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Sprachinstitut des Bundesheeres stellt EU-Projekte vor

Wien, 05. Oktober 2017  - Oberst Bruno Nestler und Oberrat Jürgen Kotzian vom Sprachinstitut des Bundesheeres stellten auf Einladung des Bundeskanzleramtes am 4. und 5. Oktober die EU-Kommissionsprojekte "European Language Ressource Coordination" (ELRC) und "eTranslation" den IKT-Verantwortlichen von Bundesministerien, Ländern, Städten und Gemeinden vor.

Automatisches Übersetzen - "Connecting Europe Facility"

In Europa müssen öffentliche Verwaltungen sowohl untereinander als auch mit den Bürgern grenzüberschreitend kommunizieren. Diese Kommunikation wird jedoch oft durch Sprachbarrieren behindert, die aufgrund der Existenz der unterschiedlichen Sprachen Europas bestehen. Die Europäische Kommission unterstützt die öffentlichen Verwaltungen und Bürger bei ihren grenzüberschreitenden Kommunikationsaufgaben, indem sie eine entsprechende Plattform für automatische Übersetzung im Rahmen der "Connecting Europe Facility" (CEF) zur Verfügung stellt.

"European Language Ressource Coordination"

Die Europäische Kommission hat im April 2015 die "European Language Resources Coordination" ins Leben gerufen. Ziel dabei ist es, für die öffentlichen Verwaltungs- und Regierungseinrichtungen relevante Sprach- und Übersetzungsdaten in ganz Europa zu identifizieren und zu sammeln. Die bei dieser EU-Initiative gesammelten Datenressourcen werden der Europäischen Kommission dann exklusiv zur Nutzung auf der automatischen Übersetzungsplattform (CEF) zur Verfügung gestellt.

Das Sprachinstitut des Bundesheeres ist nicht nur für die Sprachausbildung, Sprachmittlung und Terminologiearbeit im Verteidigungsministerium und Bundesheer zuständig, sondern spielt vor allem auch im Rahmen des ELRC-Projektes auf gesamtstaatlicher Ebene eine wichtige Rolle in der österreichischen Sprachenpolitik. Begonnen hatte das Engagement vor zwei Jahren, als Oberst Bruno Nestler auf Vorschlag der Universität Wien vom Bundeskanzleramt zum Regierungsvertreter Österreichs im "European Language Resources Coordination"-Board nominiert wurde.

Seither wurden bereits, mit Unterstützung der "Arbeitsgemeinschaft Gouvernementaler Übersetzer- und Terminologiedienste" unter der Leitung von Jürgen Kotzian, Sprachenressourcen (v. a. Übersetzungen und terminologische Werke) in Kooperation mit dem Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien gesammelt und hochgeladen.

Gesamtstaatlicher Beitrag dringend notwendig

Eine umfassende Bedarfserhebung in und Beitragsleistung aus allen Teilen der öffentlichen Verwaltung ist für eine effiziente Umsetzung dieses Projektes in Österreich von äußerster Wichtigkeit. Nestler und Kotzian trugen vor den IKT-Experten vor, wobei es vor allem darum ging, den Experten einen Einblick in das EU-Projekt zu geben und sie zur Mitarbeit an dieser für Österreich bedeutenden Initiative der Europäischen Kommission im Bereich der Sprachmittlung zu gewinnen. Im Herbst 2018 ist in Österreich ein "Outreach-Seminar", das durch das Sprachinstitut gemeinsam mit dem Zentrum für Translationswissenschaft organisiert wird, vorgesehen.

Ein Bericht der Redaktion Landesverteidigungsakademie

Die EU-Kommission rief dieses Projekt ins Leben, um sprachlichen Barrieren innerhalb der "Verwaltungskommunikation" in der Europäischen Union entgegenzuwirken.

Die EU-Kommission rief dieses Projekt ins Leben, um sprachlichen Barrieren innerhalb der "Verwaltungskommunikation" in der Europäischen Union entgegenzuwirken.

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