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Darabos bei Verteidigungsministertreffen in Brüssel

Brüssel, 30. November 2011  - Minister Norbert Darabos hat heute an einem Verteidigungsministertreffen in Brüssel teilgenommen, das von der Europäischen Verteidigungsagentur EDA halbjährlich einberufen wird. Der Minister kündigt darin zwei österreichische Initiativen an.

Österreich übernimmt Leitung bei Pilotversuch

Das Bundesheer übernimmt 2012 die logistische Führung einer EU-Battlegroup. Innerhalb dieser operationellen Verantwortung wird gemeinsam mit der Verteidigungsagentur ein Pilotprojekt im Bereich "Effektive Beschaffungsmethoden" gestartet. In diesem Pilotversuch soll die Versorgung der Battlegroup 2012/2 mit zivilen Massenverbrauchsartikeln, vom Trinkwasser über Verpflegung bis zur Zahnpasta, erhebliche Einsparungen bringen.

"Wir sind zuversichtlich, dass dieser Pilotversuch auch andere Mitgliedsstaaten dazu ermuntert, innovative Wege im Bereich der gemeinsamen Beschaffung zu gehen", so Minister Darabos im EDA-Gremium.

EDA-Übung in Österreich

Die zweite Initiative betrifft selbstgebaute Sprengfallen (sogenannte "Improvised Explosive Devices", IEDs). Diese stellen eine latente Bedrohung für Soldaten und Zivilbevölkerung dar. Dank der Europäischen Verteidigungsagentur konnten EU-weit in den vergangenen Jahren 23 Spezialisten zur Handentschärfung von solchen Sprengfallen ausgebildet werden.

"Damit unsere Spezialisten diese Kompetenzen weiter erhalten und trainieren können, wird das Österreichische Bundesheer gemeinsam mit der EDA und Luxemburg im Jahr 2012 in Österreich eine EDA-C-IED-Exercise durchführen", kündigte Darabos an.

Die Europäische Verteidigungsagentur

Die Verteidigungsagentur EDA wurde 2004 gegründet. Österreich ist seither Mitglied. Insgesamt kooperieren 26 EU-Staaten unter dem Dach der EDA. Die Hauptaufgaben der Verteidigungsagentur sind:

  • Entwicklung von militärischen Fähigkeiten,
  • Rüstungskooperation,
  • Förderung der europäischen Forschung und Rüstungstechnologie.

Durch EDA-Kooperationen profitiert das Bundesheer nicht nur in Form von Kostenersparnissen bei Beschaffungen, sondern auch durch Wissenstransfer, Kompetenzsteigerung durch gemeinsame Ausbildung und Know-how-Gewinn in vielen Bereichen. Auch für die österreichische Wirtschaft eröffnen sich durch die EDA-Mitgliedschaft erweiterte Marktchancen.

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