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Kärnten: Bundesheer und Polizei trainieren bei Einsatzübung

Truppenübungsplatz Glainach, 10. März 2016  - Polizei und Bundesheer in Kärnten überlassen nichts dem Zufall. Obwohl derzeit die Lage in Hinblick auf ankommende Flüchtlinge ruhig ist, wird die Zeit mit ständigem Training genützt.

Training verschiedenster Szenarien

Im Rahmen der verstärkten Grenzsicherung finden durch Polizei und Bundesheer in Kärnten seit Beginn des Assistenzeinsatzes im September 2015 laufend gemeinsame Ausbildungen und Übungen statt. Dabei bereitet man sich auf alle möglichen Szenarien im Rahmen des sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes vor. Bei einer Einsatzübung am Donnerstag am Truppenübungsplatz Glainach trainierten 200 Polizisten und Soldaten die Bewältigung eines Menschenandranges an der Grenze. 

Ziel war die Abstimmung der Einsatzführung und der Verfahren sowie des Zusammenwirkens von Polizei und Bundesheer. Zusätzlich wurde eine Verstärkungseinheit eingesetzt, die im Bedarfsfall per Hubschrauber eingeflogen wird. Der Menschenandrang wurde durch geschulte Polizisten und Soldaten dargestellt.

Kommandanten machen sich ein Bild

Die Kommandanten der übenden Einheiten verschafften sich ein Bild über die Zielerreichung der gemeinsamen Ausbildung: "Jede Einsatzorganisation hat ihre eigene Sprache und ihre eigene Taktik. In der relativ neuen Situation der Assistenzeinsätze ist es entscheidend, die Kooperation und Verfahren sowie die Zusammenarbeit auf allen Ebenen abzustimmen und zu verbessern", sagte Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß. 

Der Kärntner Militärkommandant, Brigadier Walter Gitschthaler, erachtet solche Übungen als entscheidend und notwendig für die Zusammenarbeit: "Wir haben gezielt eine solche Übungsannahme gewählt, um uns auf ein 'Worst-Case-Szenario' vorzubereiten. Es ist derzeit zwar relativ ruhig an den Kärntner Grenzen, das muss aber nicht immer so bleiben."

Die Übung

Um sich an der Realität zu orientieren, erhielten 40 "Role-Player", dargestellt von Soldaten und Polizisten, genaue Anweisungen. Es wurde gedrängt, gerangelt und geschoben; Störenfriede wurden festgenommen und abgeführt. Eindrucksvoll präsentierte sich ein Militärstreifenzug mit einem Diensthund, der nach Anforderung zur Unterstützung mit "Black Hawk" und Agusta Bell 212-Helikoptern zum Einsatz gebracht wurde. Die an der Übung beteiligten 150 Soldaten und 50 Polizisten stellten ihre Zusammenarbeit sehr gut unter Beweis - unter der Beobachtung von "Schiedsrichtern" beider Einheiten wurde der Verlauf genauestens beurteilt.

Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß und Militärkommandant Gitschthaler abschließend: "Wir müssen gerüstet sein, wenn sich Flüchtlinge mit oder ohne Schlepper neue Routen nach Deutschland suchen. Die praktizierte Zusammenarbeit von Polizei und Bundesheer ist bislang ein Erfolg - ohne großer Reibungsverluste."

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Kärnten

Sperrkette gegen den Menschenandrang.

Sperrkette gegen den Menschenandrang.

Auch ein Diensthund war im Einsatz.

Auch ein Diensthund war im Einsatz.

Die Verstärkung wird mit "Black Hawk"...

Die Verstärkung wird mit "Black Hawk"...

...und Agusta Bell 212 eingeflogen.

...und Agusta Bell 212 eingeflogen.

Der Kärntner Militärkommandant: "Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bundesheer funktioniert."

Der Kärntner Militärkommandant: "Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bundesheer funktioniert."

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