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Übung "Netzwerk 17": Führungsunterstützung am Kahlenberg

Wien, 22. November 2017  - Auf 484 Metern Seehöhe, an einem der beliebtesten Aussichtspunkte der Wiener, dem Kahlenberg, steht der 165 Meter hohe "Sender Kahlenberg". Am Fuße des Senders steht ein Fahrzeug mit einem "Vermittlungssystem-Netz" des Bundesheeres. Durch den Einsatz dieser verlegbaren Vermittlungen wird das Fernmeldenetz engmaschiger und damit stabiler, wenn einzelne Vermittlungspunkte ausfallen. 

Richtfunksysteme

Der kleine Lift im Inneren des Senders führt bis auf 70 Meter Höhe. Die erste von zwei Plattformen des Senders Kahlenberg erhebt sich zwar nur 25 Meter über dem Boden, die Fernsicht ist jedoch schon von hier aus überwältigend. 

Die Plattform ist rundum verglast, der Wind zieht jedoch durch alle Ritzen. Oberleutnant Patrick Mitteregger, 26 Jahre alt, hantiert an einem der Richtfunksysteme, die er und seine Kompanie in den vergangenen Tagen errichtet haben. Der junge Offizier ist stellvertretender Kommandant der Führungsunterstützungskompanie. Sie gehört zum Stabsbataillon 3 und ist in Mautern stationiert. "Diese Richtfunkstrecken", sagt der Oberleutnant, "überbrücken mehr als 50 Kilometer bei bis zu 34 Megabit Datenübertragungsrate. Wenn es schnell gehen muss, sind wir in einer Stunde betriebsbereit."

Systeme arbeiten autark

Während der Lift wieder nach unten fährt, erzählt Oberleutnant Mitteregger von vergangenen Einsätzen. So stellte seine Kompanie vor drei Jahren die Verbindung des Landesfeuerwehrkommandos über den Behördenfunk "BOS" sicher."Unsere Richtfunksysteme sind schnell errichtet und können tagelang autark arbeiten. Im Katastrophenfall sind unsere Fernmeldeeinheiten das Rückgrat der Führungsunterstützung", sagt der 26-Jährige. 

Dafür steht dem Richtfunksystem des Bundesheeres eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und zusätzlich ein Stromaggregat zur Verfügung. Das Vermittlungssystem kann, obwohl an herkömmlichen Stromversorgung angewiesen, im Notfall über ein Aggregat betrieben werden, welches 7,5 Kilowatt leistet.

Führungsunterstützungskompanie

Mittereggers Führungsunterstützungskompanie ist bei der "Netzwerk 17" im einsatz, bei dieser Übung wird der Schutz kritischer Infrastruktur im Raum Wien trainiert. Rund 700 Soldaten und Polizisten sind dafür eingesetzt, darunter die Garde und das Jägerbataillon Wien 2. 

Die drei eingesetzten Richtfunkstrecken verbinden die Schutzobjekte mit einer Übergabestation, wo der Datenfunk an das ortsfeste System des Bundesheeres angeschlossen wird. Damit ist sichergestellt, dass sich die eingesetzten Kompanien auf ausfallssichere Sprech- und Datenanbindungen verlassen können. Dafür ist die Kompanie in den kommenden Tagen rund um die Uhr im Einsatz. 

Ein Bericht der Redaktion Garde

Die Richtfunkanlage mit Blick auf Wien.

Die Richtfunkanlage mit Blick auf Wien.

Die Verkabelung wird regelmäßig überprüft.

Die Verkabelung wird regelmäßig überprüft.

Die Ausrichtung der Antennen ist entscheidend.

Die Ausrichtung der Antennen ist entscheidend.

Am Sender Kahlenberg ist das Richtfunkrelais eingesetzt.

Am Sender Kahlenberg ist das Richtfunkrelais eingesetzt.

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