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Pilotprojekt: Keine Grundwehrdiener zur Systemerhaltung am Truppenübungsplatz Seetaleralpe

Seetaleralpe, 12. Dezember 2012  - Verteidigungsminister Norbert Darabos besuchte am Mittwoch den steirischen Truppenübungsplatz Seetaleralpe, der als erste Heeresliegenschaft seit 1. Dezember ohne Grundwehrdiener betrieben wird. 100 Systemerhalter pro Jahr hatten den Übungsplatz bisher unter anderem als Absperrposten gesichert.

Übungsplatz-Kommandant Oberst Manfred Hofer stellte dem Minister jenen Maßnahmenmix vor, mit dem die Grundwehrdiener ersetzt werden. "Durch die getroffenen Maßnahmen können wir nicht nur den Service- und Dienstbetrieb bei höherer Qualität sicherstellen, dies ist noch dazu kostengünstiger möglich", so Hofer.

Maßnahmenmix ersetzt Rekruten

Minister Darabos zeigte sich bestärkt in seinen Reformplänen: "Der Betrieb von Kasernen ist ohne Grundwehrdiener nicht nur machbar, er ist effizienter. Der Truppenübungsplatz Seetaleralpe ist das beste Beispiel dafür." Für den Betrieb brauche man viel weniger Personal, als man bisher Rekruten einsetzen musste, so Darabos. Für die Wartung des Übungsplatzes ersetzten beispielsweise ein neues Gerät sowie ein Vertragsbediensteter insgesamt 15 Rekruten, so der Minister.

Auf der Seetaleralpe wurden bisher rund 100 Grundwehrdiener pro Jahr für Absperrdienste, als Kraftfahrer, Ordonnanzen, Küchengehilfen oder zur Straßenerhaltung und Pflege des Übungsplatzes verwendet. Seit 1. Dezember wird auf ihre Dienstleistungen verzichtet. Durch einen Mix aus technischen Maßnahmen, Auslagerung von Aufgaben, Neuaufnahmen und Leiharbeitern konnte der Wegfall kompensiert werden. Für die Sicherheit während des Schießbetriebes wird eine neue technische Absperr- und Überwachungsanlage installiert. Zusätzlich wurde das Kommunalgerät (Traktoren, Mäh- und Räumgerät) modernisiert.

Neue Arbeitsplätze

Außerdem wurden durch das Projekt neue Arbeitsplätze am Truppenübungsplatz geschaffen und fünf Vertragsbedienstete neu aufgenommen. Darüber hinaus werden drei Leiharbeiter aus der Region beschäftigt. Die Gebäudereinigung wurde ausgelagert, die Reinigungskräfte stammen aus der Region. Durch diese Maßnahmen können die Leistungen der Grundwehrdiener effizienter und sogar kostengünstiger erbracht werden: Kosteten die Grundwehrdiener bisher etwa 630.000 Euro pro Jahr, so belaufen sich die Kosten des neuen Betriebes auf ca. 500.000 Euro jährlich.

60 Prozent der Grundwehrdiener des Bundesheeres arbeiten als Systemerhalter. Um diese Zahl zu reduzieren und um zu zeigen, dass der Betrieb von Heeresliegenschaften auch ohne Grundwehrdiener funktioniert, startete der Minister das Pilotprojekt zur Reduktion von Systemerhaltern. Seit 1. Dezember wird im Amtsgebäude Franz-Josefs-Kai und am Truppenübungsplatz Seetaleralpe auf den Einsatz von Funktionssoldaten verzichtet, im Jänner folgen noch vier weitere Dienststellen in Wien und Klagenfurt.

Mit diesem Projekt soll überprüft werden, mit welchen Maßnahmen Systemerhalter ersetzt werden können. Insgesamt können die Kosten für den Betrieb in den sechs Liegenschaften ohne Grundwehrdiener von 3,8 Mio. Euro auf 3,7 Mio. Euro gesenkt werden.

Minister Norbert Darabos und der steirische Militärkommandanten Brigadier Heinz Zöllner informierten sich über den Fortschritt des Projekts.

Minister Norbert Darabos und der steirische Militärkommandanten Brigadier Heinz Zöllner informierten sich über den Fortschritt des Projekts.

Oberst Manfed Hofer: "Service- und Dienstbetrieb bei höherer Qualität."

Oberst Manfed Hofer: "Service- und Dienstbetrieb bei höherer Qualität."

Der Minister mit Vertretern der Medien.

Der Minister mit Vertretern der Medien.

Eine neue technische Absperr- und Überwachungsanlage sorgt für Sicherheit während des Schießbetriebes.

Eine neue technische Absperr- und Überwachungsanlage sorgt für Sicherheit während des Schießbetriebes.

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