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Duellsimulatoren im Österreichischen Bundesheer

Allentsteig, 26. März 2004  - Im Beisein des stellvertretender Chef des Generalstabes, Generalleutnant Wolfgang Spinka, übergab heute in der Liechtensteinkaserne Brigadier Willibald Polesznig, von der Rüstungsdirektion des BMLV, die neuen Duellsimulatoren offiziell an die Landstreitkräfte des Österreichischen Bundesheeres. Brigadier Gregor Hödl übernahm die Hightech-Ausbildungsgeräte symbolisch für die Truppe. Simulationssysteme bedeuten für die Ausbildung der Soldaten einen gewaltigen Schritt nach vorn, bekräftigten beide Herrn und erwarten sich langfristig gesehen auch eine Kostenersparnis durch deren Einsatz.

Ein Quantensprung in der Einzel-, Team- und Verbandsausbildung Österreichischer Soldaten. Die neuen Duellsimulatoren helfen Infanteristen, Bedienungen von Panzerabwehrwaffen und Besatzungen von Kampffahrzeugen auf das richtige Handeln in Kampfsituationen genau und effizient vorzubereiten. Bei Übungen auf Gegenseitigkeit zeigen sie z. B. unmittelbar die Auswirkung von Fehlverhalten auf dem Gefechtsfeld. Damit steigern sie die Qualität der Ausbildung und ermöglichen eine bislang unbekannte Realitätsnähe.

Mit der Verwendung von Duellsimulatoren betritt das Österreichische Bundesheer in der Ausbildung und Einsatzvorbereitung eine neue Dimension. Kampfsituationen bei Übungen werden sich künftig hart an der Grenze zur Realität bewegen.

Ab Mitte 2004 können erstmalig Verbandsübungen der Jäger- und Panzergrenadierbrigaden durchgeführt werden, bei denen die Züge der Kampfkompanien vollständig mit Duellsimulatoren ausgestattet sind. Diese Hightech-Ausbildungsgeräte stehen für Infanterie, Panzerabwehr sowie alle Panzertypen zur Verfügung und werden in Verbindung mit den „echten“ Waffen bzw. Waffensystemen oder Kampffahrzeugen verwendet.

Der Einsatz des Duellsimulators in Verbindung mit dem Originalgerät führt zu einem hohen Maß an Realität und steigert damit die Qualität der Ausbildung wesentlich. Denn von der Bedienung/Besatzung muss jede Tätigkeit wie Munitionswahl, Laden, Richten, Entfernungsmessen und Abfeuern wie beim scharfen Schuss durchgeführt werden.

Charakteristisch für die Duellsimulatoren ist die Zweiteilung der Aufgaben zwischen einem schießenden System und einem Zielsystem. Mit der Schussabgabe erfolgt die Datenübertragung per Laser zum Zielsystem, welches die Waffenwirkung analog zum scharfen Schuss darstellt. Berücksichtigt werden alle ballistischen Parameter – sogar die Streuung. Weiters wird das Ziel über die Position und den Treffpunkt des Projektils, die Munitionsart und die Identität des Schießenden informiert. Treffer werden optisch und akustisch sofort angezeigt. Über eingebaute Speicherkarten werden sämtliche Vorgänge aufgezeichnet und stehen für spätere Auswertungen zur Verfügung (in Verbindung mit GPS auch die aktuelle Position).

Alle Duellsimulatoren sind miteinander kompatibel, so kann realitätsnah „auf Gegenseitigkeit“ geübt werden. Der „Erfolg“ oder „Misserfolg“ im Gefecht wird nun ausschließlich durch taktische Maßnahmen sowie den Waffeneinsatz bestimmt - und nicht durch (manchmal subjektive) Schiedsrichterentscheidungen.

Der Österreichische Soldat erhält damit erstmals ein Ausbildungsmittel, mit dem er im Verband realitätsnah, intensiv und effizient auf einen Einsatz vorbereitet werden kann. Ein hoher Ausbildungsstand ist für die Erfüllung aller derzeitigen und zukünftigen Aufgaben im In- und Ausland unabdingbar.

Die in Österreich verwendeten Duellsimulationssysteme kommen auch in vielen anderen Ländern, wie z.B. Deutschland, Großbritannien, Italien, Niederlande oder Norwegen, im Rahmen des Streitkräftetrainings zur Anwendung.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Niederösterreich

Mit der Übergabe an die Landstreitkräfte ...

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... sind die neuen Duellsimulatoren für die Truppe verfügbar

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Großes Interesse auch beim stellvertretenden Generalstabschef

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Simulationssysteme für Kampffahrzeuge und Besatzungen

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Kampfpanzer Leopard mit Duellsimulationsausstattung

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Waffenausbildung unter Einsatz von Simulationstechnik

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