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Explosion in der Türkkaserne

Türkkaserne/Spittal an der Drau, 26. Mai 2003  - Die Feuerwehren der Gemeinde Spittal/Drau und der Katastrophenzug des Roten Kreuzes/Ortsstelle Spittal/Drau übten gemeinsam mit Soldaten des Jägerbataillons 26.

Die Übungsannahme:

Montag 19. Mai 03: Bei Schweißarbeiten an der Heizungsanlage im Keller eines Unterkunftsgebäudes gibt es einen folgenschweren Zwischenfall. Durch die starke Wärmeentwicklung beim Schweißen kommt es zu einer Explosion. Die Heizraumtüre, die in den anschließenden Kellertrakt des Unterkunftsgebäudes führt, wird zerstört. Brandrauch breitet sich daher im gesamten Unterkunftsgebäude blitzartig aus.

Zwei Personen, die sich bei den Reparaturarbeiten im Heizraum aufgehalten haben, sind vermisst. Mehrere Soldaten, die sich zum Zeitpunkt der Explosion im Kellergeschoss befinden, versuchen über einen unterirdischen Fluchttunnel zu flüchten, kommen aber aufgrund von schweren Verletzungen nicht mehr ins Freie. Die Kompanie befindet sich in der Unterkunft beim Waffenreinigen, einige der Soldaten können noch rechtzeitig aus dem Gebäude flüchten, ca. 60 Soldaten sind im verqualmten Gebäude eingeschlossen.

Der Übungsablauf:

Die Charge vom Tag reagiert schnell, alarmiert die Landesalarm- und Warnzentrale und informiert auch den Offizier vom Tag, der in Folge die weiteren Sofortmaßnahmen einleitet.

Schnell sind die Feuerwehren am Einsatzort. Alle drei Wehren der Gemeinde Spittal (Spittal, St. Peter, Olsach/Molzbichl) kommen zum Einsatz. Einsatzleiter, Oberbrandinspektor Julius Hübner, führt mit zwei Wehren einen Innenangriff über das Kellergeschoss und die Stiegenhäuser durch. Zeitgleich werden auf der Nord- und Südseite des Gebäudes mit der Drehleiter und Steckleitern die eingeschlossenen Soldaten geborgen.

Sehr rasch kann der Brand unter Kontrolle gebracht und die verletzten Personen geborgen werden. Kurz nach Einsatzbeginn wird durch alle Einsatzorganisationen eine Einsatzleitstelle errichtet und so der Übungsablauf und die Einsatzkräfte koordiniert. In der Zwischenzeit kann durch den Katastrophenzug des Roten Kreuzes unter der Führung von Bereitschaftskommandant Christian Pichler eine Verletztensammelstelle errichtet werden. Nach einer Bergetriage und der Erstversorgung in der Verletztensammelstelle werden die Opfer in das Krankenhaus Spittal transportiert.

Durch den militärischen Einsatzleiter, Oberstleutnant Erhard Eder, werden unverzüglich Trägerkommandos zur Unterstützung der Einsatzkräfte des Roten Kreuzes abkommandiert. Nach einer kurzen Einsatzleiterbesprechung und rund 1 ½ Stunden Übungsdauer heißt es dann für alle „Brand aus!“

Übungsende:

Vor angetretener Mannschaft meldet der Übungsleiter, Hauptbrandinspektor Franz Brunner, an den Bezirksfeuerwehrkommandanten, Oberbrandrat Siegfried Meixner, das Übungsende. Meixner zeigt sich von der großen Anzahl der anwesenden Feuerwehrmänner und Rotkreuzhelfer beeindruckt (82 Feuerwehrmänner, 32 Rotkreuzhelfer und 120 Soldaten) und bedankt sich für den reibungslosen Übungsablauf. Bataillonskommandant, Oberstleutnant Ferdinand Klinser bedankt sich ebenfalls beim Kommandanten der FF Spittal, Franz Brunner für die gelunge Übungsanlage und die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Jägerbataillon 26.

Ein Bericht der Redaktion 7. Jägerbrigade

Rettung über die Drehleiter

Rettung über die Drehleiter

Bergung aus dem 1.Stock

Bergung aus dem 1.Stock

...Bergetriage

...Bergetriage

Bergung aus dem Fluchtschacht

Bergung aus dem Fluchtschacht

Feuerwehr beim Bergen...

Feuerwehr beim Bergen...

Atemschutztrupp im Einsatz...

Atemschutztrupp im Einsatz...

Rotes Kreuz beim Versorgen...

Rotes Kreuz beim Versorgen...

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