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Luftraumüberwachung ab September flexibler

Wien, 19. August 2014  - Ab 1. September gestaltet das Bundesheer die Luftraumüberwachung in Österreich flexibel. Die vorgegebenen finanziellen Rahmenbedingungen erfordern eine Änderung der aktiven Luftraumüberwachung. "Wir haben ein Verfahren durchgeplant, mit dem wir die Erfordernisse weiterhin abdecken können, in einer flexibleren Form", sagt Generalleutnant Karl Schmidseder, Leiter der Einsatzsektion im Verteidigungsministerium.

Flexible Einsatzzeiten

Absicht des Bundesheeres ist es, den Luftraum lageangepasst und effizient zu überwachen. Konkret geht man weg von einem starren System (Dienstbetrieb von Montag bis Sonntag von 8.00 Uhr bis zum Einbruch der Abenddämmerung gegen 20.00 Uhr) hin zu flexiblen Einsatzzeiten. Die Dienstpläne werden künftig von den Flugbewegungen im österreichischen Luftraum beziehungsweise von anderen Indikatoren abhängig sein.

Analyse der vergangenen Jahre

Die Planungen für die Neugestaltung leiteten die Experten im Verteidigungsministerium aus Analysen der Luftraumverletzungen und COMLOSS-Vorfälle (keine Funkverbindung) ab. Die Analyse der Jahre 2009 bis 2013 ergab, dass Luftraumverletzungen nach Tages- und Jahreszeiten stark schwanken.

Die Luftraumüberwachung in Österreich identifiziert und stellt Luftfahrzeuge, die verdächtigt werden, die Lufthoheit zu verletzen oder die Einsatzbereitschaft des Bundesheeres zu gefährden. Wenn es notwendig ist, werden Kursänderungen herbeigeführt oder Piloten zur Landung gezwungen. In letzter Konsequenz sind die Luftfahrzeuge des Bundesheeres fähig, Waffen zu gebrauchen.

Verstärkte Überwachung bei Großveranstaltungen

Wenn es die Lage erfordert, verstärkt das Bundesheer schon jetzt die Luftraumüberwachung mit Luftfahrzeugen in verschiedenen Geschwindigkeitsbereichen - etwa bei Großveranstaltungen wie beispielsweise während der Fußball-EM 2008. Dann handelt es sich um eine Luftraum-Sicherungsoperation.

Souveränität rund um die Uhr

Das Bundesheer hat die Souveränität Österreichs im Luftraum und die Luftraumüberwachung sicherzustellen, 24 Stunden am Tag über 365 Tage im Jahr. Die Luftraumüberwachung besteht aus einer aktiven Komponente (Jets wie Eurofighter oder Saab 105) und einer passiven Komponente (Radar).

Eurofighter überwachen den österreichischen Luftraum.

Eurofighter überwachen den österreichischen Luftraum.

Radarstationen beobachten rund um die Uhr alle Flugbewegungen.

Radarstationen beobachten rund um die Uhr alle Flugbewegungen.

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