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Jägerbataillon Salzburg sichert "Grüne Grenze"

Hochfilzen, 24. November 2018  - Das Übungs-Szenario könnte jederzeit Realität werden: Unruhen und Kämpfe in einem Staat führen zu einer Flüchtlingswelle. Unter die Hilfe suchenden Zivilisten mischen sich auch Schlepper, Kriminelle und potenzielle Terroristen. Das Jägerbataillon Salzburg "Erzherzog Rainer" hielt von 15. bis 24. November die sechste Bataillonsübung ab. 

Nach Einsätzen im Mitter- und Oberpinzgau und im Tiroler Inntal fand die Übung dieses Mal vor allem auf dem Truppenübungsplatz Hochfilzen statt. Laut Übungsannahme war Österreich mit einer Flüchtlingswelle aus dem Norden konfrontiert. Weil die Exekutive laut Szenario die Straßen-Grenzübergänge gesperrt hatte, versuchten die Flüchtlinge über die "Grüne Grenze" am Römersattel nach Österreich einzureisen.

Auftrag

Das Jägerbataillon Salzburg erhielt den Auftrag, die Staatsgrenze zu überwachen und eine Grenzkontrolle in Form eines Checkpoints aufzubauen, wobei zum ersten Mal ein mobiler Checkpoint-Satz zum Einsatz kam: Sperrgitter, Stacheldraht, Sandsäcke, Beleuchtung, Stromaggregat und Verkehrsleitkegel wurden kompakt in einem Container angeliefert, was den Aufbau und Betrieb des Checkpoints wesentlich erleichterte.

Zudem befand sich im Bataillonsbereich auch ein Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar der Luftraumüberwachung als Schutzobjekt – die Zusammenarbeit zwischen der Luftraumüberwachung und einem Jägerbataillon wurde in dieser Form zum ersten Mal geübt. "Dabei hat sich gezeigt, wie umfangreich die Absprache zwischen dem Kommandanten des AZR und der eingesetzten Jägerkompanie sein musste, damit einerseits der Betrieb des Radars ungestört weitergehen konnte, andererseits aber auch die Sicherheit von Gerät und Bedienpersonal sichergestellt werden konnte", erklärt der Kommandant des Jägerbataillons Salzburg, Major Markus Matschl.

Weiter Ausbildungsziele

Neben der taktischen Übung konnten die teilnehmenden Milizsoldaten auch ihre Schießfertigkeiten auffrischen. Neu in der Ausbildung war das Thema "Kampfmittelabwehr aller Truppen": Das Erkennen und Melden von "Improvised Explosive Devices" - selbstgebauten Bomben und Sprengfallen - betrifft mittlerweile alle Soldaten. Als Ausbilder konnte das Jägerbataillon 8 als neuer mobverantwortlicher Verband für das Jägerbataillon Salzburg einen Unteroffizier zur Verfügung stellen, der im Auslandseinsatz in Afghanistan praktische Erfahrung gesammelt hatte.

Bilanz

Major Matschl zog am Ende der Übung eine positive Bilanz: "Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass wir Milizsoldaten voll einsatzfähig sind." Besonders hob der "Rainer"-Kommandant die gute Zusammenarbeit mit dem Jägerbataillon 8 hervor: "Das ist ein Musterbeispiel dafür, wie das Zusammenspiel zwischen präsenten Verbänden und Milizeinheiten funktionieren kann."

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Salzburg

Die "Grüne Grenze" wurde durch den Aufbau eines Checkpoints geschützt.

Die "Grüne Grenze" wurde durch den Aufbau eines Checkpoints geschützt.

Generalmajor Robert Prader, stellvertretender Kommandant der Landstreitkräfte, bei der 2. Jägerkompanie.

Generalmajor Robert Prader, stellvertretender Kommandant der Landstreitkräfte, bei der 2. Jägerkompanie.

Ein Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar war Schutzobjekt im Bereich des Jägerbataillons Salzburg.

Ein Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar war Schutzobjekt im Bereich des Jägerbataillons Salzburg.

Der Salzburger Militärkommandant, Brigadier Anton Waldner, bei der Einweisung an der elektronischen Lagekarte.

Der Salzburger Militärkommandant, Brigadier Anton Waldner, bei der Einweisung an der elektronischen Lagekarte.

Soldaten des Aufklärungszugs der Stabskompanie bei der Befehlsausgabe.

Soldaten des Aufklärungszugs der Stabskompanie bei der Befehlsausgabe.

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