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Bundesheer-Flieger über Westösterreich

Innsbruck, 22. Jänner 2015  - "Viper 01, mögliches Ziel im Bereich Bravo 12. Auftrag: identifizieren!" Mit diesem Funkspruch erhalten die Piloten der Pilatus PC-7 den Auftrag, ein mögliches Ziel im Luftraum über Vorarlberg zu identifizieren. Damit für das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos der Luftraum gesichert ist, setzt das Bundesheer neben dem Eurofighter auch die bewährte PC-7 ein.

Combat Air Patrol

Um die Anflugwege weiter zu verkürzen, betreibt das Bundesheer am Innsbrucker Flughafen einen eigenen Gefechtsstand. Direkt am Flughafen sind fünf PC-7 und zwei PC-6 Transportflugzeuge stationiert. Die Flugverbotszone wird aus einer sogenannten "Combat Air Patrol"-Zone überwacht. Dabei kreisen zwei Maschinen über Vorarlberg und werden bei Bedarf auf mögliche Ziele angesetzt. 

Damit ist ein kurzer Reaktionsweg gewährleistet und die Verweildauer im Einsatzraum wird auf zwei Stunden erhöht. Um eine lückenlose Überwachung zu gewährleisten starten bei der Ablöse die Flugzeuge aus Innsbruck und erst wenn diese im Einsatzraum über Vorarlberg sind, fliegen die zwei anderen Maschinen zurück zum Flugplatz.

Dort gelandet, werden die Flugzeuge von den Technikern überprüft, betankt und für die nächsten Einsätze vorbereitet. Mit den Piloten und den Technikern für den Betrieb der Flugzeuge sind insgesamt knapp 80 Soldaten und Bedienstete am Flughafen Innsbruck stationiert.

Weniger Luftraumverletzungen

Die Flugzeiten richten sich nach den Wetterbedingungen. Herrscht gutes Flugwetter, sind die Eindringlinge in die Flugbeschränkungszone meist ausländische Propellerflugzeuge oder Motorsegler, die sich nicht ausreichend auf ihren Flug und etwaige Einschränkungen vorbereitet haben.

In den letzten Jahren nahmen die Luftraumverletzungen jedoch kontinuierlich ab. Durch das Bundesheer wurden alle Aero-Clubs schriftlich über die Flugbeschränkungszone informiert und auf den wichtigsten Flugplätzen wurde Verbindungspersonal eingesetzt, das die zivilen Piloten bei ihrer Flugvorbereitung unterstützt und auf die Flugverbotszone hinweist.

Mittlere Höhen und Geschwindigkeiten

"Die meisten Luftraumverletzungen finden in mittleren Höhen und mit Flugzeugen im mittleren Geschwindigkeitsbereich statt", sagt Hauptmann Christoph Dusl, der Kommandant vor Ort.

"Unsere PC-7 kann den Geschwindigkeitsbereich von 90 bis 200 Knoten abdecken, das sind ca. 160 bis 370 km/h", führt der Pilot weiter aus. Bewaffnet ist die PC-7 mit zwei Behältern unter den Tragflächen mit je einem 12,7-Millimeter-Maschinengewehr.

Fliegendes Relais

Um in den tiefen Tälern in Vorarlberg und Tirol die Funkverbindung sicherzustellen, ist neben den stationären Flugfunkstationen zusätzlich eine fliegende Relaisstation eingesetzt. Eine PC-6 Transportmaschine leitet dabei Funksprüche direkt über ein Relais an die Luftraumüberwachungsflugzeuge weiter.

So ist die Sicherheit im Luftraum während des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos von österreichischer Seite aus gewährleistet.

Ein Bericht der Redaktion Luftraumüberwachung

Zwei PC-7 rollen am Flughafen Innsbruck zur Startbahn.

Zwei PC-7 rollen am Flughafen Innsbruck zur Startbahn.

Eine PC-6 dient als fliegende Relaisstation.

Eine PC-6 dient als fliegende Relaisstation.

"Call 121,5" ist die Anweisung für verirrte Piloten zum Umschalten auf die internationale Notfrequenz.

"Call 121,5" ist die Anweisung für verirrte Piloten zum Umschalten auf die internationale Notfrequenz.

Hauptmann Christoph Dusl ist Pilot und Kommandant vor Ort.

Hauptmann Christoph Dusl ist Pilot und Kommandant vor Ort.

Ein Techniker überprüft die Bewaffnung der PC-7.

Ein Techniker überprüft die Bewaffnung der PC-7.

Kurz vor Anbruch der Nacht kehrt eine PC-7...

Kurz vor Anbruch der Nacht kehrt eine PC-7...

...zurück zum Flughafen Innsbruck.

...zurück zum Flughafen Innsbruck.

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