvoranschlag von 2008 mit 2,037 Mrd. Euro liegt. Im Rahmen der Budgetverhandlungen, die im Lichte der Wirtschafts- und Finanzkrise geführt wurden, konnten also Kürzungen weitgehend verhindert werden. Es ist aus meiner Sicht ein Budget mit Augenmaß - das heißt: Es muss mit Augenmaß investiert und mit Augenmaß gespart werden. Bei den Investitionen, das habe ich in meiner Mautern-Rede im Mai deutlich gemacht, wird die Priorität bei der Infrastruktur und beim Schutz der Soldatinnen und Soldaten liegen. Es ist mein vorrangiges Ziel, die Bundesheer-Reform für die Truppe draußen bei den Menschen "spürbar" zu machen. Das Geld muss bei den Soldatinnen und Soldaten ankommen.

Österreichs außenpolitische Bedeutung wird international auch am militärischen Engagement gemessen. Dadurch wird außerhalb der Staatsgrenzen notleidenden Menschen geholfen, sowie Sicherheit für Österreich und für die Europäische Union geschaffen. Die Leistungen des Bundesheeres in diesem Bereich können sich sehen lassen und brauchen einen internationalen Vergleich nicht zu scheuen. Im Dezember übernahm Generalmajor Mag. Bernhard Bair das Kommando der EU-Truppe in Bosnien, eine hohe Auszeichnung für unser Heer. Damit stellen wir sowohl bei UNDOF am Golan als auch in Bosnien jeweils den Kommandanten in großen UNO-mandatierten Friedensmissionen. Auch im Tschad hat sich das Bundesheer - allen Unkenrufen zum Trotz - mehr als bewährt. Die Schwerpunkte unserer Auslandseinsätze werden auch in Zukunft West-Balkan, Kosovo, Bosnien und der Nahe Osten, am Golan, bilden. Das internationale Krisenmanagement bleibt eine wichtige Säule der Aufgaben des Österreichischen Bundesheeres.

Im Jahr 2010 schließt sich der Kreis - vor 50 Jahren führte das damals noch junge Bundesheer seinen ersten Auslandseinsatz im KONGO durch. Spätestens im März 2010 werden alle Soldatinnen und Soldaten aus dem Tschad abgezogen sein. Zwei Afrika-Einsätze, die eine 50-jährige Ära umschließen. In fünf Jahrzehnten waren etwa 70.000 österreichische Bundesheer-Angehörige bei Friedensoperationen im Ausland eingesetzt. Dieses wichtige Jubiläum wird 2010 der Kommunikationsschwerpunkt des Hauses. "50 Jahre Auslandseinsätze des Bundesheeres" gibt uns die Chance, für mehr Zustimmung in der Bevölkerung zur Teilnahme an Friedensmissionen im Ausland zu werben. Ich als Ressortchef werde dabei an vorderster Front stehen und hoffe, dass Sie mich dabei unterstützen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

so fordernd das vergangene Jahr auch gewesen sein mag, jede und jeder Einzelne hat mit seinem persönlichem Engagement dazu beigetragen, dass das Österreichische Bundesheer stets bereit war, um den Menschen im In- aber auch im Ausland Schutz und Hilfe zu bieten. Alle Bedienstete, ob im militärischen oder im zivilen Bereich, tragen die Werte des Humanismus hinaus zu den Menschen. Sie alle leisten im Dienste der Heimat einen Beitrag dazu, dass unser Land frei, demokratisch und weltoffen bleibt. Seien Sie stolz darauf, diese Werte zu schützen und diesen zu dienen.

Für Ihren Einsatz gebühren Ihnen mein größter Respekt und mein Dank. Ich wünsche Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Angehörigen friedliche und erholsame Feiertage und ein gutes neues Jahr.

Es lebe das Österreichische Bundesheer!

Es lebe die Republik Österreich!

Verteidigungsminister Norbert Darabos.

Verteidigungsminister Norbert Darabos.

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