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Der neue Grundwehrdienst

Win-Win-Situation für Grundwehrdiener und Bundesheer

Im Jänner 2013 haben sich in einer Volksbefragung 59,7 Prozent der Wähler dafür ausgesprochen, die Wehrpflicht in Österreich beizubehalten. Das Verteidigungsministerium und das Bundesheer sahen dieses Ergebnis nicht nur als Bestätigung ihrer Arbeit, sondern nahmen es auch zum Anlass, den Grundwehrdienst weiter zu verbessern.

Verteidigungsminister Gerald Klug dazu: "Das erklärte Ziel war ein Grundwehrdienst, von dem sowohl das Bundesheer als auch die Grundwehrdiener profitieren. Eine Win-Win-Situation."

Ein Soldat beim Gefechtsdienst.

Österreich setzt weiterhin auf die Wehrpflicht. Grundwehrdiener sollen aus ihrer Zeit beim Bundesheer den größtmöglichen Nutzen ziehen.

Modulares Ausbildungssystem

Das Kernelement der Reform ist ein modulares Ausbildungssystem, das in mehreren Stufen aufgebaut ist. Das Fundament bilden die beiden Basismodule "Allgemeine Fähigkeiten" und "Militärische Grundausbildung", die für jeden Grundwehrdiener verpflichtend zu absolvieren sind. Darauf folgt eines von vier Wahlmodulen zur Spezialisierung.

Modul 1: Schutz und Hilfe

Dieses Modul beinhaltet die Inlandsaufgaben des Bundesheeres. Hier stehen Objektschutz, der Schutz kritischer Infrastruktur, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, Hilfe im Katastrophenfall und die Grenzüberwachung im Vordergrund.

Modul 2: Cyber-Sicherheit

Hier stehen IT- und Netzwerksicherheit für das Bundesheer und den gesamten Staat auf dem Programm. Auch Cyber-Defence, also das Abwehren von gezielten Angriffen über das Internet, wird vorbereitet.

Modul 3: Militärisches Berufspraktikum

In diesem Modul geht es um Vertiefung im erlernten Beruf. Rekruten, die dieses Modul wählen, unterstützen bei der Instandhaltung von Gerät und Infrastruktur, kommen aber beispielsweise auch in der Gastronomie oder Logistik zum Einsatz. Zudem können zusätzliche Qualifikationen erworben werden.

Modul 4: Militärische Spezialisierung

Rekruten, die sich für das Modul Militärische Spezialisierung entscheiden, sollen die Basis für ein solides Kontingent an Zeitsoldaten und starkes Engagement im Ausland bilden.

Soldaten an Computern.

Das Modul "Cyber-Sicherheit" ist eines von vier Themen, aus denen die Soldaten wählen können.

Talente-Check

Jeder Rekrut wird zukünftig einen Talente-Check, ergänzt durch Beratungs- und Informationsgespräche, absolvieren. Ziel ist, die Grundwehrdiener nach ihren Fähigkeiten und Talenten am richtigen Platz einzusetzen. Durch diesen Talente-Check und die vier Wahlmodule können die Fähigkeiten und Wünsche der Wehrpflichtigen berücksichtigt werden.

Weniger Systemerhalter

Ein weiteres zentrales Thema der Reform ist die Reduktion der Systemerhalter unter den Grundwehrdienern. Statt wie bisher 60 Prozent sollen künftig maximal 40 Prozent der Rekruten in der Systemerhaltung eingesetzt werden. Die Mehrheit der Grundwehrdiener soll im militärischen Kerngeschäft tätig sein.

Klare Aufträge an die Miliz

Die Miliz wird durch die Reform gestärkt. Sie erhält klare Aufträge, die sich an der Relevanz für tatsächliche Einsätze orientieren. Konzentrieren werden sich die Vorgaben auf Inlandsaufgaben, Cybersicherheit und auf Beiträge der Miliz zu Auslandsengagements des Bundesheeres. Öfter als bisher werden die Milizsoldaten gemeinsam mit Blaulichtorganisationen üben.

soldaten beim Erste-Hilfe-Training.

Nutzen fürs Privatleben: Grundwehrdiener erhalten beim Bundesheer eine fundierte Erste-Hilfe-Ausbildung.

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