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Übung: Hubschrauber schützen sich vor Lenkwaffen

Deutschland, 16. Mai 2014  - Die wichtigsten österreichischen Teilnehmer an der Übung "JAWTEX 2014" sind das "Helicopter Detachment" mit den beiden S-70 "Black Hawks" und ein taktisches und technisches Analyseteam. Der Fokus liegt dabei auf den Abwehrmaßnahmen der Hubschrauber gegen bodengestützte infrarotgelenkte Fliegerabwehrsysteme.

Die Aufgabe der Hubschrauber-Teams ist es, im Rahmen von multinationalen Luftoperationen gemeinsam mit deutschen, schweizerischen und slowenischen Helikoptern den Lufttransport von Bodenkräften sicherzustellen. Von den österreichischen "Black Hawk"-Piloten wird dabei sowohl die Führung und Planung für die gemeinsam operierenden Luftfahrzeuge als auch die Anwendung der richtigen taktischen Verfahren gefordert.

Schutz gegen Fliegerabwehrwaffen

Um gegen die Fliegerabwehrwaffen bestehen zu können, verfügen die Hubschrauber unter anderem über moderne Systeme zum Erkennen von Bedrohungen und zum Ausstoß von Täuschkörpern, die gegen Infrarotsuchköpfe von Lenkwaffen wirken. Diese Täuschkörper sind in Verbindung mit entsprechenden Flugmanövern der effektivste Schutz der Luftfahrzeuge.

Im Rahmen von Nachbesprechungen erfolgt nach den Übungsflügen im internationalen Umfeld sowohl die Analyse der Qualität der Planung als auch des tatsächlichen Fluges. Die Aufbereitung der aufgezeichneten Daten dafür erfolgt durch das technische und taktische Analyseteam des österreichischen Kontingentes.

 Rückschlüsse für Verbesserungen

Die Aufgabe dieses Analyseteams ist es, Bewertungen und Rückschlüsse zur künftigen Verbesserung eigener Verfahren und Abläufe zu generieren. Zur Beurteilung und Bewertung erfolgt eine Computer- und GPS-gestützte Aufzeichnung und Dokumentation aller erforderlichen Daten. Dabei werden sowohl die Maßnahmen durch die "Angreifer" am Boden als auch die durch die Fliegerbesatzungen gesetzten Gegenmaßnahmen analysiert.

Am Boden kommt das Bedrohungssimulationssystem "Mallina" zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein an ein tragbares Fliegerabwehrsystem angelehntes System, das mittels eines UV-Blitzes die Sensoren des Hubschraubers anspricht. Diese Sensoren bewirken das Auslösen von Gegenmaßnahmen wie das Ausstoßen der Täuschkörper und entsprechende Flugmanöver.

Analyse und Auswertung

Unmittelbar nach den Flügen beginnt die Analyse und Auswertung. Von den Erkenntnissen profitieren nicht nur die Besatzungen vor Ort, sie fließen auch in die Ausbildung, in Vorschriften und in die Flugverfahren des Bundesheeres ein.

Oberleutnant Philipp Jakisch, taktischer Analytiker der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule: "Die Zusammenarbeit und Kameradschaft unter den multinationalen Übungsteilnehmern ist eine persönliche und fachliche Bereicherung des militärischen Arbeitsalltags. Es wird der europäische Gedanke im besten Sinn gelebt."

Ein S-70 "Black Hawk" stößt Täuschkörper aus, um sich vor einem Angriff zu schützen (Archivfoto).

Ein S-70 "Black Hawk" stößt Täuschkörper aus, um sich vor einem Angriff zu schützen (Archivfoto).

In Deutschland üben die Hubschrauber in einem multinationalen Verband.

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Deutsche und Schweizer Hubschrauber nehmen Truppen auf.

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