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Vorfall in Horn: Rekrut hatte akuten Infekt

Krems, 11. August 2017  - Meldung der Austria Presseagentur: Die Staatsanswaltschaft Krems informiert, dass die Blutuntersuchung des verstorbenen Rekruten einen aktuen Infekt ergeben habe.

"Es handelte sich um einen akuten Infekt; die Keimeinschwemmung ins Blut bewirkte offensichtlich das hohe Fieber und war geeignet, eine Sepsis herbeizuführen", teilte die Anklagebehörde am Freitagnachmittag mit. "Diese Form der Erkrankung ist extrem selten", hieß es weiter.

Wegen der hohen Temperaturen war der Dienstplan für den verstorbenen Rekruten und seine Kameraden abgeändert worden: Ein Stationsbetrieb und der geplante Marsch wurden getrennt, die Überprüfung der Ausbildungsziele im Stationsbetrieb weitestgehend im Waldgelände im Schatten durchgeführt.

Während des Marsches gab es eine zusätzliche Versorgung mit Obst und Mineralwasser sowie zusätzliche Pausen und Trinkwasser. Das Ausbildungspersonal war angewiesen, die Soldaten zum Trinken zu ermuntern. Zusätzlich zur gefüllten Feldflasche wurde jedem Soldaten eine 1,5 Liter Mineralwasserflasche ausgegeben. Die Marschstrecke verlief im zweiten Teil in einem bewaldeten Tal.

Für den Fußmarsch wurde außerdem Marscherleichterung angeordnet. Dazu gehörte unter anderem das Unterleibchen als oberstes Bekleidungsstück, eine Helmtragebefreiung und vermehrte Marschpausen. Diese Maßnahmen wurden von der eingesetzten Untersuchungskommission bestätigt.

Da der behandelnde Arzt im Krankenhaus Horn den Verdacht einer bakteriellen Infektion des 19-Jährigen geäußert hatte, wurden sofort alle Soldaten in Horn mit Breitband-Antibiotikum behandelt. Die Mediziner des Heeres sowie des Krankenhauses prüfen, ob die erfolgte Prophylaxe für die Soldaten ausreicht oder ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.

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