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WM-Titel und Fabelweltrekord für Luis Wildpanner

Wien, 28. Juli 2003  - Österreich hat erstmals einen Weltmeister im Triple-Ultra-Triathlon. Major Luis Wildpanner, 42-jähriger Sportoffizier in Enns, absolvierte die gewaltigen Distanzen 12,4 km Schwimmen - 540 km Radfahren - 126,585 km Laufen bei der Weltmeisterschaft in Lensahn/BRD in grandiosen 31 Stunden 47 Minuten und 57 Sekunden! Damit erweiterte der gebürtige Kärntner seine Sammlung auf 3 Goldmedaillen, denn nach dem EM- und WM-Titel 2002 über die doppelte Ironman-Distanz ist dies nun sein dritter großer Titel innerhalb von nur 14 Monaten. Der für den HSV Amstetten startende Modell-Athlet avancierte mit diesem Erfolg endgültig zum unumschränkten Star der Ultra-Triathlon-Szene.

Weltrekord pulverisiert

Sieben Jahre hatte der bisherige Weltrekord bestanden, 1996 hatte ihn der Niederösterreicher bei seinem Heimevent in Neulengbach mit 32:55.50 Stunden aufgestellt. Seine Splitzeiten betrugen 3:20 - 17:35 - 11:40 (ohne Wechselzone). Wildpanner verlor beim Schwimmen (3:49), legte einen sensationellen Rad-Split hin (16:27 bedeuten 32,8 km/h Schnitt für die 540 km) und benötigte für die abschliessenden drei Marathons 11:30. Eine Verbesserung des Weltrekordes um 1:07.53 bedeuten trotz der extremen Dauer des Bewerbes einen Quantensprung.

Von Rang 22 auf 1

Wildpanner, dessen schwächste Disziplin eindeutig das Schwimmen ist, stieg nur als 22. aus dem 50m-Becken, 51 Minuten hinter dem Weltmeister von 2000, Heiko Stocklassa/BRD. Wilpanner war aber mit seiner Leistung durchaus zufrieden. Auf der Radstrecke drückte er dem Feld dann seinen Stempel auf. Mehrere Tempoverschärfungen brachten ihn Platz um Platz nach vorne, in der 2. Wechselzone lag er mit einem Rückstand von 38 Minuten auf Stocklossa bereits auf Rang 2. Nur knapp dahinter Emanuel Conreaux, der Weltmeister von 2001.

Entscheidung im Morgendämmerung

Wildpanner, 2002 zum österreichischen Heeressportler des Jahres gewählt, drückte beim Laufen von Beginn an aufs Tempo und überrundete seine schärfsten Konkurrenten auf der 96 Mal zu absolvierenden 1,3-Kilometer-Schleife gleich mehrmals. Nach insgesamt 22 Stunden 53 Minuten war es soweit, kurz vor 6 Uhr morgens überholte der 100-km-Europameister des Jahres 1994 den führenden Deutschen und machte gleich weiter die Pace. 3:33 und 3:59 für die beiden ersten Marathons brachten ihm einen Vorsprung, den er auch trotz wiederholter Attacken von Emanuel Conreaux ungefährdet ins Ziel brachte.

Am Ziel der Träume

Nach 31:47.57 (dritter Marathon in 3:56) überquerte Österreichs Aushängeschild erschöpft aber glücklich die Ziellinie, wo er von seinem 8-köpfigen Betreuerteam lautstark empfangen wurde. "Ich bin komplett leer, ich habe fürchterliche Schmerzen in den Beinen, mein Team musste mich richtig durch den letzten Marathon peitschen. Der Weltrekord ist natürlich ein Traum, aber ich glaube nicht, dass ich diesen Berwerb nocheinmal mache", so Luis Wildpanner nach den insgesamt 678 absolvierten Kilometern. Auf die Frage, ob er auch Pausen gemacht hätte antwortete er nur lakonisch: "Ich bin ja nicht zum Schlafen hergekommen".

Wildpanner bei der ersten Disziplin.

Wildpanner bei der ersten Disziplin.

12,4 km Schwimmen.

12,4 km Schwimmen.

Auch das Betreuerteam hat alle Hände voll zu tun.

Auch das Betreuerteam hat alle Hände voll zu tun.

Raus aus dem Becken - Wildpanner gönnt sich keine Pause.

Raus aus dem Becken - Wildpanner gönnt sich keine Pause.

Weiter zur nächsten Disziplin.

Weiter zur nächsten Disziplin.

540 km auf dem Sattel warten auf Luis Wildpanner.

540 km auf dem Sattel warten auf Luis Wildpanner.

Trotz starker Konkurrenten startet Wildpanner seine Aufholjagd.

Trotz starker Konkurrenten startet Wildpanner seine Aufholjagd.

Platz um Platz schiebt er sich nach vorne.

Platz um Platz schiebt er sich nach vorne.

Laufende Versorgung ist das Wichtigste.

Laufende Versorgung ist das Wichtigste.

Nach 31 Stunden und 47 Minuten läuft Major Wildpanner durchs Ziel.

Nach 31 Stunden und 47 Minuten läuft Major Wildpanner durchs Ziel.

Die Konkurrenten gratulieren dem Weltmeister.

Die Konkurrenten gratulieren dem Weltmeister.

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