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Bunkermuseum am Wurzenpass eröffnet

26. August 2005 - 

Seit heute sind die bisher verschlossenen Tore zur geheimen Bunkeranlage des Bundesheeres am Kärntner Wurzenpass für alle geöffnet. Diese für viele Menschen unbekannten Kampfbauten sind damit erstmals für die Bevölkerung zugänglich. Die Bunker spiegeln die Zeit des Kalten Krieges zwischen Ost und West wider, in der diese so genannten "Festen Anlagen" dem neutralen Österreich einen Durchmarsch fremder Truppen ersparen sollten. Das neue Bunkermuseum sorgt dafür, dass die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät. Es zeigt die Bunker so, wie sie tatsächlich ausgesehen haben.

Von der Vision zur Eröffnung

Projektbetreiber Andreas Scherer, letzter Kommandant der am Wurzenpass stationierten und inzwischen aufgelösten "Sperrkompanie WURZEN/73", erklärte den langen Weg von der Idee bis zur Umsetzung des Projekts: "Es mussten über 30 Dienststellen kontaktiert werden, nicht zu vergessen die zahlreichen Telefonate und persönlichen Gespräche mit diversen Behörden. Schlussendlich hat es über fünf Jahre von der ersten Vision bis zur heutigen Eröffnung gebraucht. Und doch ist es keine Abschlussfeier, wir stehen immer noch zwischen Geburt und Taufe".

Zeitreise für künftige Generationen

Denn auch für die Zukunft sind zahlreiche Erweiterungen geplant. Das ehrgeizige Ziel: Die bislang noch nicht niedergeschriebene Geschichte der Raumverteidigung und der Sperrtruppe für die Nachwelt zu erhalten und auch künftigen Generationen eine virtuelle Zeitreise in Österreichs Vergangenheit zu ermöglichen.

Spannender Rundgang

Die Museumsbesucher entdecken in einem spannenden Rundgang ein weitläufiges Stellungssystem im Originalzustand. Zu sehen sind dabei zwei verbunkerte "Centurion"-Panzertürme samt 10,5-cm-Panzerabwehrkanone, eine Fliegerabwehranlage mit einem überschweren Maschinengewehr, Kampfdeckungen und Verbindungsgräben, Schutzunterstände und vieles mehr. Alle Waffen sind aus Sicherheitsgründen schießunfähig gemacht.

Im heurigen Jahr wird das Bunkermuseum für einzelne Besucher und Gruppen an den folgenden Tagen geöffnet sein (jeweils von 9 bis 19 Uhr):

  • 9. Sept. - 11. Sept. 2005
  • 30. Sept. - 2. Okt. 2005
  • 7. Okt. - 9. Okt. 2005

Zusätzliche Termine für Gruppen ab 10 Personen können direkt vereinbart werden:

besuch@bunkermuseum.at oder Kontakttelefon +43-(0)664-622 1164

Geschichte hautnah: Das Museum lädt zur Zeitreise in den Kalten Krieg. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Geschichte hautnah: Das Museum lädt zur Zeitreise in den Kalten Krieg.

Links: Andreas Scherer, der ’Herr der Bunker’. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Links: Andreas Scherer, der ’Herr der Bunker’.

Gut besucht: Zahlreiche Gäste kamen zum ersten Besuchertag. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Gut besucht: Zahlreiche Gäste kamen zum ersten Besuchertag.

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