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"Measuring the Global Impact of Terrorism": Gastvortrag an der Landesverteidigungsakademie

Wien, 17. Jänner 2019  - Gleich zwei Experten - Serge Stroobants, Verteidigungsexperte und "Director of Operations for Europe & MENA", am "Institute for Economics and Peace" in Brüssel und Petter Nesser, vom "Norwegian Defence Research Establishment" - folgten einer Einladung an die Landesverteidigungsakademie. Im Zentrum dieses Abends stand die Präsentation des "Global Terrorism Index 2018" mit einer spannenden und hochkarätig besetzten Diskussionsrunde im Anschluss. Der Kommandant der Akademie, Generalleutnant Erich Csitkovits, konnte zahlreiche interessierte Gäste in der "Sala Terrena" begrüßen.

Der "Global Terrorism Index"  

Der "Global Terrorism Index Report" des IEP bietet eine umfassende Analyse der wichtigsten globalen Trends und Muster weltweiter terroristisch motivierter Gewalt der letzten 17 Jahre. Der Bericht stuft 163 Länder danach ein, wie stark sie von Terrorismus betroffen sind.

Vielzahl von Datensätzen wird ausgewertet

Die Indikatoren umfassen die Anzahl der terroristischen Vorfälle, Todesfälle, Verletzten und Sachschäden. Der GTI greift auf Datensätze der "Global Terrorism Database" des "National Consortium for the Study of Terrorism and Responses to Terrorism"  zurück.

Mehr Terroranschläge, weniger Todesfälle

Folgende Trends lassen sich ableiten:

  • Die Anzahl der global zu verzeichnenden Todesfälle durch Terrorakte ist im Jahr 2017 um 27 Prozent auf 18.814 gesunken.
  • In Europa sanken die Todesfälle um 75 Prozent. Frankreich, Belgien und Deutschland verzeichneten deutliche Verbesserungen - Spanien eine deutliche Verschlechterung.
  • Trotz des Rückgangs der Todesfälle ist die Anzahl der terroristischen Vorfälle in den letzten Jahren gestiegen, 2017 in Europa auf 282 gegenüber 253 im Vorjahr.
  • Die geringere Letalität von Terroranschlägen in Westeuropa zeigt, dass die Fähigkeit von Terrororganisationen wie dem IS, größere Terrorplots zu planen und umzusetzen sich verringert hat.
  • Die globalen wirtschaftlichen Schadensauswirkungen des Terrorismus beliefen sich im Untersuchungszeitraum 2017 auf 52 Milliarden US-Dollar, ein  Rückgang von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Informationsgewinn

Die gesamtheitliche Zusammenschau ermöglicht ein fundiertes Lagebild und erlaubt zudem Rückschlüsse auf generische Entwicklungen, Spezifika und aktuelle Trends vor allem mit Blick auf Europa und den transnationalen Terrorismus.

Im Anschluss an die Keynotes fand eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Terrorism in Europe. The way ahead?" statt, die der Frage nach der Zukunft des Terrorismus gewidmet war. Auf der Bühne nahmen als Diskutanten Serge Stroobants, Petter Nesser und Nicolas Stockhammer von der FG Polemologie und Rechtsethik der Universität Wien und der Landesverteidigungsakademie Platz.

Die Veranstaltung war eine Kooperation der Landesverteidigungsakademie und der Forschungsgruppe für Polemologie und Rechtsethik der Universität Wien.

Ein Bericht der Redaktion Landesverteidigungsakademie

Der Kommandant der Akademie, Generalleutnant Erich Csitkovits, eröffnete den Abend.

Der Kommandant der Akademie, Generalleutnant Erich Csitkovits, eröffnete den Abend.

Serge Stroobants bei seinen Ausführungen.

Serge Stroobants bei seinen Ausführungen.

Petter Nesser, vom "Norwegian Defence Research Establishment".

Petter Nesser, vom "Norwegian Defence Research Establishment".

Ein Blick auf das Podium.

Ein Blick auf das Podium.

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