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Österreich mit neun Soldaten im Afghanistan-Einsatz

Kabul, 10. Juni 2016  - Österreich beteiligt sich derzeit mit sechs Offizieren und drei Unteroffizieren an der "Resolute Support Mission" in Afghanistan. Ziel der Mission ist es, die lokalen Sicherheitskräfte bei ihrem Aufbau zu unterstützen.

Kommandant der Mission ist der US-General John W. Nicholson. Er trägt die Verantwortung für rund 15.000 Soldaten aus 40 verschiedenen Nationen und beschreibt die aktuelle Situation der afghanischen Kräfte in einem Satz: "Sie versuchen, ein Flugzeug zu bauen, während es schon fliegt."

Die "Resolute Support Mission" besteht seit Ende 2014 als Nachfolgemission der "International Security Assistance Force". Der Auftrag lautet, die afghanische Regierung, Behörden und Truppen zu trainieren, zu beraten und anzuleiten. Im Gegensatz zur Vorgängermission gibt es aber keine Kampfeinsätze mehr.

Operationsplanung, Medienarbeit, Sammeln von Informationen

Oberstleutnant Reinhard K., Kommandant der Österreicher: "Aufgeteilt auf vier Camps in und rund um die Millionenstadt Kabul, erstrecken sich die Aufgaben meiner Männer von der Operationsplanung über Medienarbeit bis hin zum Sammeln von Informationen und deren Auswertung." Der 38-Jährige versieht seinen Dienst als Chef der Operationszelle und ist verantwortlich für die Planung und den Einsatz von Beratern und Trainern im kompletten Einsatzbereich von Afghanistan.

Der Offizier: "Die erste Herausforderung für diesen Job war, einen ungefähren Überblick über die Struktur und Abläufe im multinationalen Hauptquartier zu bekommen. Daher kommt es besonders darauf an, die verschiedenen Militärkulturen der truppenstellenden Nationen auf ein gemeinsames Ziel auszurichten. Ein Spagat, der einiges an Engagement und Zeit erfordert."

Auch im Medienbereich der NATO ist Österreich mit einem Stabsoffizier vertreten. Major Andreas H. ist für die Medienplanung zuständig. Sein Team besteht unter anderem aus Italienern, Rumänen, Polen und Briten. Geplant werden Inhalte von TV-Spots, Radio-Spots, Zeitungsinseraten, ein ganzes Magazin mit einer monatlichen Auflage von 110.000 Stück. Auch Flugzettel entwirft das Team, die aus Hubschraubern abgeworfen werden.

Dienst in Afghanistan

Die Dienstzeit erstreckt sich täglich von 8 Uhr morgens bis 21 Uhr. Die Zeiten variieren je nach Tätigkeit. Zweimal in der Woche haben die Soldaten vormittags frei. Dazwischen finden sie auch die Zeit für Sport.

Die Camps dürfen nur zu dienstlichen Zwecken verlassen werden - meist mit Hubschraubern oder gepanzerten Fahrzeugen. Kugelschutzweste, Helm und Bewaffnung sind dabei immer zu tragen. "Von einem Camp ins nächste, auch wenn es nur zwei Kilometer entfernt ist, nimmt man einfach den Hubschrauber. Die Straße wird nur in Ausnahmefällen benutzt", erläutert einer der Soldaten.

"Der eingeschlagene Weg ist der richtige für ein zukünftiges, sicheres und wirtschaftlich wachsendes Afghanistan. Vor allem im Hinblick auf die derzeitige Flüchtlingssituation in Europa bedarf es daher weiterer Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft. Es wurde bereits vieles ins Positive verändert, es bleibt aber auch noch viel zu tun", fasst Oberstleutnant Reinhard K. die Lage aus seiner Sicht zusammen.

Medienarbeit: Der österreichische Major Andreas H. bei einer Besprechung im Radiostudio.

Medienarbeit: Der österreichische Major Andreas H. bei einer Besprechung im Radiostudio.

Zwei Offiziere des Bundesheeres bei einem Aufmerksamkeits- und Reaktionsdrill.

Zwei Offiziere des Bundesheeres bei einem Aufmerksamkeits- und Reaktionsdrill.

Offizier Chris H. bei seinem täglichen Workout.

Offizier Chris H. bei seinem täglichen Workout.

Außerhalb der Camps fahren die Soldaten entweder mit gepanzerten Fahrzeugen...

Außerhalb der Camps fahren die Soldaten entweder mit gepanzerten Fahrzeugen...

...oder sie fliegen in Hubschrauern.

...oder sie fliegen in Hubschrauern.

Ein MilMi-17 landet in einem der Camps.

Ein MilMi-17 landet in einem der Camps.

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