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Traumjob: Militärmusikerin in Vorarlberg

Bregenz, 01. September 2017  - Anfang August rückten die neuen Militärmusiker in die Kaserne nach Bregenz ein. Waren früher maximal ein bis zwei Frauen dabei, so stellten sich heuer bereits vier Frauen der Herausforderung, für ein Jahr bei der Militärmusik Vorarlberg Dienst zu machen.

Zuerst mussten sie aber wie alle anderen Soldaten im Bundesheer ihre Basisausbildung absolvieren: Handhabung der Waffe, Exerzierdienst, Gefechtsdienst, Nahkampf und Erste Hilfe waren nur einige der zahlreichen Ausbildungsthemen. "Das Erlernen der ABC-Maßnahmen war schon sehr fordernd", sagte Rekrut Johanna Eberle, die als Absolventin des Sportgymnasiums aber kein wirkliches Problem mit dem Training hatte.

"Jeden Tag in der Früh Sport, war für mich die größte Umstellung", meinte Rekrut Carmen Wittwer, die nach der Tourismusschule zum Bundesheer kam. Die Montafonerin spielt Klarinette und freut sich besonders auf die zahlreichen Auftritte mit dem Ensemble und der ganzen Militärmusik.

Unterschiedliche Beweggründe

Informationen über eine Verpflichtung bei der Militärmusik Vorarlberg erhielten alle bei den verschiedenen Musikvereinen im Land, aber die auschlaggebende Entscheidung zum Bundesheer zu gehen, war bei allen Frauen verschieden. "Ich habe bei einem Projekt in der Schule schon mit der Militärmusik zusammengearbeitet und das hat mir sehr gut gefallen", war der Grund für Rekrut Anna Hopfner, die Fagott und Klarinette spielt und im Oberstufenrealgymnasium mit Schwergewicht Musik maturiert hat.

Wachausbildung und Musikdienst

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Basisausbildung steht jetzt Wachausbildung und jeden Abend praktischer Musikdienst am Programm. Eine Militärmusik muss neben den Aufritten bei den verschiedensten militärischen und zivilen Anlässen auch in der Lage sein, beim Wachdienst und im Katastrophenschutz eingesetzt zu werden.

"Super finde ich den Mix aus militärischer Ausbildung und dem Musikdienst schon in der Basisausbildung", sagte Rekrutin Anna Hopfner. Bereits Anfang Oktober geht es mit Auftritten und Konzerten los, den Höhepunkt bildet nächstes Jahr am 25. Mai das große Galakonzert im Festspielhaus vor 1.500 Zuhörern.

Angelobung in Tschagguns

Am Freitag, den 29. September, wird die Militärmusik vor der großen Schanzenanlage in Tschagguns angelobt und muss selbst bei der Angelobung spielen. "Das wird schwierig, aber sie werden das schaffen", stellt Musikmeister Vizeleutnant Gerald Wolf den Frauen jetzt schon ein gutes Zeugnis aus. "Es werden sicher viele Angehörige und Freunde zur Angelobung kommen", freut sich Carmen Wittwer, die in der Nähe wohnt, auf die Veranstaltung im Montafon.

Interessantes Jahr mit Karrieremöglichkeit

Die Militärmusikerinnen erwartet ein interessantes Jahr mit über 100 Auftritten bei allen möglichen Anlässen. Bei fünf Angelobungen, in vielen Festsälen, Zelten und sogar auf einem Schiff - der "Sonnenkönigin" - werden sie spielen. Drei der vier Frauen können sich sogar eine Karriere als Berufssoldatin bei der Militärmusik Vorarlberg vorstellen.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Vorarlberg

Die nächsten Monate sind geprägt von fleißigem Üben in Kleingruppen.

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Gehört auch dazu: Rekrut Ann Hopfner bei der Kontrolle von Fahrzeugen und Insassen.

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Johanna Eberle übt das Fixieren von verdächtigen Personen zur Durchsuchung.

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Das Thema Nahkampf mit Abwehrgriffen wird ebenfalls geübt.

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Rekrut Carmen Wittwer wehrt einen tätlichen Angriff mit dem Sturmgewehr ab.

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