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Chronik der österreichischen Streitkräfte 1990 - 1999

Jahr 1990

1990: Beginn des Assistenzeinsatzes an der Grenze zu Ungarn. (Zum Vergößern anklicken!)

1990: Beginn des Assistenzeinsatzes an der Grenze zu Ungarn.

  • März: Sturmschäden in Oberösterreich - Assistenzeinsatz des Bundesheeres. Beginn des Draken-Überflugbetriebes auf dem Fliegerhorst Zeltweg.
  • Juli: Bundesheer stellt 4.000 Decken für Erdbebenopfer im Iran zur Verfügung. Moskau erklärt sich bereit, seine Truppen aus den ehemaligen Warschauer Pakt-Staaten abzuziehen.
  • 2. August: Die Armee des Irak marschiert in Kuwait ein. Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates zur gewaltsamen Befreiung des Irak durch eine multinationale Streitmacht. Aufstellung von AAFDRU (Austrian Armed Forces Disaster Relief Unit).
  • September: Auf Anforderung des Bundesministers für Inneres beginnt der Assistenzeinsatz des Bundesheeres an der Grenze zu Ungarn. Golf-Krise: Bundesregierung genehmigt Überflüge für amerikanische und englische Flugzeuge. Erstes Luft-Luft-Schießen mit Draken in Schweden.
  • 30 Jahre österreichische UN-Soldaten, dazu Sonderbriefmarke. Divisionär Majcen wird mit Wirkung vom 1. Oktober zum neuen Generaltruppeninspektor bestellt. Generaltruppeninspektor General Tauschitz geht in den Ruhestand.
  • Oktober: 30 Jahre Panzertruppenschule.
  • November: Bundesminister Mock wird mit der Fortführung der Geschäfte des BMLV betraut. Bundesregierung erklärt Artikel 12 bis 16 und den Punkt 13 des Artikel 22 des Staatsvertrages von 1955 als überholt (Dialog mit Signatarstaaten diesbezüglich). Österreich wird Mitglied des UN-Sicherheitsrates.
  • Dezember: Dr. Werner Fasslabend wird neuer Verteidigungsminister. Aufmarsch der multinationalen Streitmacht in Saudi-Arabien gegen den irakischen Aggressor ist beendet.

Jahr 1991

1991:Grenzeinsatz zu Slowenien. (Zum Vergrößern anklicken!)

1991: Einsatz an der Grenze zu Slowenien.

1991:Panzer der jugoslawischen Volksarmee. (Zum Vergrößern anklicken!)

1991: Panzer der jugoslawischen Volksarmee.

  • Jänner: Wachsende Besorgnis in Kärnten und Steiermark über Krise in Slowenien; erhöhte Wachsamkeit beim Bundesheer.
  • Beginn der Kampfhandlungen der multinationalen Streitmacht zur Befreiung Kuwaits (Ansuchen über Überflug und Durchfahrtsgenehmigung an Österreich).
  • Februar: Ministerrat verlängert Assistenzeinsatz des Österreichischen Bundesheeres im Burgenland bis Ende 1991.
  • März: Zivildienst wird um zwei auf 10 Monate verlängert.
  • April: Ministerrat beschließt Entsendung eines Feldspitals in den Iran (UN Austrian Field Hospital in Iran - UNAFHIR).
  • Mai: UN Austrian Field Hospital in Iran (UNAFHIR): Erste Teile fliegen in den Iran ab. United Nations Iraq-Kuwait Observation Mission (UNIKOM): Letzte Soldaten im Grenzgebiet zwischen Iran und Kuwait eingetroffen.
  • Juni: Eskalation in Jugoslawien. Einsatz von Teilen des Österreichischen Bundesheeres an der jugoslawischen Grenze in der Steiermark, Kärnten und im Burgenland.
  • Juli: Grenzeinsatz zu Slowenien mit Wirksamkeit vom 31. Juli beendet. General Eckstein wird Nachfolger des Sektionschef Sailer. Armeekommando wird in den ersten Tagen des Jugoslawien-Einsatzes aufgelöst.
  • August: Schwere Unwetter in weiten Teilen Österreichs, Bundesheer im Assistenzeinsatz.
  • Oktober: Eine jugoslawische MIG 21 landet in Klagenfurt und wird in Verwahrung genommen.
  • November: Assistenzeinsatz auf südl. Burgenland ausgeweitet, 2.000 Mann überwachen 400 km Grenze. Kompensationsgeschäfte für Draken durch Firma SAAB-SCANIA erfüllt.
  • Dezember: Zivildienstgesetznovelle beschlossen (bis Dezember 1993 befristet), Zivildienstkommissionen werden bis dahin ausgesetzt.

Jahr 1992

  • Februar: Abschluss der Verwaltungsreform: Das Bundesministerium für Landesverteidigung spart 212 Planstellen ein. Grundsätzliche Genehmigung für Überflüge von AWACS-Aufklärungsflugzeugen.
  • März: Ministerrat genehmigt Eisenbahntransit für United Nations Protection Force (UNPROFOR -Truppe im ehemaligen Jugoslawien).
  • April: Bergung von 615 Fliegerbomben und 12.000 Fliegerabwehrgranaten im Raum Deutschwagram mit Hilfe des Bundesheeres.
  • Mai: 15 Beobachtungsoffiziere gehen nach Kambodscha zu UNTAC.
  • Juni: Bundesheer stellt Flüchtlingsunterkünfte für ca. 1.400 Flüchtlinge bereit und übernimmt Verpflegungsversorgung bis max. ca. 1000 weitere Personen.
  • Juli: Großer Zapfenstreich für scheidenden Bundespräsidenten Dr. Kurt Waldheim. Angelobung des Bundespräsidenten Dr. Thomas Klestil und Flaggenparade zur Begrüßung.
  • Allentsteig: Schweizer Armee und Bundesheer führen gemeinsame Erprobung Panzerjägerkompanie mit PAL durch. Landesverteidigungsrat nimmt Heeresgliederung-NEU (HG-NEU) zur Kenntnis.
  • September: Am Ende des zweiten Jahres des Assistenzeinsatzes beträgt die Gesamtzahl der aufgegriffenen illegalen Grenzgänger an die 15.000.
  • Dezember: Heeresgliederung-NEU (Detailplanung) von Bundesminister Dr. Werner Fasslabend den Kommandanten und der Öffentlichkeit präsentiert.

Jahr 1993

  • Mai: Ministerratsbeschluss vom 25. März 1993 definiert das internationale Einsatzkonzept des Bundesheeres im Hinblick auf zukünftige UN-Beteiligungen. Modulartig zusammensetzbare Elemente bis zur Stärke von ca. 2500 Mann werden als "Vorbereitende Einheiten" (VOREIN) aufgestellt und ausgerüstet. Internationale Katastrophenschutzübung EXERCISE 93 in Österreich/Wiener Neustadt.

Jahr 1994

  • 2.-8. September: Internationale Katastrophenschutzübung EXERCISE 94 in Russland/Astrachan. Teilnahme des Austrian Armed Forces Disaster Relief Unit (AAFDRU) mit folgenden Aufgabengebieten: Errichtung eines Feldlagers sowie Rette- und Bergetätigkeit in einem kontaminierten Industriegebiet.

Jahr 1995

1995:Unterzeichnung der Rahmendokumente für die NATO-Partnerschaft für den Frieden durch den Außenminister Dr. Alois Mock. (Zum Vergößern anklicken!)

1995: Unterzeichnung der Rahmendokumente für die NATO-Partnerschaft für den Frieden durch Außenminister Alois Mock.

  • Jänner: Österreich erhält in Folge des EU-Beitrittes Beobachterstatus bei der WEU.
  • Februar: Unterzeichnung der Rahmendokumente für die NATO-Partnerschaft für den Frieden durch den Außenminister Dr. Alois Mock. Dadurch erhält Österreich sowohl diplomatische als auch militärische Verbindungsstellen zum Nordatlantischen Kooperationsrat.
  • Dezember: Beschluss der Bundesregierung vom 12. Dezember 1995 eine verstärkte Transporteinheit und Pioniere, insgesamt bis zu 300 Mann, unter der Voraussetzung, dass der Einsatz der Implementation Force (IFOR) durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen autorisiert werde, für ein Jahr zu entsenden. Internationale Katastrophenschutzübung EXERCISE 95 in Russland/Murmansk.

Jahr 1996

  • Februar: Das Austrian Logistic Contingent/Implementation Force (AUSLOG/IFOR) nimmt im Rahmen des internationalen Einsatzes in Bosnien seine Aufgaben auf. AUSLOG/IFOR besteht aus einer Transportkompanie (insgesamt 79 Transportfahrzeuge) und Versorgungsteilen (Kommando, Stab, Verpflegung und Instandsetzung; insgesamt 259 Mann). Zusätzlich gehört dem Kontingent in den ersten Monaten ein Pionierzug (25 Mann) an. Internationale Katastrophenschutzübung EXERCISE 96 in Österreich.

Jahr 1997

  • Juli: Der Fachhochschulrat gibt dem Antrag des Bundesministeriums für Landesverteidigung auf Anerkennung eines Fachhochschulstudienganges an der Theresianischen Militärakademie unter dem Kommandanten Divisionär Adolf Erwin Felber statt. Internationale Katastrophenschutzübung EXERCISE 97 in Island.

Jahr 1998

  • Jänner: Die Ausbildung zum Berufsoffizier erfolgt seit Jänner 1998 als Truppenoffizierslehrgang mit integriertem Fachhochschul-Studiengang "Militärische Führung" an der Theresianischen Militärakademie.
  • November: Gemäß Beschluss der Bundesregierung vom 24. Nov.1998 nimmt Österreich an der vertieften Partnerschaft für den Frieden - Enhanced Partnership for Peace (ePfP) - teil. Die ePfP sieht unter anderem die verstärkte regionale Kooperation und verstärkte politische Konsultationsmöglichkeiten zwischen der NATO und den Partnern vor.

Jahr 1999

1999: Assistenzeinsatz in Galt�r. (Zum Vergößern anklicken!)

1999: Assistenzeinsatz in Galtür.

1999: Einsatz österreichischer ABC-Soldaten in der Türkei. (Zum Vergößern anklicken!)

1999: Einsatz österreichischer ABC-Soldaten in der Türkei.

  • Februar: Von 19. Februar bis 12. März leistete das Bundesheer einen Assistenzeinsatz anlässlich der Lawinenkatastrophe in Galtür. 1.820 Mann sowie 47 Hubschrauber waren eingesetzt, welche die größte Luftbrücke mit internationaler Beteiligung in der Geschichte Österreichs bildeten. 18.132 Personen und 270 Tonnen Güter wurden in 910 Flugstunden transportiert, 10.200 Personen wurden verköstigt und betreut. Durch die Lawineneinsatzzüge wurden 45.000 Einsatzstunden erbracht.
  • April: Das Bundesheer entsendet ein Hilfskontingent (ATHUM/ALBA - Austrian Humanitarian Contingent/Albania) nach Albanien, um dort gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz ein Flüchtlingslager mit einem Feldspital zu betreiben. Im Schnitt stellten 430 österreichische Soldaten sowie rund 60 zivile Mitarbeiter den Lagerbetrieb zur Aufnahme der aus dem Kosovo vertriebenen Menschen sicher. Anfang August kehrt das Kontingent nach Österreich zurück.
  • 25. Juni: Die österreichische Bundesregierung beschließt den Einsatz eines Infanteriekontingentes (AUCON/KFOR) mit Mannschaftstransportpanzern Pandur in der Stärke von bis zu 500 Personen im Rahmen der deutschen Brigade im Kosovo. Der Hauptausschuss des Nationalrates stimmt am 1. Juli 1999 der Entsendung zu.
  • Innerhalb des Verantwortungsbereiches der Deutschen Bundeswehr (im Süden des Kosovo) ist neben Österreich noch ein Kontingent aus der Türkei eingesetzt. Das österreichische Camp befindet sich in Suva Reka. In das österreichische Kontingent sind auch Soldaten aus der Schweiz sowie aus Deutschland eingegliedert.
  • Oktober: Von 18. bis 22. Oktober 1999 war Österreich Schauplatz der internationalen Fliegerübung "AMADEUS 99". Flugzeuge aus Frankreich, der Schweiz und Österreich überwachten gemeinsam drei Tage lang eine über Teilen Österreichs fiktiv eingerichtete Flugverbotszone im Rahmen einer simulierten Militäroperation unter UN-Mandat.
  • November: Bei einem schweren Nachbeben in der Türkei war ein AFDRU-Kontingent der ABC-Abwehrschule mit 113 Mann im Einsatz. Österreich nahm im Rahmen des Western European Armaments Group (WEAG)-Ministerrates in Luxemburg im November die Einladung der Westeuropäischen Union zur Vollmitgliedschaft in der Westeuropäischen Rüstungsgruppe an. Internationale Katastrophenschutzübung EXERCISE 99 in der Slowakei/Preßburg.

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