Österreichs Bundesheer

Villacher Pioniere proben den Ernstfall

Villach, 20. Februar 2013  - Um auf eventuelle Katastropheneinsätze vorbereitet zu sein trainieren die Villacher Soldaten des Pionierbataillons 1 regelmäßig den Auf- und Abbau der Pionierbrücke 2000, einem Schnellbrückengerät neuester Bauart.

Insgesamt wurden sechs Brücken dieses Typs vom Österreichischen Bundesheer angekauft. Die Villacher Pioniere besitzen zwei davon. Das System besteht aus einem Verlegefahrzeug mit Kran sowie aus vier Transportfahrzeugen mit den einzelnen Brückenmodulen.

40 Meter lang, 110 Tonnen Tragkraft

Innerhalb einer Stunde können sechs Soldaten die bis zu 40 Meter lange Brücke mit einer Tragkraft von 110 Tonnen errichten. Für eine vergleichbare Brücke mit bisher verwendeten Bauteilen waren rund 80 Soldaten und ein Zeitbedarf von mehreren Stunden notwendig.

Die Pionierbrücke 2000 ist sowohl für militärische Einsätze als auch für zivile Hilfeleistungen und Katastropheneinsätze bestens geeignet. Aufgrund der hohen Tragkraft kann sie auch von Panzerfahrzeugen des Bundesheeres benutzt werden.

Hilfe bei Katastrophen

Letztes Jahr war die Pionierbrücke 2000 im steirischen Oberwölz im Einsatz. Durch das Hochwasser war die einzige Brücke über den Wölzer Bach weggerissen worden. Damit war eine ganze Häusergruppe nicht mehr erreichbar. Sehr zur Freude der Bevölkerung konnten die Villacher Pioniere die Verbindung innerhalb kürzester Zeit wiederherstellen.

Auch beim großen Hochwasser im Jahr 2002 in Niederösterreich leistete das Brückensystem wertvolle Hilfe.

Die Soldaten beim Aufbau der Pionierbrücke.

Die Soldaten beim Aufbau der Pionierbrücke.

Mit Hilfe eines Krans hebt Oberstabsachtmeister Uwe Misun die Teile in Position.

Mit Hilfe eines Krans hebt Oberstabsachtmeister Uwe Misun die Teile in Position.

Nur sechs Soldaten sind nötig, um die Brücke innerhalb einer Stunde fertigzustellen.

Nur sechs Soldaten sind nötig, um die Brücke innerhalb einer Stunde fertigzustellen.

Abschlussarbeiten an der bis zu 40 Meter langen Konstruktion.

Abschlussarbeiten an der bis zu 40 Meter langen Konstruktion.

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
Impressum | Kontakt