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Sommertaktische Reise: Wie arbeiten Land-, Luft- und Spezialeinsatzkräfte zusammen?

03. Juli 2014 - 

Von 30. Juni bis 3. Juli absolvierten die Teilnehmer des 20. Generalstabslehrganges die in ihrer Ausbildung vorgesehene "sommertaktische Reise". Ziel dieser Reise war es, das Jagdkommando, das Streitkräfteführungskommando, das Kommando Luftunterstützung sowie das Überwachungsgeschwader kennenzulernen.

Diese Besuche verschafften den Offizieren einen Einblick in die Zusammenarbeit von  Land-, Luft- und Spezialeinsatzkräften sowie in die dafür erforderlichen Planungs- und Koordinationsaufgaben.

Jagdkommando

Die erste Station der Reise war Wiener Neustadt, wo dem Lehrgang das Jagdkommando und das Kommando Luftunterstützung vorgestellt wurden. Den Lehrgangsteilnehmern wurde vermittelt, welche Elemente für Spezialeinsätze wie Spezialaufklärung, militärische Unterstützung und Kommandounternehmen nötig sind. Dabei wurde die strategische Bedeutung des Jagdkommandos offenkundig. Kein anderer Verband des Bundesheeres kann in dieser Qualität und mit einem so geringen zeitlichen Vorlauf für militärisch anspruchsvolle Aufgaben herangezogen werden.

Kommando Luftunterstützung

Bei der Vorstellung des Kommandos Luftunterstützung lag der Fokus auf dessen Bedeutung für Land- und Spezialeinsatzkräfte. Viele Fähigkeiten, die das Bundesheer über Jahre entwickelt hat, hängen von der Verfügbarkeit von Luftfahrzeugen für Transport- und Aufklärungsaufgaben ab.

Streitkräfteführungskommando

Am zweiten Tag wurde dem Lehrgang das Streitkräfteführungskommando nähergebracht. Dabei präsentierten der Chef des Stabes, Generalmajor Heinrich Winkelmayer, und seine Offiziere ihren Tätigkeitsbereich. Sie legten dar, welche Zusammenhänge zu verstehen und welche Anstrengungen zu unternehmen sind, um die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte auch unter Budgetdruck auf einem vertretbaren Maß zu halten.

Luftraumüberwachung

Mittwochs stand das Kommando Luftraumüberwachung am Programm. Für die meisten Lehrgangsteilnehmer war es die erste Gelegenheit, eine derart umfassende Präsentation dieses Verbandes zu erhalten. Das "Wing Command", eine Werft, das Ausbildungs- und Simulationszentrum sowie die Militärflugleitung führten die Besucher in ihren Tätigkeitsbereich ein.

Geiselbefreiung auf der Seetaler Alpe

Am letzten Tag wurde ein Schießen des Jagdkommandos mit dem Thema "Kommandounternehmen zur Geiselbefreiung" am Truppenübungsplatz Seetaler Alpe besucht, das sich in zwei Teile gliederte: Zuerst wurde ein Zugriff auf Fahrzeuge demonstriert, bei dem sich die Kommandosoldaten aus Hubschraubern abseilten. Während der ganzen Aktion wurden die Soldaten von "Kiowa"-Hubschraubern und einem Saab-105-Jet unterstützt.

Anschließend wurde ein Zugriff auf einen Personenzug durch Kommandokräfte durchgeführt. Die dabei befreiten Geiseln wurden beide Male unverzüglich in "Black Hawk"-Hubschraubern evakuiert.

Truppenübungsplatz als Vorzeigeprojekt

Beendet wurde das Programm auf der Seetaler Alpe durch einen Vortrag des Übungsplatz-Kommandanten, Oberst Manfred Hofer. Kern dabei war das Pilotprojekt, im Zuge dessen der Übungsplatz auf einen Betrieb ohne Grundwehrdiener umgestellt wurde. Oberst Hofer konnte uns vermitteln, wie effektiv die Kombination aus Innovation, Eifer und Hausverstand sein kann, wenn der politische Wille mitspielt. So stellt sich dieser Truppenübungsplatz vorbildlich gerüstet für zukünftige Anforderungen dar.

Die Teilnehmer des Lehrganges mit Offizieren des Jagdkommandos. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Teilnehmer des Lehrganges mit Offizieren des Jagdkommandos.

Kommandosoldaten seilten sich von Hubschraubern ab. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Kommandosoldaten seilten sich von Hubschraubern ab.

Geiseln wurden aus einem Zug befreit. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Geiseln wurden aus einem Zug befreit.

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