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Forum Alpbach: Mehr Sicherheit durch gerechte Nutzung von globalen Gütern

Alpbach, 29. August 2011  - "Gerechtigkeit - Verantwortung für die Zukunft" stand Ende August im Mittelpunkt der Politischen Gespräche des Europäischen Forums Alpbach 2011. Das Verteidigungsministerium zeigte auch heuer wieder Flagge bei dem renommierten Tiroler "Think Tank". Unter der Leitung des sicherheitspolitischen Direktors Generalmajor Johann Pucher diskutierten internationale Sprecher zum Thema "Global Commons - gerechte Nutzung und sicherheitspolitische Implikationen".

Rechtsstaatlichkeit und Gerechtigkeit

"Es geht um die Entwicklung eines für alle akzeptablen - an den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und der Gerechtigkeit ausgerichteten - Ordnungsrahmens", betonte Verteidigungsminister Norbert Darabos in seiner Rede. Sicherheitspolitisch interessiere dabei, welche Strategien einer friedlichen Implementierung dieser Bedingungen erfolgreich sein und welche Rolle Streitkräfte dabei spielen könnten.

Bedeutung für die internationale Sicherheit

Im Zentrum der aktuellen Debatte stand die Frage nach den Bedingungen eines gerechten und freien Zugangs zu globalen öffentlichen Gütern - sogenannten "global commons". Ihre Nutzung könne in Zukunft von entscheidender Bedeutung für die internationale Sicherheit und eine nachhaltige Entwicklung sein, so der Moderator der veranstaltung, Generalmajor Pucher.

Neue Herausforderungen

Die neuen Herausforderungen im Bereich des Krisenmanagements, die durch die steigende Bedrohung durch schwache oder scheiternde Staaten hervorgerufen würden, seien spätestens seit 9/11 ein viel diskutiertes Problem. Weniger offensichtlich für die internationale Gemeinschaft schienen die wachsenden Herausforderungen in Bezug auf die Kontrolle der Meere, des Weltraums und des Cyberspace aber auch auf die Sicherung eines freien und kollektiven Zugangs zu sauberer Luft und ausreichend Nahrungsmitteln.

Mehr Wachsamkeit

Diese "global commons" bildeten ein "elementares Bindegewebe" der internationalen Sicherheit und würden zunehmend als globales öffentliches Gut verstanden. Das relativ neue Thema habe in der internationalen sicherheitspolitischen Gemeinschaft bereits zu mehr Wachsamkeit geführt, betonte der Politologe Stephan de Spiegeleire vom "The Hague Center for Strategic Studies" in seinem Statement.

Neue Antworten finden

Realisten, so de Spiegeleire, gingen davon aus, dass diese ungeregelten Bereiche unweigerlich zu Konflikten führen, während Institutionalisten eine rasche Entwicklung kooperativer Regime forderten. In seiner Meta-Analyse analysierte er die gegenwärtigen Überlegungen zu diesem Thema, und welche Antworten die post-industrielle Gesellschaft auf die Regelung dieser Gemeingüter finden könnte.

Ein Bericht der Redaktion Büro für Sicherheitspolitik

Minister Norbert Darabos und Generalstabschef Othmar Commenda nahmen an den Gesprächen des Forum Alpbach teil.

Minister Norbert Darabos und Generalstabschef Othmar Commenda nahmen an den Gesprächen des Forum Alpbach teil.

V.l.: Generalmajor Johann Pucher von der Direktion für Sicherheitspolitik, Chefredakteur Fyodor Lukyanov von der Zeitschrift "Russia in Global Affairs" und Edward Luttwak vom Washingtoner "Center for Strategic Studies".

V.l.: Generalmajor Johann Pucher von der Direktion für Sicherheitspolitik, Chefredakteur Fyodor Lukyanov von der Zeitschrift "Russia in Global Affairs" und Edward Luttwak vom Washingtoner "Center for Strategic Studies".

Im Zentrum der Debatte stand die Frage nach den Bedingungen eines gerechten und freien Zugangs zu globalen öffentlichen Gütern.

Im Zentrum der Debatte stand die Frage nach den Bedingungen eines gerechten und freien Zugangs zu globalen öffentlichen Gütern.

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