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"Dynamic Response": Trocken übers Wasser geht es nur mit Pionieren

Allentsteig, 23. Juni 2016  - Die technische Kompanie des Pionierbataillons 3 aus Melk unterstützt die Soldaten bei der Übung "Dynamic Response 2016": Wenn die Soldaten mitsamt ihrer Ausrüstung über einen Fluss müssen, stehen die Pioniere mit einer 25-Tonnen-Fähre bereit.

Die Besatzung einer solchen Fähre besteht aus zehn Grundwehrdienern. Ein Schubboot mit 250 PS bewegt das Gefährt durch die Fluten. Ein Beiboot und ein Rettungsboot sind für alle Fälle mit dabei. “Der Aufbau einer solchen Fähre ist in weniger als zwei Stunden erledigt", erklärt Stabswachtmeister Manuel Hinterndorfer. Er leitet als Fährenkommandant die sichere Überfahrt einer gemischten Kompanie des Jägerbataillons 19 aus Güssing.

Sichere Überfahrt

Als die ersten Fahrzeuge heranfahren gibt Stabswachtmeister Hinterndorfer kurze und genaue Befehle. Zwei seiner Soldaten laufen zu den “Fährgästen" und bringen diesen die Schwimmwesten. Andere laufen zu den Seilen, mit denen die Fähre am Ufer des Ottensteiner Stausees festgezurrt ist.

Als erste Fuhre werden vom Kommandanten zwei Pinzgauer auf die Fähre gelotst. Die Verantwortung über seine Fähre und die Fracht trägt der 31-jährige souverän. Er hat dafür eine intensive Ausbildung genossen. Die Sternstunden der insgesamt 14 Wochen dauernden Schulungen sind der Aubo-Schein (Führerschein für Motorboote) und die eigentliche Ausbildung zum Fährenkommandanten.

Führung durch Handzeichen

Obgleich vieles im Laufschritt erledigt wird, wirkt nichts gehetzt. Es bedarf weniger Kommandos und die Seile werden gelöst. Stabswachtmeister Hinterndorfer navigiert die Fähre routiniert über den Stausee. Sein Platz dazu ist der äußerste Rand der Fähre und seine Kommandos gibt er ausschließlich durch Handzeichen. Das Motorengeräusch des Schubbootes ist das einzige, das am Wasser zu hören ist.

Was Hinterndorfer an seinem Job besonders mag? "Das Wasser ist nie gleich. Du musst es lesen können: Strömung, Wasserstände, Gewässer und Uferbeschaffenheit." Keine Fuhre gleiche einer andern, so der Unteroffizier, und jede stelle für sich eine Herausforderung dar.

Modulares System

Als die Fähre die vorgesehene Anlegestelle erreicht, geht es wieder schnell: Soldaten befestigen die Fähre am Ufer, die Rampe wird heruntergekurbelt, die Sicherungen an den Fahrzeugen gelöst und Hinterndorfer leitet jedes Fahrzeug von seiner Fähre herunter. Die Güssinger Soldaten sind sicher übergesetzt und können ihren Marsch fortsetzen.

Im Bedarfsfall, so Hinterdorfer später, kann die Fähre erweitert werden und bis zu 50 Tonnen tragen. Dann können nicht nur Soldaten und Räderfahrzeuge, sondern sogar Kampffahrzeuge transportiert werden. "Mein Team, ist sehr gut. Die Burschen machen einen guten Job", lobt er seine Mannschaft im Bewusstsein, dass er die Fähre nur mit seinen Soldaten gemeinsam so problemlos bedienen kann.

Stabswachtmeister Manuel Hinterndorfer, in der Mitte, auf seiner 25-Tonnen-Fähre.

Stabswachtmeister Manuel Hinterndorfer, in der Mitte, auf seiner 25-Tonnen-Fähre.

Alles schaut auf sein Kommando: Der Fährenkommandant führt durch Handzeichen.

Alles schaut auf sein Kommando: Der Fährenkommandant führt durch Handzeichen.

Überfahrt auf dem Ottensteiner Stausee.

Überfahrt auf dem Ottensteiner Stausee.

Die Soldaten verzurren die Fähre am Ufer.

Die Soldaten verzurren die Fähre am Ufer.

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